| Milch ist gesund | Februar
2004 |
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Einleitung Milchprodukte sind durch nichts zu ersetzen
Milchprodukte liefern Kalzium für
die ganze Gesundheit Joghurt und Sauermilch – ein gesunder Kick für
das Immunsystem Milchtrinken bei Magenbeschwerden und Sodbrennen
Milch schont den Magen bei Kaffeegenuss Vollmilch gegen Asthma Milch beruhigt den Geist und hilft einschlafen Molkenkur zum Entschlacken und Abnehmen Die Molkekur hilft vielseitig: Ein Liter Molke weist nur 200-250 Kilokalorien
auf. Sie zeichnet sich durch einen hohen Mineralstoffgehalt
aus,
insbesondere
an Kalium, Kalzium
und Phosphor. Daneben ist sie reich an Vitaminen
des B-Komplexes sowie A, E und C. Molke ist reich an natürlichem Milchzucker die im Verdauungstrakt
als Milchsäure für eine gute Darmflora sorgt. Molke ist praktisch
frei von Fett und Milcheiweiss, enthält aber zwei wichtige Proteine:
Albumin und Globulin. Milch macht schön Ägyptisches Milchbad Gib einfach einen Liter warme Milch vermischt mit einer Tasse Honig ins heiße Badewasser. Dann ab in die Wanne und zehn bis fünfzehn Minuten königlich entspannen. Danach ist deine Haut babyzart und pfirsichsanft. Kamillen-Milch-Maske Eine Hand voll Kamillenblüten in 75 Milliliter Milch einweichen und 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Das Ganze erhitzen und mit einem Esslöffel Kleie und einem halben Teelöffel Honig abrunden. Den Brei auf das Gesicht auftragen (Achtung: Augenpartie großzügig aussparen) und nach zehn Minuten abspülen. In der Milch sind weit über 200 Substanzen, die wie ein Schönheitselixier wirken. Zum Beispiel bringt das Milchfett den Schutzmantel deiner Haut auf Trab. Die Milchproteine machen sie ganz glatt und streichelzart.
Älplerisches Molkenbad Nehme
ein Kessi voll warmer Molke und lege dich hinein. Das gibt dir eine samtweiche
Oberfläche und einen süssen Duft. Vier Irrtümer um den Milchkonsum
Macht Milch dick? Nein, Milch macht nicht dick.
1 dl Vollmilch enthält nur 3,9 g Fett
und 65 Kalorien. Viele andere Lebensmittel wie
Gebäck oder Chips
und Hamburger sind weitaus kalorien- und fettreicher
und die eigentlichen Dickmacher. So liefern zum Beispiel 100 g Chips
38 g Fett und 561 Kalorien!
Aus Sorge ums Aussehen auf Milch und Milchprodukte
zu verzichten wäre
also kontraproduktiv. Bei einem völligen Verzicht
können Mängel
an wichtigen Nährstoffen, darunter Kalzium
entstehen, das heute und später für gesunde
Knochen unerlässlich
ist. Fördert Milch Osteoporose? Im
asiatischen Raum wird weniger Milch konsumiert als in Westeuropa.
Trotzdem ist dort die Osteoporose
(noch)
weniger
verbreitet.
Diese Tatsache nährt das Gerücht, langjähriger
Milchkonsum fördere
den Knochenschwund. Es sind jedoch andere Gründe,
welche die asiatische Bevölkerung im Moment
noch vor Osteoporose bewahren: ein geringerer
Alkoholkonsum, eine bessere Versorgung mit Vitamin
D und viel mehr körperliche
Arbeit sorgen für günstige vorbeugende
Voraussetzungen. Die zunehmende Technisierung
zeigt aber bereits negative Auswirkungen. Wissenschaftliche
Studien belegen eine Zunahme des Osteoporoserisikos
im asiatischen Raum.
Osteoporose ist eine Krankheit des Alters. Mit
steigendem Durchschnittsalter in der asiatischen
Bevölkerung muss mit einer
Zunahme der Osteoporose-Rate gerechnet werden. Muss bei Milchzucker-Unverträglichkeit auf alle Milchprodukte verzichten? Nein, wer an einer Milchzucker-Unverträglichkeit leidet, muss nicht vollständig auf Milch und Milchprodukte verzichten. Denn viele Milchprodukte enthalten kaum oder nur wenig Milchzucker. Käse ist ein besonders gut verträglicher Kalziumspender: Völlig frei von Milchzucker sind Extrahart- und Hartkäse, im Weichkäse finden sich allenfalls noch ganz geringe Spuren. Ebenso eignen sich Jogurt und Sauermilch; sie enthalten zwar noch Milchzucker, ihre Milchsäurebakterien erleichtern aber die Verdaulichkeit von Milchzucker. Ist der Mensch nicht zum Milchtrinken
gemacht? Erwachsene Säugetiere, und dazu zählt
auch der Mensch, vertragen Milch eigentlich nicht mehr so gut, weil
sie die Fähigkeit sehr
stark verlieren, Milchzucker zu verdauen.
Es hat aber vor einigen zehntausend Jahren in einer Bevölkerungsgruppe,
den so genannten Kaukasiern, eine Mutation gegeben, die dazu führte, Milchzucker
zu verdauen, praktisch lebenslang erhalten blieb. Und da diese Leute in einer
Gegend
wohnten, wo es etwas unwirtlich war – also
Nordeuropa/Nordasien –,
wo einmal die Nahrungsbasis schmal war, besonders
in den langen, kalten Wintern, wo auch die
Kalziumversorgung nicht so gut war, weil
in den
sonnenarmen Wintern wahrscheinlich der Vitamin-D-Status
schlecht war, da konnte dann die Fähigkeit,
das ganze Leben lang Milch zu verzehren und
eben auch Milchtiere zu
halten,
einmal a)
die Nahrungsbasis
verbreitern,
und b) auch die Kalziumversorgung verbessern.
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