Halten Sie Distanz zu Herdenschutz-Hunden |
Aug.
2005 |
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Die nachhaltige Kleinviehhaltung ist wichtig für die Erhaltung einer vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft in der Schweiz. Über 70 Herdenschutzhunde bewachen auf Schweizer Alpen Schafe und Ziegen. Zusammen mit Hirten schützen sie Schafe und Ziegen vor Raubtieren und streunenden Hunden. Damit es nicht zu Konflikten zwischen Schutzhunden und Wanderern oder Bikern kommt, lanciert die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF ihr Projekt „Herdenschutz und Tourismus”. Das mag für Alpwanderer und Biker gewöhnungsbedürftig sein:Sie nähern sich einer Schaf- oder Ziegenherde und schon stürmt ein mächtiger Pyrenäen-Berghund oder Maremmahund auf sie zu und stellt sich laut bellend zwischen Herde und Fremdling. Aus Sicht der Tierhalter ist das eine lebenserhaltende Reaktion: Der Herdenschutzhund wird darauf trainiert, seine Herde selbständig gegen Raubtiere wie Wolf oder Luchs zu schützen. Dazu kann nicht irgendein Schosshündchen eingesetzt werden. Der vierbeinige Wächter ist von Natur her zwar nicht aggressiv, beeindruckt aber durch Statur und dumpfes Bellen. In aller Regel bleibts gegenüber den Zweibeinernauch beim Bellen, wie Daniel Mettler bestätigt. Er ist Leiter der nationalen Koordinationsstelle für Herdenschutz im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal). „Uns ist bisher kein Fall bekannt, wo ein Herdenschutzhund einen Wanderer oder Biker gebissen hat. Auf einer Bündner Alp wurde einzig einmal eine Person von einem Schutzhund geschnappt, aber nicht verletzt”, bilanziert Mettler. Nach dem Vorfall wurde das Tier umplatziert. Und: Auf den meisten bewachten Alpen sind mittlerweile auch Tafeln fürs richtige Verhalten gegenüber den Schutzhunden aufgestellt. Bei mehr als 70 Herdenschutzhunden– sie sind vor allem im Wallis, Graubünden und Tessin im Einsatz – beruhigt die bisherige Bilanz. Auch bei den Tourismuszentralen von Graubünden Ferien und Valais Tourisme sind noch keine Klagen über Schutztiere eingegangen. |
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Herdenschutz 1: Schutzhund |
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WWF lanciert „Herdenschutz und Tourismus” |
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| Knurren die Herdenhunde nur,oder schützen sie auch vor Luchs und Wolf? Wie erste Erfahrungen in der Surselva GR zeigen – dort hält sich seit zwei Jahren ein Wolf auf –, lässt sich der Verlust von Nutztieren durch Schutzhunde tatsächlich wirksam reduzieren. Zwar gehen in der Surselva bisher mehrere gerissene Schafe auf das Konto Wolf, aber in den meisten Fällen werde der Räuber „von den Schutzhunden entdeckt und vertrieben”. So steht’s im „Schweizer Bauer”. Das Organ der Scholle steht nicht im Verdacht, die Situation zu beschönigen. |
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Herdenschutz 2: Mensch
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Unruhe stiften Leute, die mit dem eigenen Hund unterwegs sind und ihren Liebling nicht an die Leine nehmen. Die Schutzhunde tun dann ihren Job und stellen den fremden Hund. Mit Nachdruck: Beim Pyrenäenberghund kann es vorkommen, dass sie den vierbeinigen Gegner dank Masse bodigen. Schutzhunde wiegen bis zu 65 Kilogramm.
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Weitere Infos & Links WWF-Herdenschutz Leitfaden als PDF-Datei www.wwf.ch/herdenschutz Nationale Koordinationsstelle für Herdenschutz SRVA |
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