Warum z ´alp gehen? Die Alm bietet die Möglichkeit, einen Sommer lang die landwirtschaftliche Praxis in den Bergen kennen zu lernen. Fernab von jeglichen romantischen Vorstellungen, wie sie manche von uns höchstens noch am Anfang hatten, haben wir gemolken, gekäst, geschalmt, geschwendet was das Zeug hielt. Und das in modernst ausgestatteten Almhütten. Natürlich gibt es noch die alten Almen, wie wir sie von Fotos aus dem Kitschkalender kennen, aber die sind eher die Ausnahme. Das Fest sollte ein Ort des Kennenlernens für Interessierte sein und vor allem auch, um den kommenden Alpsommer herbeizufeiern.
Frauen und Männer auf der Alm
Wir Veranstalterinnen haben alle Alperfahrungen gemacht und wissen, wie sich plötzlich im Team Spannungen entwickeln, wenn sich herausstellt, dass es doch immer die Frauen sind, die den ganzen Almsommer lang die Käsetücher waschen. Es ist nicht leicht, in einem Team, das den ganzen Sommer lang zusammenarbeiten muss, sich neben der Arbeit auch noch Diskussionen zu stellen – Doch diese sind notwendig, besonders wenn es den Anspruch gibt, nicht in die alten, hierarchischen Muster – verbunden mit geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung - zu verfallen. Wer kocht am Ende des Arbeitstages? Wer macht die Wäsche? Wer kümmert sich um die Buchhaltung? Wer bestimmt was wann gemacht wird? Wer hat den Kontakt zu den Bauern und Bäuerinnen? Oftmals sieht es so aus, dass Frauen eine Mehrarbeit leisten, die nicht unmittelbar mit der Alparbeit zusammenhängt. Gerade diese Arbeiten, die „so nebenbei“ geschehen, wie Kochen, Waschen usw. gewährleisten aber die Arbeitskontinuität auf der Alp. Und sollten dementsprechend von allen gemacht und gewürdigt werden.
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