Wer Heike David im Scheinwerferlicht und in extremer Zeitlupe durch den Raum wandeln sieht, eine Glasschüssel mit Wasser auf dem Kopf balancierend, meint, eine klassische Schönheit vor sich zu haben. Umspielt von tanzenden Lichtreflexen faszinieren die Konzentration und Haltung, mit der diese aufrechte Frau den Raum durchmisst. Ein Gehen ohne Anfang, ohne Ende – sie könnte eine Wassergöttin sein, die der Antike entsprungen, ihrem Schatten im Hier und Heute begegnet.
Butoh ist ein Tanz der Langsamkeit und Intensität. In der Anfangsszene der Performance «fließend» liegt Magie, weich, weiblich und dem Wasser gleich. Ein tranceähnliches Zeitgefühl, das völlig außerhalb unserer schnell getakteten, Ziel gerichteten und Zweck orientierten, realen Zeit liegt. Das ist die eine Seite der Heike David.
Auf der anderen ist sie an gesunder Ernährung und nachhaltiger Ökologie interessiert. Heike absolvierte zunächst ein Praktikum auf einem Demeter-Hof, um dann in Stuttgart-Hohenheim Agrarwissenschaft zu studieren. Nach dem Diplom bewirtschaftet sie einen gepachteten Betrieb mit Ziegen, Schafen, Schweinen, Hühnern und Pferden sowie Grünland und Obstbäumen. Im Sommer zieht es sie in die Schweizer Berge, wo sie 2008 bereits zum siebten Mal als Sennerin arbeitet. |
Und noch ein extra Lob dem ansprechenden Text von Leonore Welzin.
Schöne Seite!
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