| Das Justistal - im Film dokumentiert |
Januar
2010
|
|
|
||
|
|
||
Der Präsident der Alp Spycherberg sitzt im samtig schwarzen Kühermutz vor der neuen Alphütte und erklärt in leicht künstlicher, langsamer und betont deutlicher Sprache , was es im Justistal vor dem Alpaufzug alles zu tun gibt: «Zäune erstellen, Brennholz sägen, Unkraut bekämpfen, Steine räumen, Gestrüpp zurückschneiden und viele kleine Reparaturarbeiten.» - Der Einstieg in den Dokumentarfilm «Das Justistal» wirkt leicht einstudiert, der Alppräsident Samuel Graber im Vergleich zu späteren Szenen etwas gehemmt. Aber vielleicht hat der Berner Dokumentarfilmer Heinz Sommerhalder gerade mit dieser Anfangsszene etwas Typisches fürs die Alpwirtschaft getroffen: Die Bergler im Berner Oberländer Justistal sind eher zurückhaltend. Hier führt niemand gleich die grosse Marketing-Klappe. Sondern es geht in erster Linie darum, in der kurzen Sommerzeit die viele Arbeit zu bewältigen. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kritische Älpler Befindlichkeit getroffen |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Etwas gar positiv Weder thematisiert er das ständig wachsende Verkehrsaufkommen im Tal, noch geht er darauf ein, dass der weit über die Region hinaus bekannte Justistaler Chästeilet viel von seinem traditionellen Charme verloren hat und sich statt Justistaler- immer mehr Zillertaler-Festhütten-Stimmung breit macht. «Ich wollte nichts zeigen, was dem Justistal gegen aussen schaden könnte», erklärt Sommerhalder, wenn man ihn darauf anspricht. Klar, ihm ist «ds Tal» - wie es in den Nachbardörfern Beatenberg und Sigriswil auch genannt wird - ans Herz gewachsen. Der Filmkommentar verfällt denn auch stellenweise einem leichten Pathos. Dieses Schwülstige hätte es nicht gebraucht. Schwelgt doch der Zuschauer auch sonst bald in einer romantischen Welt, wenn die Kamera beim röhrenden Hirsch oder bei den leuchtenden Edelweiss verharrt. Da gibts nur eins: Auf den Sommer warten, Wanderschuhe packen, hingehen, Handy ausschalten, die Talseiten erklimmen und die Alpwirtschaft für einmal von oben betrachten. Oder selber z’Alp. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wo kann man den Film sehen? Wer den Film an öffentlichen Schauplätzen sehen will, muss in die lokale Presse schauen oder bei Heinz Sommerhalder nachfragen. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Dieser Beitrag erschien am 16. Januar 2010 im Schweizer Bauer | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Liebe Filmschaffende, wir haben den Film kürzlich in unserem Heim gezeigt. Die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, welche vorwiegend aus bäuerlichen Verhältnissen stammen, waren begeistert vom schönen Film. Wir konnten ihnen eine grosse Freude machen. Vielen Dank!
<1>
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Home | Aktuell | Stellenbörse | Pinwand | Archiv | Einkaufen | Kontakt | Sitemap | Suchen | Alle Inhalte © by zalp.ch | mail |
| zalpverlag | IG-Alp | Älplertreff auf facebook |