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  Die Hörner preisen
Erscheinungsdatum
August 2011

Beim Wettbewerb «Nationaler Hörnerfotowettbewerb 2011» werden die schönsten Kuh- und Ziegenhörner der Schweiz gekürt. Der Preis geht dabei nicht an den Fotografen, sondern an den Tierhalter. Daniel Wismer und Armin Capaul wollen mit dem Wettbewerb die Idee des «Hörnerfrankens» vorwärts tragen.
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Wetzt die Klingen oder den Fotoapparat und schleift die Hörner fein.
 
 
Text:
Medienberichte, Armin Capaul, Dani Wismer, zusammengestellt von zalp
Bild: fotolia

Horn beim zweiten Gebrauch
 

 
Der Hörner Franken: So soll gehen
90 Prozent aller Kühe in der Schweiz werden enthornt. Demeter ist die einzige Labelfraktion, die enthornen verbietet. BioSuisse verhält sich etwas verhalten. Kagfreiland macht die Kampagne «Horn Auf!» Der Bauernverband möchte von allem nichts wissen und hören und sehen und schon gar nichts sagen. Die Bergbauern Armin Capaul und Daniel Wismer wollen von der Gesellschaft einen Franken pro Kuh und Tag, was den Bund jährlich Hunderte von Millionen kosten könnte, sofern die Bauern mitmachen. Eine Antwort des Bundes steht noch aus. Die Konsumenten würden behornte Kühe wohl schätzen, so kennen sie sie von der Werbung auf Tourismusprospekten und Milchtüten.
 
Der Wettbewerb: So gehts
Es werden die schönsten Kuh- und Ziegenhörner der Schweiz gekürt (sofern sie einen Fotograf finden). Alle Bilder von imposanten, originellen und wuchtigen Hörnern können eingeschickt werden.
Die besten drei Fotos in der Kategorie Rinder und Ziegen werden jeweils mit Geldpreisen von 1000, 600 und 400 Franken ausgezeichnet. Der Preis geht an den Besitzer des Tieres, nicht an den Fotografen. Deshalb sind immer zwei Absender-Adressen nötig.
Die Fotos von behornten Tieren (Kühe/Stiere (keine KB-Stiere) und Ziegen/Böcke) können bis am 30. September eingeschickt werden. Per Post an Daniel Wismer, Roti Flüo, 3926 Embd, per Mail an info@yaks.ch.
Aus den eingeschickten Bildern wählt die Jury die zwölf schönsten Bilder aus. Diese werden in der «Tierwelt» publiziert. Die Leser küren anschliessend die besten drei in jeder Kategorie.

 

Horn beim zweiten Gebrauch
   
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Links zur Hörner-Diskussion www.kagfreiland.ch/kagfreiland.asp?lv1=17&lv2=132
www.kuhmithorn.ch
http://de.wikipedia.org/wiki/Horn
www.zeitenschrift.com/magazin/51-kuehe.ihtml
www.zalp.ch/aktuell/suppen/suppe_2003_05/su_ho.html
www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/08/17/Schweiz/Kontroverse-um-Kuh-Hoerner
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3 Kommentare zum Beitrag

  1. Ronald Hörstmann schreibt am 09.09.2011, 10.37 Uhr

    Sehr gute Idee, darüber freue ich mich sehr, aber sicher viel mehr noch die Rinder und Kühe. August 2011 konnte ich so ca. 40 Rinder auf der Alpe Lüner See nahe der Schesaplana beobachten. Von den behornten 40 Rindern, noch nicht Kühe, hatten nur 2 keine Hörner. Diese zwei hatten immer dann Stress wenn bei der großen Weidefläche doch ein Rind mit Hörnern in die Nähe kam. Wie bei den enthornten Ziegen im Gebirge, so auch hier, die enthornten drehten sofort ab, taten sie das nicht, bekamen sie eins gegen den Kopf oder in die Seite von dem Tier mit Hörnern. Insider wissen das, was es bedeutet unter Stress zu stehen. Diese Tiere waren ziemlich vereinsamt. Die enthornten Ziegen auf der Alp Puzzetta in Gaubünden wurden zum Beispiel "Blödi" genannt, weil sie sich durch den Stress nicht so "hemmungslos" benehmen konnten und dadurch auch orientierungslos wirkten. Sie blieben auch bis zuletzt hinter der Herde her, wenn es zum melken ging. RonaldHoerstmann@t-online.de

  2. Paul Glaus schreibt am 12.08.2011, 18.23 Uhr

    Das ist die erste super Idee, welche Bauern lancieren. Ich wünsche den Beiden viel Glück bei ihrem Kampf um Tierschutz und gegen die übermässige Chemielobby der IP Bauern und des Bundes. Ich esse schon lange kein Fleisch mehr und trinke keine Milch, weil ich nicht weiss was für Chemie ich zu mir nehmen würde. Hörner kann ich eine beisteuern, aber vielleicht finde ich welche auf einer Wanderung.

  3. Johanna Glas schreibt am 06.08.2011, 11.55 Uhr

    Das ist ein super Wettbewerb! Leider kann ich keine Fotos beisteuern, weil bei meiner Herde die meisten Tiere enthornt sind. Dafür aber eine Geschichte: auf der Jungviehalp in Tenna kamen eines Tages zwei in knallrote Tücher gewandete junge Männer auf der Weide auf mich "zugeweht". Der eine, ein blond gelockter Schweizer,der andere, ein schöner Afrikaner mit kunstvoll geflochtener Frisur,in deren Zöpfchen Perlenschmuck eingearbeitet war. Er hatte Teile von aufgeschnittenen Autoreifen unter die Füsse gebunden, womit er später den Piz Fess (2880m hoch) erklomm. Als ich den Mund wieder zubrachte, kamen wir ins Gespräch und es stellte sich heraus, daß der Schweizer in Tansania aufgewachsen war. Der Afrikaner war ein Massai, das erste Mal in der Schweiz und sowas wie ein Herzensbruder für ihn. Das höchste Gut der Massai ist ihr Vieh, mit dem sie nomadisch herumziehen. Ganz besonders stolz sind sie auf die Tiere mit den größten und schönsten geschwungenen Hörnern. Beim Viehhandel und bei der Zucht ist das ein sehr wichtiges Kriterium. Er hielt mich für unermeßlich reich, weil er dachte, daß die ganze Herde, die ich hütete, mir gehören würde. Nur, daß die meisten Tiere enthornt waren, konnte er schier nicht fassen.

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