| Ruhestand für ausgediente Kühe | |
| Erscheinungsdatum Dezember 2011 |
Kühe können gegen 25 Jahre alt werden. Ihr Durchschnittsalter beträgt aber nur circa 6 bis 7 Jahre. Sie werden dann geschlachtet, weil sie nicht mehr rentieren. Einige Auserwählte dürfen ihren Lebensabend auf «Viva la vacca»-Höfen verbringen. |
Text und Bild:
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«Strebe» weiter auf dem Hof zu halten, kam für Paul Burri nicht in Frage. Sie muss ihren Platz einer rentablen Kuh freigeben. Auf der Suche nach einer Lösung stiess Paul Burri auf das Projekt «Viva la vacca». Es ermöglicht Landwirten oder anderen Tierfreunden, die eine spezielle Beziehung zu einem Tier aufgebaut haben, dieses in Pension zu geben. Solche «Altersheime für Kühe» gibt es in der Schweiz seit 10 Jahren. Den Ausschlag für die Gründung gab ein Lehrer, der verzweifelt einen Platz für «Kassja» suchte. Er kaufte die Kuh einem Bauern ab, nachdem er erfahren hatte, dass sie geschlachtet werden sollte. Schliesslich gelangte er an den Tierschutzverein Bischofszell- Weinfelden und Umgebung. Präsident Reinhold Zepf unterstützte ihn bei der Suche nach einem Bauern, der die Kuh aufnehmen würde. Der Lehrer versprach im Gegenzug, bis zu «Kassjas» Lebensende für sie aufzukommen. Inzwischen ist das Projekt gewachsen: 42 Kühe und ein Ochse leben bereits auf vier «Viva la vacca» -Höfen verteilt. Neu kommt «Strebe» hinzu. Paul Burri verzichtet auf den Schlachtpreis von 1'400 Franken, den er für die mit 19 Jahren bereits sehr alte Kuh erhalten würde. Dieses Wochenende wird er sie auf einem Hof ins St. Gallische Wittenbach bringen. Dort muss sie keine Leistung mehr erbringen, weder Kälber auf die Welt bringen, noch Milch geben. Ihre Tage wird sie grösstenteils auf der Weide verbringen. Möglich ist dies nur, weil Tierfreunde das Projekt unterstützen. 200 Franken pro Monat kostet eine Patenschaft. Selber für «Strebe» aufzukommen, ginge Paul Burri zu weit. |
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Der Beitrag stammt vom Mediendienst des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes LID: www.lid.ch |
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4 Kommentare zum Beitrag
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Auch ein Hochleistungsrind ist ein Geschöpf mit Seele.Das haben Herr Bossard und andere erkannt. Sicher geht das nicht mit allen Tieren. Wenn die Menschen aber auf allzu billiges Fleisch verzichten würden und den Konsum auf ein gesundes Maß einschränken würden... dann könnte vielleicht allen Tieren ein besseres Leben ermöglicht werden. Die Frage bleibt wieviel ist dem Konsumenten ein \"glückliches\" Stück Fleisch wert? Die meisten können sich jedoch kein Urteil bilden, da sie immer noch wegschauen. Wohl eher ein Problem bei uns in Deutschland mit der Massentierhaltung, als in CH.
Super Herr Bosshard , allen Respekt vor dem Mut des Herzens und der guten Tat- es wäre schön, wenn es mehr möglich machen könnten wie Sie. DANke.
so ein schwachsinn hört man selten - zum glück! vermarktungsschwierigkeiten mit käse und milch? i kenn keinen der solche hat. der staat unds land zahlt ihre zuschüsse zur produktivität und nicht um die TierKadaverVerwertungen zu erhalten und dia "alta grampa" zum verbrenna! oder habts ihr scho amal a gulasch vo a zehajähriga kua gässa - nein will da isch es schon unrentabel dia suppa 6 stunden kochend zu halten- das ma das gäder zum achawürga kriat - danke , auch älpler dürfen ein bisschen di marktwirtschaft im Auge behalten - sonscht wird es sie - die älpler- nicht mehr lange geben! grüaßle
Diese Landwirtschaft ist jedenfalls sinnvoller,als AKW's zu bauen um die Butterberge der Toni Brunner - Bande kühl zu halten.Essen will sie ja niemand.