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Neuerscheinungen |
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Umfassendes Selbsthilfehandbuch für SchäflerInnen |
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Ein Homöopathie-Buch, von einer Praktikerin und Älplerin geschrieben, immer nah an den Schafen, das gab es so ausführlich noch nicht. Anfangs erläutert die Autorin das Wirkprinzip der Homöopathie, die Unterschiede der Potenzhöhen, erklärt Fachlatein und gibt Tipps zur Eingabe. Im Hauptteil beschäftigt sie sich detailliert mit den Krankheitsbildern. Neben der homöopathischen Behandlung finden auch Pflanzenheilkunde und Akupressur ihren Platz. Im Besonderen wird auf das Wesen der Schafe eingegangen, kurz auf die Besonderheiten der Alpsömmerung. 70 Arzneimittel mit ihren Symptomen und Einsatzgebiet veranschaulicht die Autorin in Bild und Text, dadurch wird das Handbuch zum Lesebuch. Ein Glossar, eine Literaturliste und ein Adressverzeichnis helfen weiter, falls man noch mehr als Alles wissen will. Fazit: Erstaunlich viel Fachwissen erstaunlich verständlich erklärt.
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Gilberte Favre:
Homöopathie für Schafe
Ein praktisches Handbuch zur Behandlung der wichtigsten Krankheiten und Verletzungen
Narayana Verlag, Kandern 2011
ISBN 978-3-941706-53-8
CHF 52.– EUR 39.–
Bestellung in der Schweiz:
www.homoeosana.ch
www.omida.ch
Bestellung in Deutschland:
www.narayana-verlag.de |
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Nah an der Kuh |
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Eine Kuh verdient geachtet und geschätzt zu werden. Nicht weil sie schön ist oder lustig oder viel Milch gibt, sondern weil sie von uns als Nahrungslieferant benutzt wird. Damit man die Kuh schätzen kann, sollte man sie kennen, oder noch etwas mehr: verstehen. Martin Ott gibt dem Lebewesen Kuh viel Raum, umgarnt sie vom Kopf her durch den Bauch bis zurück zu den Hörnern, tanzt mit ihr den Rhythmus der Verdauung, verwebt sich im sozialen Gefüge der Herde. Sein Verständnis der Kuh beruht vor allem auf Beobachtung und weniger auf anthroposophischen oder schulmeisterlichen Lehren, das tut gut. Ott verschweigt nicht, dass wir die Kuh zur Partnerschaft zwingen. Dass wir zum Partner werden, dafür plädiert er.
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Martin Ott:
Kühe verstehen
Eine neue Partnerschaft beginnt
faro Verlag, Lenzburg 2011
ISBN 978-3-03781-033-0
CHF 34.90
www.fona.ch |
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Ja, genau dort |
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Das Toggenburg ist dort, wo gejohlt und geschöttet wird, wo sich die Alpsennen bei der Alpfahrt so farbenprächtig herausputzen, dass die Frühlingsblumen neidisch werden. Das kennt man. Wer mehr wissen will, zieht mit den Rotgewandeten vom Buchcover weiter in den Alpsommer hinein, gelangt zu den 143 Alpen, lernt die Toggenburger Alpkultur von der Nidelzonne bis zum Bloderchääs, von der Voorbrogg bis zur Schaukäsereitribühne, vom Einrechnen bis zum Blotter ufschorre, vom ungarischen Enzian bis zum ziselierten Sennenhund kennen. Reich und umfassend bebildert, anschaulich geschrieben, mit Kartenmaterial und Alpbeschrieben abrundend.
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Alpen im Toggenburg
Herausgeber: St. Galler Bauernverband
Toggenburger Verlag, Wattwil 2011
ISBN 978-3-033-03037-4
CHF 48.–
www.toggenburgerverlag.ch |
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100% authentisch |
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Pia’s Zauber spricht aus jeder ihrer Zeilen. Eine Wanderin zwischen den Welten. Nicht nur den realen, sondern auch denen jenseits des Schleiers, den geistigen.
Sie gewährt uns Einblicke in die abenteuerliche Welt einer «echten» Älplerin, in ihre Gefühle, Gedanken und sogar ein wenig in ihre Seele.
IHR LEBEN, kompromisslos und echt, geerdet und mit sich im reinen.
Wer könnte das schon von sich behaupten?
(Johanna Glas)
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Pia Solèr:
Die Weite fühlen
weissbooks Verlag, Frankfurt am Main, 2011
ISBN 3-86337-009-0
CHF 21.90 EUR 15.–
www.weissbooks.com |
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Kafi Schümli mit Kuhdunst |
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Wenn man schneller ist, muss man sich nicht beeilen. Und so sind die Berner schon immer etwas voraus gewesen. Zumindest die zwei Alpengeher Ernst Roth und Beat Straubhaar, die sechs Bände «Wege zum Alpkäse» unter ihren Schuhsohlen haben – und jetzt den «Alpbeizli-Führer» im Bauch. Auch dieses Buchkonzept «Alp als authentische Bergbeiz» wird von anderen Kantonen kopiert werden.
Vorgestellt werden 56 Alpen, bei denen man Milch und/oder Bett bekommt. Die Angaben zur Alp sind kurz gehalten, aber man findet stimmungsvolle Bilder, touristisches Angebot und Zugangskoordinaten. Alles andere ist bei Schmatz und Schwatz auf der Alp zu erfahren.
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Ernst Roth, Beat Straubhaar:
Alpbeizli-Führer
Einkehren in Berner Oberländer Alpbeizli
Weber Verlag, Thun/Gwatt 2011
ISBN 978-3-909532-93-3
CHF 39.–
www.weberverlag.ch
www.alpbeizli.ch |
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Im kleinen daheim |
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Im Mikrokosmos offenbart sich die Welt. Das war schon immer so, denn man liebt, was man kennt, was einem eigen ist, man ist verbunden mit dem Ort, wo das Blut der Plazenta in den Boden sickerte. Valendas, ein Dorf in Graubünden, ohne grössere Industrie und ungeeignet zur Verwertung als Tourismudestination, aber mit BewohnerInnen, die ihr Dorf gern haben (nur einer im Buch, der sagt, er will weg). Durch die unaufgeregt fotografierten, sehr persönlichen Schwarzweiss-Bilder dringen einem die Dorfbewohner direkt ins Herz. In kurzen Aussagen kommen die ValendaserInnen zu Wort und vieles, was sie uns erzählen ist um manches weiser, als die Innovationssparolen der Berggebietspolitiker. Kein Heimatbuch, aber ein Buch, das einem froh macht, weil man sich daheim fühlt.
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Paul Joos, Christoph Schwyzer:
Valendas
Die Welt im Dorf
Limmat Verlag 2011
ISBN 978-3-85791-646-5
CHF 48.–
www.limmatverlag.ch |
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Die Gefahr ruft |
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Nur wenige gehen z’Alp, weil es dort gefährlich ist. Während es im noch gefährlicheren Tal allerlei spezielle Ratgeber gibt wie «Der zerquetschte Velofahrer», «Gefahren auf dem Schulweg», «Die bedrohte Hausfrau», «Der zersägte Holzfäller» usw., fehlte bis jetzt der Gefahrenführer für die Älpler. Nun ist er da. Was macht man bei einem Schlangebiss, bei Verätzungen, Blasen, Splitterverletzungen, Verbrennungen, Prellungen, Tollwut usw. Wie stellt man sich eine Notfallapotheke zusammen und welche Bachblüten trinkt man dagegen. Was kann man bei Müdigkeit tun, wann hilft ein Quarkwickel, wie organisiert man eine Helikopterlandung und was ist eine Ernährungspyramide und eine Rettungskette usw. An manchen Stellen bleibt das Buch leider oberflächlich und eher geschwätzig, bietet in der letzten Konsequenz nicht die erwartet konkrete Hilfe.
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Birgit Bayer:
Ein Sommer auf der Alp
Nützliches und Heilsames für jeden Tag
Weber Verlag, Thun/Gwatt 2011
ISBN 978-3-909532-80-3
CHF 29.–
www.weberverlag.ch |
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Hymne an die Alp |
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Ein tolles Stimmungsbuch. Martin Bienerth hat in seinen viele Jahren z'Alp die verschiedensten Stimmungen in Bild und Wort eingefangen. Stimmungen am Morgen früh, im Nebel, beim zischenden Melken, bei Schneewetter, bei der Geburt eines Kälbli, beim Suhlen im Schottentrog, beim Heimwärts ziehen. Auch die Stimmungen zwischen Mensch und Tier und zwischen den Tieren untereinander werden spürbar. Stimmungen aus der Sicht des Älplers. Der Focus ist auf die Kuh, auf das Tier gerichtet. Menschen sind eher selten zu sehen. Aus den Worten klingt oft Begeisterung und Dankbarkeit für das Alperleben, manchmal auch etwas Kritik am Menschen und an seiner Gesellschaft. Das Buch lädt ein zum Staunen, Verweilen und Mitfühlen – eine wahre Hymne an die Alpwirtschaft. (Barbara Sulzer)
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Martin Bienerth:
Alp
himmelhoch – erdenschön
Alpsicht Verlag, Andeer 2011
ISBN 978-3-85932-655-2
CHF 44.90
www.alpsicht.ch/
www.fona.ch/shop |
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Schäfchen zählen |
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Ein typischer Haid. Der umtriebige Tiroler Bergbauer und Volkskundler hat hier ein breites Sammelsurium an mehr oder weniger Wissenswertem über das Schaf zusammengetragen: vom biblischen Opferlamm bis zum klimarelevanten Furzproblem, vom Beginn der ersten Züchtungen in der Jungsteinzeit bis zur modernen Schafwoll-Waschanlage, vom Schäferstündchen bis zur Bedeutung des Schafes in Werken der klassischen Musik – und natürlich bleibt auch der in Schaffell gekleidete Ötzi nicht unerwähnt. Das Buch bietet allerdings keine zusammenhängende Kulturgeschichte. Es ist vielmehr ein kulturwissenschaftliches Nachschlagewerk mit kurzen Texten zu den einzelnen Themen und einem Aufbau, der eigenen, nicht immer ganz nachvollziehbaren Haidschen Gesetzen folgt. Für Schafforscher und -interessierte trotzdem eine Schuhschachtel voller Fundstücke. (an)
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Hans Haid:
Das Schaf
Eine Kulturgeschichte
Böhlau Verlag, Wien 2010
ISBN 978-3-205-78442-5
CHF 30.–
www.cultura.at |
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Die widerlegte Lüge der Klimakuh |
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Äusserst wissenschaftlich, doch absolut (für fast jedermann/frau) verständlich und nachvollziehbar deckt Anita Idel die fatalen Umweltfolgen der propagierten Landwirtschaft auf. Sie widerlegt die These: «Das Methanrülpsen der Wiederkäuer sei ein Klimabelastung. Deshalb lieber eine Hochleistungskuh, statt zwei luftverpestende, niedertourige Kuhlein.» Denn bei dieser Behauptung wird ausgeklammert, was die Kraftfutterproduktion an Schadstoffe freisetzt: Die Monokulturen, die mit synthetischem Dünger und Pestiziden behandelt werden, sind allein schon 100te mal klimaschädlicher als rülpsende Kühe. Dass dafür ständigen neuen Regenwald fällt, Böden nachhaltig zerstört werden und Menschen lebensunwürdig krank gemacht werden, gar nicht zu sprechen. Hoffnungsvolle Beispiele runden das Buch ab, die durch Weidewirtschaft mit Wiederkäuern und dem leider zu wenig propagierten Wissen unserer Zeit die symbiotischen, biologischen und nachhaltigen Potentiale der Boden-Pflanzen-Tier-Beziehungen aufzeigen. (pw)
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Anita Idel:
Die Kuh ist kein Klimakiller!
Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können
Metropolis-Verlag, Marburg 2011
ISBN 978-3-89518-820-6
CHF 27.90
www.metropolis-verlag.de |
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Sechzehnmal unbesucht |
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Wenn du ÄlplerIn bist, nützt dir das Buch als Wanderführer wenig, du bleibst besser auf der eigenen Alp. Als Geschenk ist es aber optimal: Für Freunde, die du nicht zu Besuch haben willst. Bis sie die 16 Alpen bewandert haben, ist der Sommer um. Du musst keine Skrupel haben: Sie werden reich beschenkt. Nicht nur mit Wanderrouten quer und kreuz, rauf und runter zu samt und sonders Alpen aller Arten, nein auch mit viel Information zur Alpwirtschaft im Allgemeinen, zu Handwerk, Fusswerk und Gedankenwelt der ÄlplerInnen im Speziellen. Denn dies ist das Besondere an diesem handlichen Wanderführer: Es erzählt von den Alpleuten und ihren Geschichten, nicht von Gipfeln, historischen Stätten, alpinen Sehenswürdigkeiten. Und so gesehen, schenkst du dir das Buch am Besten selber und liest auf deiner Alp, was die anderen auf gleicher Höhe so tun.
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Michael T. Ganz und
Marc Valance:
Alpwandern
16 Touren zu Kuh-, Ziegen- und Schafalpen im Schweizer Alpenbogen
Werdverlag, Zürich 2011
ISBN 978-3-03781-025-5
CHF 32.90
shop.werdverlag.ch |
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Im Fadenkreuz |
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Die Jäger waren mir als Älpler nie besonders lieb, machen sich in der Hütte breit, tun einem mit Bier schön, um dann zu sagen, wo man mit dem Vieh weiden soll, feldstechern einem am Tage bis ans stille Örtchen nach. «Settembrini» ist ein Buch über die Jäger, über die Jagd, über das Töten und Entschwinden. Etwas genauer über die Zwilingsonkel von Leo Tuor, die unstandesgemäss ihren Homer gelesen haben und ihrem Neffen das Jagen und Schiessen beibringen als sei es die Essenz des Lebens. Ein Buch voll treffsicherer Weisheiten mit Schüssen schelmischen Augenzwinkerns. Rauh, bissig, närrische, träff.
Kostprobe: «Jäger und Hirt seien in ihren tiefsten Innern Heiden etwa gleichen Kalibers (...). Für beide sei das Kreuz eine rein praktische Einrichtung. Dem Jäger ein Faden linksrechts und einer von oben nach unten, im Schnittpunkt ein Tier. Dem Hirten eine senkrechte Holzlatte zum Ableiten des Blitzes und eine waagrechte zum Aufhängen der Hosen.» Nicht das mir jetzt die Jäger symphatischer wären, aber nun habe ich ein Buch, dass ich ihnen schenken kann, in der Hoffnung, sie werden mitlachen.
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Leo Tuor: Settembrini
Leben und Meinungen
Limmatverlag, Zürich 2011
ISBN 978-3-85791-624-3
CHF 38.–
www.limmatverlag.ch |
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Ein globalisierter Blick auf die Berge |
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Jon Mathieus Blick in luftige Höhen rund um die Welt gründet auf einem durch lange Forschungstätigkeit erworbenen Fundament an Wissen über die Gebirgsregionen und ihre BewohnerInnen. Nun legt er sich an einen Vergleich zwischen ausgewählten Bergregionen und rund um den Globus. Mathieu zeichnet dabei zum einen die Entwicklung der Wahrnehmung der Bergwelt nach – wobei die Entdeckung und teilweise Kolonisierung fremder Gebirgsregionen seit Beginn der Frühen Neuzeit durchaus auch den Blick auf die heimischen Höhen beeinflusste. Zum andern vergleicht er, mit viel Zahlenmaterial angereichert, u.a. die (Land-)wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen in verschiedenen Bergregionen von China über Afrika bis Südamerika in den letzten gut 500 Jahren. Gleichzeitig bietet die Studie einen Einblick in die Geschichte der verschiedenen Wissenschaftszweige, die sich dem Thema widmen und in die Vielzahl von privaten und staatlichen Organisationen, die sich für eine «nachhaltige» Entwicklung der Gebirgsregionen einsetzen. Man ahnts: Mathieus Studie ist keine Entspannungslektüre nach getaner Alparbeit, sondern nicht ganz leicht verdauliche Winterkost, auch wenn sie nicht allzu umfangreich und gut verständlich geschrieben ist. (an)
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Jon Mathieu:
Die dritte Dimension
Eine vergleichende Geschichte der Berge in der Neuzeit
Schwabe Verlag
Basel 2011
ISBN 978-3-7965-2711-1
CHF 58.-
www.schwabe.ch |
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In eigener Sache |
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«Wer einmal anfängt darin zu blättern, hört nicht so schnell wieder damit auf. Obwohl das Buch nur 13 Älplerinnen- und Älpler-Porträts enthält, spiegelt es das unglaublich breite Spektrum an Menschen wider, die Sommer für Sommer auf Schweizer Alpen arbeiten: Vom Aussteiger bis zum Traditionalisten, vom Einzelgänger bis zum Familienmenschen, vom 15- bis zum 90-Jährigen, vom Schulabbrecher bis zum Uniabsolventen.
Die Texte sind oft sehr erfrischend: «Die Bergler können nichts dafür, dass sie in einer Landschaft leben, die sich gut auf Tourismusprojekten macht.» Und manchmal so schlicht wie wahr: «Die Menschen sind kompliziert. Das Leben mit den Tieren ist eindeutig. Hau einem Rind auf den Arsch und es geht, dem Tätsch gehorchend, vorwärts.» Das Beste sind jedoch die Bilder: So nah. So ungestellt. So echt. Man ist dabei, geht mit, fühlt sich ein. Und weil die Personen nicht nur ein- oder zweimal abgelichtet werden, bekommt man ein ganzheitliches Bild von ihnen. Sogar die Winterhälfte des Älplerlebens findet da und dort Platz im Buch.» (Eveline Dudda im LID-Mediendienst)
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Hösli, Hugentobler, Dilloo, Dyttrich, Schwegler, Tanner:
Hirtenstock und Käsebrecher
Älplerinnen und Älpler im Portrait
zalpverlag, 2. Auflage Mollis 2011
ISBN 978-3-033-02385-7
CHF 74.–
www.zalpverlag.ch |
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Wer zwitschert, wer piepst, wer flattert? |
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Den Hausrotschwanz, der auf dem Balken deiner Alphütte sein Nest gebaut hat, kennst du vielleicht. Aber dieser unscheinbare Vogel, der dich und deinen Hund auf offener Weide nervös und aufgeregt piepend umfliegt – wer mag das sein? Solche Fragen zu beantworten kann dir das Buch helfen. Vorgestellt werden 130 Vogelarten aus dem Alpenraum. Damit ist der ganze Alpenbogen gemeint, in deinem Alpgebiet wirst du nur einen Bruchteil der Vögel antreffen. Umgekehrt findest du aber alle Vögel deiner Alp in diesem Buch.
Auf mindestens zwei Seiten ist jede Vogelart mit kurzen, fachlich fundierten Informationen beschrieben. Die meist sehr guten bis grossartigen Fotos zeigen die Vögel in ihrem Lebensraum und machen den eigentlichen Wert des Buches aus. Autoren sind drei Italiener, übersetzt wurde das Buch von einer fachfremden Person, was zu wenigen grotesken Sprachverwirrungen geführt hat. Aber das tut dem Wert des Buches keinen Abbruch. Mich hat es gefreut, dass aus Italien, einem Land mit hässlicher Vogeljagd, ein Buch kommt, aus dem Freude und Begeisterung für die Vogelwelt spürbar ist. (Thomas Mesmer)
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Bruno Caula, Pier Luigi Beraudo, Massimo Pettavino:
Vögel der Alpen
Der Bestimmungsführer für alle Arten
Haupt Verlag, Bern 2010
ISBN 978-3-258-07597-6
CHF 43.90
320 Seiten, ca. 600 Farbfotos
www.haupt.ch |
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Fünf Kilometer zur nächsten Kuh |
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Niemand sei mehr als fünf Kilometer von der nächsten Kuh entfernt, schreibt Marc Valance in diesem Band, der sich der Kuh nähert bis unter die Haut, bis in den Pansen hinein und von diesem wieder hinaus übers Euters, über die Fleischfasern in die industrielle Weiterverarbeitung. Kein Tier sonst, dass sich so vehement und allumgreifend in die schweizerische Seele eingenistet hat. Kein Tier sonst, dass wir so für unsere Zwecke (meist profitabel orientiert) zum Nutztier verbogen haben.
Man lernt ganz schön viel:
Wie die Kuh zum Schweizer kam, wer bei der Kuh der Ochse ist und welche Farben er hat, was die Götter mit der Kuh anstellen, wie die Kuh in die Dose und auf die Unterhose kam, wie sie unsere Landschaft mit- und umgestaltet, wie man eine Kuh folkloristisch kompensiert und warum die Kuh am Umweltproblem sowie am Butterberg schuld ist und warum wir ihr die Schuld geben. «Die Kuh hat ein grosses Maul, aber sie schweigt», sagt Krüsi. Da hören wir ihr gerne zu. Fünf Sterne von der zalp-Redaktion.
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Marc Valance:
Kühe
Schriftenreihe Vontobel-Stiftung,
Zürich 2010
gratis
www.vontobel-stiftung.ch |
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Zwölf Männer für zwölfhundert Schafe |
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Per Helikopter gelangen die zwölf Treiber ins Aljetschji, einer Hochgebirgsweide am Rand des Grossen Aletschgletschers, wo die zwölfhundert Schafe unbehütet ihren Alpsommer verbringen. Das Sammeln der Schafe mit Peitschen, aber ohne Hirtenhund, folgt uralten Bräuchen und Regeln, verlangt den Säckelmeistern, Sannern und Hilfssannern Tierkenntnis, Schwindelfreiheit und schweissnasse Socken ab. Kurz vor dem Eintreffen auf der Belalp werden die schönsten Schafe geschmückt, die Treiber frisch bekleidet. Als Helden des Tages werden sie und ihre wollene Gefolgschaft am Schäferfest erwartet, von massig angereisten Touristen und wenigen Schafbauern.
Schuppisser und Ganz begleiten den mehrtägigen Alpabzug, bleiben angenehm staunende Journalisten, biedern sich nicht der Folklore an, berichten spannend und lehrreich über das Ereignis, lassen die Treiber zu Worte kommen und schenken uns Daheimgebliebenen wunderschöne Bilder mit einem Sprutz Schalk. Ein gelungenes Buch.
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Thomas Schuppisser und
Michael T. Ganz:
embrüf, embri
Die Heimkehr der Schafe
Verlag hier+jetzt, Baden 2010
ISBN 978-3-03919-161-1
CHF 58.–
shop.hierundjetzt.ch |
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Sachbücher |
nach oben |
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93 Krankheiten |
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Umfassendes und übersichtliches Nachschlagewerk bei Krankheiten von Kleinwiederkäuer. 93 Krankheiten werden in einer leicht verständlichen Sprache beschrieben, dabei gehen die AutorInnen der Krankheitsentstehung und ihren Ursachen nach, beschreiben Vorkommen und Bedeutung, erläutern die Diagnose in Text und anschaulichen Bildern, zeigen Behandlungen und Vorbeugungen auf. Über das Inhaltsverzeichnis und das Register ist eine mögliche Krankheit schnell gefunden. Die Behandlungsbeschriebe orientieren sich an schulmedizinischen Methoden, homöopathische Behandlungen werden nicht aufgezeigt. Insgesamt ein sehr nützliches Buch, auch für die Alp.
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Krankheiten von Schafen, Ziegen und Hirschen
erkennen - behandeln - vorbeugen
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Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer, 2010
ISBN 978-3-033-02332
CHF 92.–
www.caprovis.ch |
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Über den weiten Alpenbogen |
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«Almen und Alpen» ist eine länderübergreifende Untersuchung zu fast allen Themen der Alpwirtschaft. Soviel Wissen war meines Wissens noch nie an einem Ort versammelt. Das Spektrum umfasst die Geologie, das Klima, die Topografie der Alpen, geht über zur Nutzung, erklärt Grund und Boden, Flora und Fauna, behandelt Beweidungsformen und deren Auswirkungen, zeigt ökologische Entwicklungen und menschliches Zutun auf, versucht Tendenzen und Möglichkeiten der Alpwirtschaft zu entwerfen. Kein Lesebuch, aber ein Nachschlagewerk für jeden Alpinteressierten, der sich noch wundern kann, was es alles zu wissen gibt. Das Heft umfasst 148 Seiten, die beiliegende CD enthält das gesamte Werk mit 1448 Seiten im PDF-Format zum gezielten durchsuchen. Mit ausufernd vielen Tabellen, Abbildungen und einer Bildergalerie der geologisch unterschiedlichen Alplandschaften.
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Alfred Ringler:
Almen und Alpen
Höhenkulturlandschaft der Alpen, Ökologie, Nutzung, Perspektiven
Verein zum Schutz der Bergwelt, München 2009
ISBN 978-3-00-029057-2
ca. CHF 60.–
www.vzsb.de |
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Kein Platz auf der Kuhhaut |
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Die Kuh muss für vieles hinhalten. Das wird klar bei der Lektüre dieses allumfassenden Buches über die Kuh in Geschichte, Kultur und Verwertung. Knapp 1,3 Milliarden Rindviecher grasen uns einen Viertel Nahrungsmittelanteil weg, alle zusammen sind mehr als doppelt so schwer wie die menschliche Masse und wir lieben sie einfach, die Kuh.
Es geht im Buch «um die Kuh als Handelsware, als Fleisch- und Milchlieferantin, als Sexualobjekt, als Werbefläche, als Heilige und Teufelin, als Sklavin, Seelntrösterin und Gefahr für die Umwelt». Intelligent geschrieben und gut zu lesen, auch wenn Kulturgeschichte eben nicht immer Krimispannung entspricht. Was der Autor an Wissen, Zahlen, Fakten, Mythischen und Literaturzitaten zusammenträgt, geht auf keine Kuhhaut. Wer die Kuh aber als lebendiges Wesen erfahren will, wer ihr Psyche kennenlernen will, der geht besser auf die Alp und auf die Weide - dort kann er das Buch dann immer noch lesen.
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Florian Werner:
Die Kuh
Leben, Werk und Wirkung
Nagel&Kimche im Carl Hanser Verlag, München 2009
ISBN 978-3-312-00432-4
CHF 34.50
www.hanser-literaturverlage.de |
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Lebensperspektiven in den Alpen |
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Eigentlich, so könnte man als Naturliebhaber meinen, ist es gut, wenn sich der Mensch weit in die Alpentäler zurückzieht und die Berge der Wildnis überlassen werden. Die Zukunft der Alpen liegt jedoch ganz entscheidend in den Händen der Menschen vor Ort, so mahnt Werner Bätzing, Professor für Kulturgeographie und einer der anerkanntesten Alpenexperten. Verlassen immer mehr Menschen entlegene Bergdörfer, so kommt die Landwirtschaft zum erliegen. Almweiden verbuschen und der Wald breitet sich unkontrolliert aus, die Biodiversität nimmt wahrscheinlich ab. Wirtschaftsgebäude, Siedlungen und Dörfer verfallen und der Erhalt von Saumpfaden und Wanderwegen wird immer aufwendiger, teurer oder sogar unmöglich. Mit den Bergdörfern stirbt die Kulturlandschaft und wenn überhaupt vorhanden, kommt danach der Tourismus zum erliegen.
Weltuntergangsgejammer hilft aber keinem, wenn Existenzen und ganze Landschaften bedroht sind. Deshalb werden im Buch zukunftsweisende Projekte geschildert, die den Menschen, die sich auf ein beschwerliches und hartes Leben in den Bergen eingelassen haben, Perspektiven, Mut und Kraft geben können. (Dr. Thomas Wardenbach)
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Werner Bätzing:
Orte guten Lebens
Rotpunktverlag, Zürich 2009
ISBN 978-3-85869-392-1
CHF 39.80
www.rotpunktverlag.ch |
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Gletscherluft und Molke |
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Das Leben auf der Alp kann auch heute noch hart sein. Die Lektüre von Jägers Studie, in der er in klassisch volkskundlicher Manier Berichte über das Leben auf den Tiroler Alpen vom ausgehenden Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts sammelt, öffnet einem allerdings einen Blick auf Lebensbedingungen, die nicht nur hart und durch vielerlei Gefahren geprägt, sondern grösstenteils auch durch Armut bestimmt waren. Das Tiroler Alpwesen war dabei keineswegs eine reine Männerwelt. Sehr zur Besorgnis der kirchlichen Obrigkeit setzte sich das Alppersonal nämlich oft aus ledigen Männern und Frauen zusammen, wobei nicht selten die Frauen das Sennereihandwerk ausübten. Die Alpen waren aber auch für viele Angehörige der ländlichen Unterschicht wichtig, die sich und ihre Angehörigen mit «Grasrupfen» (Wildheuen), dem Sammeln von Edelweiss und dem Ausgraben von Enzianwurzeln für die Schnapsbrennerei oder dem Erbetteln von Butter und Molke über die Runde bringen mussten. Man muss das leicht verständlich geschriebene Buch nicht unbedingt von vorne nach hinten lesen, sondern kann bestens darin «schneuggen» und sich an den vielen alten Scharz-Weiss-Fotografien erfreuen. (an)
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Georg Jäger:
Fernerluft und Kaaswasser
Hartes Leben auf den Tiroler Almen
Universitätsverlag Wagner,
Innsbruck 2008
ISBN 978-3-7030-0443-8
CHF 49.90 |
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Ich Alp du Alp wir Alpen |
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«Wir Alpen» ist kein Buch über Alpbetriebe und deren geschäftige Hirten und Sennerinnen, sondern ein Bündel an Reportagen über gewiefte Zeitgenossen, die an die Zukunft glauben. Allen gemein ist
ihr Wohn- und Arbeitsort im Alpenbogen zwischen Wien und Nizza. Das Buch fächert 15 kreative Projekte auf, sozial, klimaneutral und wirtschaftlich erfolgreich: Nachhaltige Erdbeeren in Grenoble, ein Onlineversandhaus im Puschlav, vom Quecksilberabbau zum Hightechanbau im slowenischen Idrija, Zweitwohnungsverwertung in St. Moritz, ein Bonus-System für radfahrende Mitarbeiter in
Liechtenstein. Ein Buch voll Engagierter zum Hoffnung schöpfen, die Zahlen im zweiten Teil erzählen jedoch die Geschichte des serbelnden Berggebietes. Also Engagierte: Rein ins Gebirge.
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Wir Alpen!
Menschen gestalten Zukunft
Herausgeber: CIPRA 2007
ISBN 978-3-258-07263-0
CHF 36.–
www.cipra.org |
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Soweit der Schall reicht |
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Am häufigsten wird der heilige Wendelin gefordert, dicht gefolgt vom Säu-Toni, auch der Bruder Klaus wird angerufen und vorne dran wird Maria gegrüsst: Der Betruf hilft dem Älpler nach getaner Arbeit seine Verantwortung diversen Heiligen in die Hände zu legen. Tonisep WyssMeier präsentiert nach zwanzig Jahren Recherche eine Sammlung von 134 Alpsegen aus dem deutschsprachigen und rätoromanischen Alpenraum. Ergänzt durch Geschichtliches, Sagenhaftes, Statistisches, Katholisches und sogar Reformiertes rund um den Betruf.
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Tonisep Wyss-Meier:
Der Betruf
Appenzeller Volksfreund, Appenzell 2007
ISBN: 3-9522456-6-6
CHF 45.–
www.dav.ch |
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Standardwerk zum Alpenbogen |
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Werner Bätzing schildert, wie die Alpen als Lebens- und Wirtschaftsraum und als Kulturlandschaft entstanden sind, wie diese im 19. und 20. Jahrhundert durch Tourismus, Industrie, Städtewachstum, Verkehr und den Zusammenbruch der Berglandwirtschaft vollständig verändert wurde (und wird), und er stellt die aktuelle Situation und die heutigen Probleme der Alpen im Überblick dar. Daraus entwickelt er Perspektiven, wie die Alpen als eigenständiger und eigenverantwortlicher Lebensraum in Europa in Zukunft gestärkt und aufgewertet werden können.
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Werner Bätzing:
Die Alpen
C.H. Beck Verlag oHG Biederstein Verlag, München 2003
ISBN 3-406-50185-0
CHF 62.–
www.chbeck.de |
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Ein Winkel voll Herrgott |
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Das Buch «Geister, Bann und Herrgottswinkel» zeigt mit vielen Bildern, Informationen und Geschichten, wie sich unsere Vorfahren gegen Geister, Gespenster und andere Bedrohungen zu wehren versuchten. Es erzählt von Zauberbüchern, von christlichen und vorchristlichen Symbolen in Haus und Stall, von Geisterzimmern, von starken Kreuzen, Medaillons und Amuletten, von Kraft besonderer Kräuter, von Zauberwurzeln und Hufeisen, von Lärmbräuchen, von Fruchtbarkeitsritualen und Liebeszauber.
Das Buch führt die LeserInnen auf eine Gratwanderung zwischen Glauben und Aberglauben und animiert zu einer spannenden Auseinandersetzung mit unserer «geistigen» Heimat. Ein sagenhaftes Sagenbuch.
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Hanspeter Niederberger, Christoph Hirtler:
Geister, Bann und Herrgottswinkel
Brunner Verlag edition magma, Giswil 2000
ISBN 978-3-905198-54-6
CHF 54.–
www.edition-magma.ch |
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Von einem, der noch hin ging |
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Richard Weiss, langjähriger Schüler und Lehrer am Schierser Gymnasium und später erster Professor für Volkskunde an der Universität Zürich, hat als einer der ersten die Alpwirtschaft nicht aus rein ökonomischer, agrartechnischer Sicht betrachtet, sondern stellte die ÄlplerInnen und deren Kultur in den Mittelpunkt seiner Untersuchung. Entstanden ist dabei nicht etwa eine abgehobene wissenschaftliche Abhandlung, sondern eine reiche und spannende Sammlung dessen, was der Autor auf den unzähligen besuchten Alpen, aus mündlichen und schriftlichen Quellen vorfand. Von der Beschreibung der Bewirtschaftungsarten, Gerätschaften und Einrichtungen über die rechtliche Organisation und historische Entwicklung zu Arbeits- und Lebensweise des Alppersonals lernen wir ein Alpwesen kennen, wie es sich bis in unser Jahrhundert hat halten können, und auf dessen Überbleibsel wir auch heute immer wieder stossen.
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Richard Weiss:
Das Alpwesen Graubündens
Neudruck der Originalausgabe von 1941 im Octopus Verlag, Chur 1992
ISBN 3-279-00525-6
CHF 58.–
www.octopus-verlag.ch |
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Gefährliche Alpen |
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Hans Haid ist Biobauer im Tiroler Ötztal, unermüdlicher Kämpfer gegen die Zerstörung des Alpenraumes, Volkskundler, Dichter und Querdenker. Die zusammen mit seiner Tochter Barbara Haid verfasste Kulturgeschichte der Naturkatastrophen im Alpenraum ist denn auch weniger eine wissenschaftliche Studie, als eine aus alten Erzählungen, Chroniken und Zeitungsberichten zusammengetragene, reich bebilderte Sammlung von Murgängen, Berg- und Felsstürzen, Stürmen und Erdbeben von der vorgeschichtlichen bis zur heutigen Zeit. Aber auch die Rolle der Menschen kommt nicht zu kurz. Zum einen als Verursacher, sei es direkt durch unvorsichtiges Handeln oder indirekt durch den Klimawandel. Zum anderen in ihrem Versuch, das Unheil zu erklären und sowohl mit Beten und Bittgängen wie mit technischen Mitteln zu verhindern. Dabei scheuen sich die Beiden nicht, zwischendurch mit einem gehörigen Schuss Pathos ihrem Heiligen Zorn gegen die modernen Katastrophen der Umweltzerstörung und des winterlichen Massentourismus freien Lauf zu lassen.(an) |
Barbara und Hans Haid:
Sindt-Fluss
Eine Kulturgeschichte der Naturkatastrophen im Alpenraum
Nagel & Kimche, Zürich 2010
ISBN 978-3-312-00453-9
CHF 49.50
www.studienverlag.at |
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Handbücher |
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Unverzichtbar |
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Mehr als 40 Autorinnen und Autoren bringen im Neuen Handbuch Alp ihr Wissen ein, vermitteln praktische Tipps und sinnieren über das Leben oberhalb der Waldgrenze. Oft mit einem Augenzwinkern, immer aus der eigenen Erfahrung heraus, griffig, kompetent, überraschend.
Das Standardwerk für Alpneulinge und Interessierte an der Alpwirtschaft. Neben Tipps und Tricks für Alpleute in allen Bereichen vom Anstellungsvertrag bis zum Klauenverband enthält das Buch in vielen Erzählungen und Betrachtungen ein Stück moderne Lebensart auf über 2000 Meter. Fast alle Schreibenden sind oder waren selber z’Alp. Ein Buch, das quietscht wie ein Mund voll trockener Käsekörner und dampft wie ein Kuhfladen in der Morgenfrische, ein Buch für 100 Tage Alp oder eine durchwachte Nacht. |
Neues Handbuch Alp
Handfestes für Alpleute, Erstaunliches für Zaungäste
zalpverlag 2007
512 Seiten, viele Schwarzweiss-Bilder und Illustrationen
ISBN 3-033-00443-1
CHF 49.–
www.zalpverlag.ch |
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All die schönen Blüemli fressen |
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Auf der Alp frisst das Vieh Pflanzen, die einen gerne, die andern weniger. Älpler und Älplerin schauen zu und wundern sich, was es auf der Alp alles für Gräser und Blumen gibt. Das Buch «Wiesen- und Alpenpflanzen» des Wiesenökologen Walter Dietl (Reckenholz) mit vielen Detailzeichnungen von Manuel Jorquera und über 1000 Fotografien. Darin werden gut 600 mitteleuropäische Pflanzen porträtiert. Dietl geht dabei nicht nur auf die Merkmale der einzelnen Arten ein, sondern auch auf ihren futterbaulichen Wert und die Bedeutung für bestimmte Schmetterlinge, Wildbienen und andere Mitglieder der Lebensgemeinschaft. Man erfährt, welche Pflanzen giftig sind und wie sich gefährliche Pflanzen zurückdrängen lassen, dass das Alpen-Kreuzkraut auch Blutzge oder Bütschel heisst, das Heidekraut eine Zeigerpflanze für zu späte oder zu schwache Beweidung ist, und dass der Blütentee der Spierstaude ähnlich wirkt wie Aspirin. Im Hauptteil des Buches führt ein Bestimmungsschlüssel anhand der Blätter durch die Pflanzenwelt, im zweiten Teil werden dann etwa 150 Arten genauer behandelt. |
Walter Dietl und
Manuel Jorquera:
Wiesen- und Alpenpflanzen
Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau (FAL Reckenholz) 2003
ISBN 3-03888-034-5
CHF 59.-
www.edition-lmz.ch |
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Blumenmemory |
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Die Alpleute sind schuld, dass die Alpweiden so artenreich sind, nicht unbedingt die heutigen, aber sicher die gestrigen. Für viele Insekten und andere Alpweidenbewohner wie -benutzer ist das ein
schöner Lebensraum, für ÄlplerInnen, die alle Gräser, Kräuter und Blumen kennen wollen, eine arge Herausforderung. Natürlich sind einem mit den Jahren all die Pflanzen, die da gefressen, verstampft, verkuhfladet werden bekannt, nur die Namen «wie hiess das Teil da mit den ausgefransten Blütenblätter schon wieder...» kennt man nicht. Wer eher chaotisch veranlagt ist und die straffe Ordnung eines Buches mit Seite an Seite als langweilig empfindet, kann jetzt mischeln, ausgeben, ziehen, verstreuen und die MitälplerInnen abfragen. Das macht Spass und man vergisst, dass man auch noch Kartenhäuser bauen könnte. Neben der Pflanzenbestimmung berichten die Karten zudem von Weidetypen, Bodenbeschaffenheiten und nachhaltiger Alpweide-Bewirtschaftung. Im handlichen Schuber hatte es sogar noch Platz für zehn Postkarten zur Alpenhüttenverzierung.
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Karl Waser und Walter Dietl: Lernkarten zum Buch Wiesen- und Alpenpflanzen
Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale LmZ, Zollikofen 2006
ISBN 3-907821-38-6
CHF 29.-
www.edition-lmz.ch |
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Nachschlagen bis zum Anschlag |
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Das «Handbuch Schweizer Alpen» ist vier Bücher in einem. Pflanzen, Tiere, Gesteine und Wolken sind zur näheren Bestimmung bereit, können nachgeschlagen und aufgefunden werden. Zu den jeweiligen Kapiteln gibt es eine knappe, aber informative Einführung. Der Inhalt wirkt etwas gedrängt, die Angaben zu einer Pflanze oder einem Tier sind kurze Weide. Wer mehr wissen will, zum Beispiel über den Bartgeier oder die Trichterlilie, muss weiterführende Literatur beiziehen. Aber man will ja nicht immer alles wissen, oder. Ein Plus des Buches ist seine Herkunft. So ist bei den Detailangaben das Verbreitungsgebiet auf einer Schweizerkarte angegeben. Gut gefallen uns die Einführungstexte. Man kann über die Lebenswelt der Alpen viel lernen ohne mit wissenschaft- lichem Jargon vergrault zu werden. Wer Kombipacks liebt, bekommt mit dem Buch einen treuen Begleiter.
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Heinz Staffelbach:
Handbuch Schweizer Alpen
Pflanzen, Tiere, Gesteine und Wetter
Haupt Verlag, Bern 2008
ISBN 978-3-258-06895-4
CHF 66.–
www.haupt.ch |
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Homöo statt Antibio |
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Wer Homöopathie anwendet oder anwenden will, findet im vorliegenden Büchlein einen kurzgefassten, aber informativen und verständlichen Helfer. Es ist handlich im Format und hat einen Umschlag, der Dreck und Blutspritzer übersteht. Es nimmt im Besonderen Bezug auf die Homöopathische Stallapotheke, die bei OMIDA erhältlich ist, funktio- niert aber auch mit anderen Stallapotheken und eigenen Zusammenstellungen. Man kann wahlweise nach der Krankheit oder nach dem Mittel nachschlagen und findet wichtiges Wissen rund um die Homöopathie. Ein Glossar beschreibt die häufigsten fachtechnischen Ausdrücke und eine übersichtliche Tabelle hilft einem bei den Beurteilungskriterien: Wann soll ich selber behandeln, wann den Tierarzt, die Tierärztin rufen. Rechteckig, praktisch, gut.
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Flury, Gisler, Knüsel u.a.: Handbuch zur homöopathischen Stallapotheke
OMIDA AG, 6403 Küssnacht
ISBN 978-3-033-01106-9
CHF 77.–
www.omida.ch |
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Wenn die Rösti anbrennt |
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Soll man lesen oder kochen? Eine Frage, die sich ohne dieses Buch kaum stellt, damit aber schon. Denn die erste Hälfte ist voller Alpgeschichten, Tagebuchaufzeichnungen, Sagen, Fotos und persönlicher Gedanken des Älplers Martin Bienerth: zum Hüten in früherer und heutiger Zeit, zur Kuh unbedingt mit Horn, zur Milch, zur Butter, zum Käse, zum Ziger und dem Alpschwein als Veredelung von Schotte und missratenen Alpprodukten. Angenehm authentisch und älplerisch, da schreibt kein Alpfunktionär, kein Wissenschafter oder Journalist, da schreibt einer aus seinem selbsterlebten Alptag.
Im zweiten Teil folgen die Rezepte. Eine hübsch bebilderte Zusammenstellung einfacher Choscht. Solides Kochfundament bäuerlicher Küche mit ein paar kreativen Perlen. Insgesamt knapp 30 Zmittags mit 17 Suppen und 22 Desserts, das sollte für einen Sommer frei von Gaumenlangeweile reichen.
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Martin Bienerth:
Alpechuchi
Fona Verlag, Lenzburg 2010
ISBN 978-3-03780-420-9
CHF 34.90
www.fona.ch |
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Alles auf über 100 Karten |
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Die HerausgeberInnen laden zum Studium der Unterschiede und des rapiden Wandels von Raum und Gesellschaft ein, dem gerade der Alpenraum in besonderem Masse unterliegt. Der erste Alpenatlas enthält mehr als 100 vierfarbige, alpenweite Karten zu den Bereichen Soziales, Wirtschaft und Umwelt. Themen wie etwa Besiedlungsentwicklung, Erwerbssituation, Landschaftszerschneidung oder Arbeitsmarktsituation werden mit diversen Indikatoren dargestellt und von ExpertInnen in fünf Sprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch, Slowenisch und Englisch) interpretiert. Zielpublikum des Atlas sind Wissenschaftler in Geographie, Tourismus, Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Alpen, Politikerinnen und interessierte Laien. Der Alpenatlas stellt mit länderübergreifenden Daten und Vergleichskarten eine aktuelle und solide Grundlage bei Fragen rund um den Alpenbogen dar.
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Ulrike Tappeiner, Axel Borsdorf, Erich Tasser:
Alpenatlas
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2008
ISBN 3-8274-2004-0
CHF 77.50
www.springer.com |
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Antenne einschrauben |
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Schau der Kuh in die Augen, Hirt und Hirtin. Schau ihr auf die Beine, schau wie sie geht, wie sie frisst, wie sie aufsteht, schau ihr auf die Zitzen, fass ihr an die Nase, lupf ihr den Schwanz und kraule sie einfach mal hinter den Ohren... Jan Hulsen gibt in seinem Buch «Kuh-Signale» praktische Tipps zur Kuhbeobachtung. Obwohl man meinen würde, dies wäre aus einem Buch nicht zu lernen, ist man doch verblüfft, auf wieviele Details man hingewiesen wird. Das geht von der Kotbeurteilung über die Beinstellung bis zum Sozialverhalten innerhalb der Herde. Zu einem grossen Teil geht es im Buch um die Kuh im Stall, in der Liegeboxe und am Melkroboter. Trotzdem kann der Hirt und die Hirtin manches zum Kuhverhalten lernen, die Sinne für Krankheitssymptome schärfen. Am wichtigsten ist wohl, sich Zeit zu nehmen und zu beobachten. Wer rennt sieht nicht. «Rund um die Uhr geben Kühe wertvolle Informationen ab, wenn man dafür die richtige Antenne besitzt.»
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Jan Hulsen:
Kuh-Signale
Krankheiten und Störungen früher erkennen
Hardcover
viele Farbbilder und Grafiken
ISBN 978-90-75280-54-8
CHF 59.–
www.cowsignals.com |
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Alpkataster |
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Mit einem 1.7 kg schweren Wälzer durch das Diemtigtal |
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Einem Alpkataster haftet der säuerliche Geruch verstaubter Papiere an. Dass man mit einem modernen Bilder- und Lesebuch Alpen auflisten und anpreisen kann, zeigen Ernst Roth und Beat Straubhaar mit ihrem Buch über die Diemtigtaler Alpen. Die zwei durchstreifen seit Jahren die Berner Oberländer Alpen (siehe die Reihe z’Bärg), spienzeln dabei mit gespitztem Bleistift und neugieriger Kamera in Alphütten, Käsekeller, Wohnstuben und Ställe. Wieviele Alpenblumen ihren forschen Schuhen auf all den Weiden schon zum Opfer gefallen sind - wer weiss.
Neben dem Portraitieren der über hundert Alpen im Diemtigtal geht es im Buch auch und vor allem um ÄlplerInnen, Tiere und Gerätschaften. In den 1500 Bildern wird kaum ein Älplergrind, ein Kuhschwanz, eine Sauschnorre oder eine Holzgebse ausgelassen. Um die Alpportraits ranken sich Texte zur Geschichte der Diemtigtaler Alpen, zur Alphüttenarchitektur, zur Ökologie, zur Wirtschaft, zum Tourismus. Wer sich für diesen Teil der Alpenlandschaft interessiert oder sie kennenlernen will ein hübsches Geschenk, das man sich gerne auch selber macht. |
Ernst Roth und
Beat Straubhaar:
Alpwirtschaft Diemtigtal
Tiere–Menschen–Landschaften
Weber AG Verlag, Gwatt/Thun 2009
ISBN 978-3-909532-54-4
CHF 69.–
www.weberverlag.ch |
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Alpen im Sarganserland |
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Die Bilder von Peter Donatsch zeigen die Alpwirtschaft vom wasserpumpenden Widder über den stolzen Sennen bis unter das Flotzmaul. Da ist es oft neblig, schwitzig, touristenwimmelnd, auch mal einsam oder einfach voller Kuhscheisse. Man steigt mit ihm in den Käsekeller, in die Regenhose, auf den Töff und auf den Berg, rennt Rindern hintennach oder lässt sich von Landschaften berühren, die weit über den Buchrand hinaus bis ins eigene Erleben reichen.
Auch in den Texten gibt sich das Buch umfassend: Übers Wetter, übers Wasser, übers Käsen, übers Kühern, von Alpsagen und Alpsegen, von Älplern und Älplerinnen. Dazu gibts ein Glossar und eine Übersicht der 93 Alpen mit Kartenmaterial und Detailinfos. |
Peter Donatsch, Agnes Schneider, David Imper, Jürg Hoby, Philippe Stäuble, Markus Hobi u.a.
Alpen im Sarganserland
Herausgeber: St. Gallischer Bauernverband 2008
ISBN 978-3-033-01668-2
CHF 48.-
Sarganserländer Druck AG, Mels
Tel. 081 725 32 32
druckerei@sarganserlaender.ch |
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Sixpack z’Bärg bis über die Grenzen des Kantons Bern |
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«Chaslepbalg, Senntum 3512/S 2230» – eine der 117 Sennten im Buch «Käsealpen des Amtes Obersimmental» aus der Reihe: «Wege zum Alpkäse» mit erklärungswürdigem Namen. Die Telefonnachfrage bei Ernst Roth fördert zu Tage, dass der Namen «Chaslepbalg» nicht restlos gesichert gedeutet werden kann. Der erste Teil des Wortes «Chaslep» oder Chaslup meint auf berndeutsch «Chäslab». Der «balg» könnte aus zungenbrecherischen und bartmurmelnden Motiven von «alp» zu «balg» geworden sein – Ergebnis einer schnell dahingesagten Sprachschnoddrigkeit. Zwei stimmlose «p» kurz aufeinanderfolgend sprechen sich nicht besonders gut. Wer jetzt noch wissen will, welcher Obersimmentaler-Alpkäse wo und wie und bei wem zu kaufen ist und wer ihn auf welcher Alp gemacht hat, der findet alle Angaben im superschönen und reich bebilderten «z’Bärg-Buch». |
Ernst Roth und
Beat Straubhaar:
z’Bärg
Wege zum Alpkäse Band 1-6
www.weberag.ch |
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Prättigauer Alplandschaften |
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AutorInnen wie auch der Fotograf bemühen sich um eine Gegenwartsaufnahme der Alpwirtschaft. Dringt man weiter in den Text vor, liest man von Streitereien im Team, einsamen Hirten, Wetterumstürzen, neuen wilden Tieren, einer Prüfung der Alpwirtschaft auf Wirtschaftlichkeit und sich talwärts bewegenden Fleischpreisen. Was das Buch zu einer Ausnahme im alpwirtschaftlichen Büchermarkt macht, ist die gelungene Zusammenführung von Älplern und Sympathisanten. Während die häufigste Alpliteratur eine Umgarnung potentieller Touristen darstellt, oder seltener ein Reigen individueller Älplererlebnisse erzählt, kommen hier AutorInnen zu Wort, deren ehrliche Alpverbundenheit spürbar wird. Martin Bienerths Geschichtsschreibung des weissen Goldes oder Barbara Sulzers Annäherung an den Älpler sind Liebeserklärungen an ein Leben und Arbeiten in einer letztlich vernünftig gebliebenen Welt. Das bewegt Alpleute, Bauern und diesen zugewandte gleichermassen. |
Prättigauer Alpen
Zwischen Stürfis und Obersilvretta, Frömdvereina und Zanutsch
Bauernverein Prättigau 2004
ISBN 3-033-00175-0
CHF 49.–
www.drucki.ch/shop/ |
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Einskommazweifünf Kilo Alpen |
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Dieses dicke Werk enthält die Auflistung und Beschreibung aller Alpen im Kanton Appenzell Innerrhoden mit Angaben über Besitzer, Bewirtschafter, Gebäulichkeiten usw. Beschrieben werden auch die Bedeutung, Rahmenbedingungen, Nutzungsformen der Alpen und vieles mehr.
416 Seiten in Farbe. Da ist jeder Gaden des kleinen Halbkantons drin. Im Gegensatz zum Käsealpenkataster «z'Bärg» geht es nicht um die Vermarktung von Alpprodukten und Alplandschaften, sondern um eine akribisch aufgeführte Bestandesaufnahme der Alpen in Appenzell Innerrhoden. |
Josef Inauen:
Innerrhoder Alpkataster
Die Alpwirtschaft in Appenzell I.Rh.
Volksfreund 2004
ISBN 3-9522456-2-3
CHF 56.–
www.dav.ch |
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Alpi ticinese |
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Una guida completa di quasi 500 pagine degli alpeggi ticinesi (compreso qualcuno sul confine in territorio italiano) che resta insuperata nel suo genere. Ogni alpeggio è presentato nei suoi vari aspetti con interessanti dettagli sulla tipologia cesearia, i fabbricati, l'accessibilità, le mete escursionistiche i personaggi che lo gestiscono. Numerosissime fotografie di uomini, donne, animali, formaggi, fabbricati, paesaggi. Un opera che rappresenta una fotografia molto dettagliata della realtà dell'alpeggio ticinese che vale più di tante statistiche ufficiali. Peccato che la messe di dati comprende tanti elementi «volatili» (i caricatori e i casari cambiano, così come il carico animale) e che a distanza di 10 anni molte cose sono cambiate. |
Alpi e formaggi delle nostre montagne
Salvioni arti grafiche edizioni, Bellinzona 1997
ISBN 88-7967-021
CHF 65.–
www.salvioni.ch |
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Luzerner Einsichten |
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Von Luzern kennen wir die Kappellbrücke, das KKL und den Pilatus, dass es auch noch 266 Alpen gibt, ist eher unbekannt. Der Kultur- und Wanderführer «Schöne Aussichten» lockt im handlichen Taschenbuchformat auf diese Alpen. Japaner werden nicht nur die Speicherkarte ihrer Canon füllen, sondern auch braune Flecken von Kuhfladen auf ihren Nike-Schuhen mit nach Hause nehmen. Der Führer ist weit mehr, als ein Alp- und Alpkäsevermarkter. Er zeigt schwitzende Höhengastarbeiter beim Kamera-Lachen, erzählt Geschichten und Sagen, setzt sich mit der Alpwirtschaft in Nostalgie und Entwicklung auseinander, plaudert über Wetter, Alpleben und Unkräuter. 30 Alpen sind kartografisch erfasst und laden zum Erwandern ein. Wer im Kanton Luzern z’Alp will, kann sich das jetzt vom Sofa aus nochmals überlegen, wer nicht will, wird vielleicht eines besseren belehrt und luzernisch einsichtig. |
Schöne Aussichten
Kultur- u. Wanderführer Luzerner Alpen
Druckerei Schüpfheim AG, Schüpfheim 2005
ISBN 3-907821-31-9
vergriffen |
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Rohmzonne |
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Ein Alpkataster, der weder trocken noch langweilig ist, sondern reines Lesevergnügen. Eugster-Kündig nimmt den kommenden Alpkatastern eine populäre, lesbare Form vorweg. Hier geht's nicht nur um Zahlen, sondern auch um Menschen, die meisten männlicher Natur. Einen davon sieht man sogar kochen, einen «Fenz», die «Rohmzonne» übernimmt dann wieder eine Frau. Aufgbaut ist der Katatster wie gewohnt: Pro Alp ein Bild, dazu die Angaben zum Eigentümer und Bewirtschafter, Bestossungszahlen, Nutzung und Fläche, ergänzt mit einem kurzen Alpbeschrieb und geschichtlichen Notizen. |
Hans Eugster-Kündig:
Die Alpen im Kt. Appenzell Ausserrhoden
Schläpfer & Co. AG, Hersisau 1993
ISBN 3-85882-083-0
vergriffen |
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Belletristik |
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Menschen am Berg |
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Acht Geschichten und Reportagen über Menschen, die am Berg leben oder eine Beziehung zu den Bergen haben, darunter ein Portrait der Älplerfamilie Wehrli aus dem Jura: «Die Tiere und der Berg brauchen uns. Es ist ja sonst keiner da.» Exakte Beobachtungen von Menschen am Berg, die von ihm gefangen, begeistert oder einfach mit ihm unumstösslich verbunden sind. Ein hübsches Stück Buch, ein manchmal wehtuend melancholisches Stück Literatur, eine schlussendlich persönliche Annäherung der Autorin an den Berg, den sie in der Kindheit verabscheut hat.
Eigentlich müsste das schief gehen, wenn eine Städterin in die Berge zieht um Menschenleben schriftlich zu fixieren. Da müsste es kitschig, heimelig und donnergrollend werden. Aber Melanie Mühl recherchiert die Fakten und schmückt ihre Geschichten mit teilnehmenden Respekt vor den Menschen, die ihr schlussendlich doch fremd bleiben. Unsere Buchempfehlung. |
Melanie Mühl:
Menschen am Berg
Nagel & Kimche, Zürich 2010
ISBN 978-3-312-00453-9
CHF 26.90
www.hanser-literaturverlage.de |
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Siebenmal Sommer und siebenmal Winter |
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Die Sontga Margriata ist eine jener Sagengestalten, die als Junge verkleidet auf einer Alp arbeitet und im siebten Sommer vom Handbub als Frau erkannt wird. Der Bub widersteht allen Versprechungen Sontgas zu Glück und Wohlhaben, falls er das Geheimnis wahre. Er jedoch beharrt darauf, es dem Senn zu erzählen. So verlässt Sontga Margriata die Alp und zurück bleiben Geröll und Gletscher.
Ausgehend von der Sage erzählt
Paul Bänziger die Geschichte neu. Sieben Sommer steigt Ingy Agni, ein Zwischenwesen, eine Diale, auf die Blumenalp. Den Winter verbingt sie mit mythischen Gestalten in einer Zwischenwelt. Als Zusenn hält Ingy schützend ihr Hand über Vieh, Alp und Käse. Auf die MitälplerInnen wirkt sie verwirrend und erotisch, oft auch philosophisch erhellend. Die wiederkehrenden Sommer nimmt Bänziger zum Anlass, den menschlichen Fortschrittsglauben exemplarisch auf dem kleinen Platz Alp aufzuzeigen. Fegt Unwetter die Alpgebäude weg, tauchen alsbald Baumaschinen auf. Dabei bleibt wenig Raum für feinstoffliche Wesen. Ingy selber versucht sich in der vorgeschriebenen Sage zurecht zu finden, ist sich ungewiss, ob sie Sontga Margriata ist oder ihr nur gleicht. Die Geschichte ist spannend zu lesen, man taucht in den Kosmos der mythischen Welt ein, ohne dass es zu esoterisch wird. Schön, wie ÄlplerInnen und BäuerInnen erheiternd beschrieben sind. |
Paul Bänziger:
Die Sommer und Winter der Sontga Margriata
IKOS-Verlag, Theilingen 2002, geb., 448 Seiten
CHF 39.–
ISBN 3-906473-17-1
www.libroplus.ch
www.amadea.tv |
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Gewaschener Berg-Thriller |
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Es geht um Wasser, um ein Wellness-Ressort, um eine Epressung, um die Umweltzerstörung, und um Liebe und Familie. Augstburger rast in schweizerisch ungewohnter Thriller-Manier vom Ausgangspunkt der Klimaerwärmung mit Hilfe verzweifelter Menschen rund um die Familie Borer einer Naturkatastrophe entgegen, die dann doch noch und irgendwie im Happy-End endet. Er beschliesst damit seine Berg-Trilogie, angelegt mit den Büchern «Schattwand» und «Graatzug». Angelpunkt ist das knapper werdende Gut Wasser, mit dem sich Geld verdienen lässt, wenn es zum Eigentum wird (wie das Nestle ja gerne möchte). Ob dies mit verbrecherischen Methoden oder durch Kauf geschieht, spielt nur am Rande eine Rolle.
Nach meiner Begeisterung bei «Graatzug», hält sich diese bei «Wässerwasser» in Grenzen. Die Personen agieren nicht mehr aus sich selber heraus, sondern folgen dem angelegten Plot. Sie wirken daher etwas entseelt, wie dies eben bei zu starkem Focus auf die Spannungserhaltung einer Geschichte geschehen kann. |
Urs Augstburger:
Wässerwasser
bilgerverlag, Zürich 2009
CHF 39.–
ISBN 978-3-03762-006-9
www.bilgerverlag.ch
www.schriftsteller.net |
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Garantiert nicht romantisiert |
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Wer einen fliessenden Alproman ohne Ecken und Kanten erwartet, wird mit «Sez Ner» von Arno Camenisch nicht glücklich werden. Wer sich allerdings einlässt auf die eindringliche Wirklichkeit dieser Alpzeit in der Surselva, findet Gedankenfetzen die vorüberschweben, Erinnerungssplitter die weh tun oder Tagesrückblicke die Schmunzeln auslösen. Überrollten mich Düsternis und Lieblosigkeit beim Lesen, liess ich meine Augen schweifen und genoss den zu drei Vierteln unverständlichen romanischen Text auf der linken Seite.
Ein guter Einstieg in den «Sez Ner» ist der Besuch einer Autorenlesung. Camenischs sonore Stimme, in Rumantsch und verschweizertem Deutsch, tröstet über die garantiert nicht romantisierte Atmosphäre auf der Alp hinweg und löst Neugierde aus. Wie geht’s wohl weiter mit der Nachbarhirtin, die ihren Hund zum kastrieren gebracht hatte und dem Zusennen, der dem sennenden Grobian entflieht und mit ihr die Alpliebe geniesst? Gibt’s noch mehr Lebensweisheiten vom alten Linus, wird die Antenne bis zuletzt halten, und wieso flicken sie die Karette nicht? Wehrt sich der geplagte Schweinehirte endlich und behält der Kuhhirte den Weitblick trotz endloser Arbeit? Ich fische links und rechts lesend nach Kuhnamen, versuche mich an rätoromanischer Aussprache und suche Stellen zum einhaken und wohlig fühlen, weil es doch auch so schön sein kann. (eh) |
Arno Camenisch:
Sez Ner
Urs Engeler Editor, 2009
CHF 36.–
ISBN 978-3-938767-63-4
www.arnocamenisch.ch
www.engeler.de |
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Am Schluss sind alle tot |
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Zwanzig Jahre nach einem schrecklichen Unglück beschliessen die Einwohner eines Dorfs im Wallis, ihr Vieh wieder auf die Alp Sasseneire hinaufzuschicken. Dort bahnt sich bald neues Unheil an: Eine Seuche bricht aus, die Sennen sind zu strikter Quarantäne gezwungen, einer nach dem andern erliegt der Angst oder verfällt dem Wahnsinn. Mit unheimlicher Magie erfasst dieser 1926 erstmals publizierte grosse Bergroman seine Leser.
«Besonders ist auch das poetisch dichte Erzählen: gleich einem rasch geschnittenen Film ziehen die Bilder und Momentaufnahmen vom Untergang eines Bergdorfes vorbei, durch eine geschickte Zeitstruktur, in der die Vergangenheitsform immer wieder vom Präsens unterwandert wird, suggeriert der Text Kamerawechsel, Beschreibungen lesen sich wie Drehbuchanweisungen. Ein Erzählen, das streckenweise schwindlig macht.» (Katrin Schumacher, Deutschlandradio Kultur, 21.10.09) |
Charles Ferdinand Ramuz:
Die grosse Angst in den Bergen
Kollektion Nagel & Kimche im Carl Hanser Verlag, München 2009
CHF 31.90
ISBN 978-3-312-00445-4
www.hanser-literaturverlage.de |
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Alpen, sömmern und der ganze Rest |
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«Wenigstens noch hundert Jahre!» möchte Ute Braun als Hirtin auf der Alp verbringen. Seit über 20 Jahren zieht es sie aus ihrem «normalen» Leben als Heilpraktikerin, den Sommer über in die Schweizer Berge. In ihrem Buch nimmt sie uns mit auf «ihre» Alp und lässt uns teilhaben an dieser bodenständigen Welt voller Farben, Gerüche, Düfte, Licht und Leben, aber auch an der harten und oft mühseligen Arbeit und den Anfällen von Einsamkeit.
Doch für diese Frau ist gegen alle Unbilden ein Kraut gewachsen. Sie meistert jede Aufgabe mit Hingabe und Humor, öffnet ihr Herz für Gott und die Welt und lässt uns teilhaben am Glück des ursprünglichen Lebens. Bildhaft erzählt sie uns über den erlernten Umgang mit dem Vieh, gefolgt vom teils schmerzlichen Abschied im Herbst, der Schönheit eines sternenübersäten Himmels und den alltäglichen Überraschungen eines Alpsommers. Ein aufrichtiger Bericht – ganz nah an den Realitäten des Lebens und dennoch mit viel Platz für Sinnlichkeit und Fantasie. (Ruth Oberhollenzer) |
Ute Braun:
Alpsommer
Mein neues Leben als Hirtin
Ehrenwirth/Lübbe Verlag, 2008, geb., 255 Seiten
CHF 34.90
ISBN 978-3-431-03742-5
www.luebbe.de
www.utebraun.de |
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Ein Buch, das muht |
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Wer den Klappentext liest, bemerkt: Das ist ein Buch voller Klischees von einem, der auszog das wahre Leben zu suchen und auf der Alp zu finden. Zum Glück ist der Suchende ein Journalist aus Wien, der schreiben kann und über seine Alpgrenze im kärntnerischen Gailtal hinaus denkt. So wird die Idylle auf der Alp doch ins schummrige Licht der Petrolpfunzel gerückt. Themen wie Rinderwirtschaft, Konsumverhalten, Tier- und Landschaftsschutz werden zwischen Rezepte, Tipps für Alpneulinge und nette Bilder gepflockt. Das alles ist locker und flocker zu lesen. Tobias Mickes Abenteuer und Erlebnisse machen Spass und man nimmt ihm ab, dass er ein lustiger Kerl ist, der Alp und Kühe liebt.
Das Buch wird ergänzt um einen Sprachkurs in rindisch, einem Alm-anach diversen Älplerwitzen und wissenschaftlich begründeten Bauernregeln. Im gesamten eher eine vergnügliche Lektüre als eine handfeste Anleitung für angehende ÄlplerInnen. |
Tobias Micke:
Kuhl!
Das Almhandbuch für Stadtmenschen
Droemer Knaur, München 2008, Taschenbuch, 256 Seiten
CHF 18.90
ISBN 978-3-426-78059-6
www.almhandbuch.com |
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Diesmal erzählt das Vreneli |
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Das Vreneli ist nicht wie andere Kinder. Schon über seine Eltern kursieren im Tal die seltsamsten Gerüchte, und als die Mutter früh stirbt, heisst es, der Vater habe mit bösen Mächten paktiert. Das Vreneli soll fort von ihm und auf die Schule, doch lernt es lieber das zwielichtige Handwerk des Zauberns und streicht in Gestalt eines roten Füchsleins über die zerklüfteten Berge und Gletscher. Nachdem es die Tochter eines reichen Fabrikanten aus der Gefangenschaft eines Hexers gerettet hat, verfolgt der es mit Wut und Ausdauer. Bald darauf trifft das Vreneli den Waisenknaben Melk, einen jungen Sennen, ein Quatemberkind wie sie — und spürt ein Sehnen, das sie bis dahin nicht gekannt hat. Doch bringt der Fluch des Hexers auch den Melk in Gefahr…
Wie in Ovids Metamorphosen die klassischen Mythen, so tauchen in Tim Krohns Roman die schweizerischen Sagenstoffe auf und gewinnen in der poetischen Verwandlung neue Gestalt. In einer faszinierenden schwiizerdüütsch-hochdeutschen Kunstsprache Glarner Prägung erzählt er ohne Moralisieren und jenseits aller Folklore seine wilden, anrührenden und «meineidig schönen» Geschichten. |
Tim Krohn:
Vrenelis Gärtli
Eichborn Verlag, Frankfurt 2007
Hardcover
ISBN 978-3-8218-0774-4
CHF 39.90
www.eichborn.de |
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Granitschädel und Luchstatzen |
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In den Berner Oberländer Bergtälern werden erbitterte Fehden ausgetragen, die quer durch ganze Dörfer, Sippschaften, Familien gehen. Jäger und Schafhalter gegen Naturschützer und Stadtromantiker stehen als Prototypen für die verfeindeten Lager. Ein Wilderer schickt die vier abgehackten, blutigen Pfoten eines Luchses ans zuständige Bundesamt. Die Boulevardmedien heizen die Stimmung an. Julius Leen, dreadlockstragender Zivi im Luchsprojekt, gerät zwischen sämtliche Fronten. Nicht nur die Stumpen der Granitschädel rauchen. Eine unheilvolle Bierwette führt zu einem Wettjagen.
Granitschädel, Linke und Nette, gewilderte Luchse und Wissenschaftler begegnen sich in der Beiz und am Berg, werden von konträren Ideologien und Lebensformen gelenkt und bilden damit spannenden Stoff zu dieser vielseitigen, erhellenden und anheimelnden Geschichte über die wiederangesiedelten Luchse in der Schweiz. |
Urs Mannhart:
Luchs
Bilger Verlag, Zürich 2005
gebunden
ISBN 978-3-908-01070-8
CHF 37.–
www.bilgerverlag.ch |
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Schafhirt auf der Greina |
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Der Beitrag der rätoromanischen Literatur an die Galerie berühmter Liebespaare ist bescheiden. Mit diesem Buch ist er aber substanziell erweitert worden. Daphnis und Chloe haben nun ein surselvisches Pendant: den Greina-Schafhirten Giacumbert Nau und seine Geliebte Albertina. Eine Schäferidylle ist Leo Tuors Buch allerdings nur für kurze Momente. Sein Giacumbert freut sich zwar an den Prozessionen der Schafe, verhöhnt aber jene der Menschen.
Sinnliche Brachialpoesie über das Leben eines Schafhirten auf der Greina. Giacumbert Nau lässt seine Galle erzählen von den falschen Herren, von den falschen Pfaffen, von den falschen Bauern, von der heimtückisch wahrhaftigen Greina, von den Schafen, die Perlenschnüren gleich entlang den Hängen ziehn, von zu lauten Munggen. Durch die Hütte ziehen Nebel und stieben Schneeflocken, da bringt Albertina Feuer und Gerüche aus einer anderen Welt, und die Schafe ziehen weiter ihre Schnüre... |
Leo Tuor:
Giacumbert Nau
Hirt auf der Greina
Octopus Verlag, Chur 1994
Paperback
ISBN 978-3-279-00529-7
CHF 25.–
www.octopus-verlag.ch |
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Wenn die Toten lenken |
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Nach dem Lesen schnaufe ich auf. Toll, habe ich jetzt gerade ein Buch gelesen oder einen Film geschaut? Die Kino-im-Kopf-Bilder hallen noch durch meine Hirngänge, dort wo der Lese-Projektor hockt. Augstburger bestsellert mit einem episch angelegten und hippen «Heimatroman» über die Insassen eines Walliser Bergdorfes. Alles ist in der Geschichte verpackt: Liebe und Tod, Eifersucht und Rache, Familie und Fehde, alte Mythen und späte Rache, runterpolternde Steinmassen, Rettung in letzter Minute, Versöhnung – dies hübsch gewürzt mit Splittern unverständlichen Wallisertiitsch. Dazu lernen wir Historisches über die Suonen, den Merkhammer, die Arbeitsbedingungen im Stauwerkstollen, den ewigwährenden Fortschrittsglauben und die Ausweglosigkeit als Mensch vorwärts zu kommen. Fein, dass uns hier die Natur und die Toten etwas helfen. Wie auch Kauers «Spätholz» ein Buch, dass man lesen darf, soll und muss. |
Urs Augstburger:
Graatzug
bilgerverlag Zürich 2007
schön gebunden
ISBN 978-3-908010-84-5
CHF 39.–
www.bilgerverlag.ch |
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Kerouacsche auf der Alp |
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Sauser heisst die traurige Gestalt, die im Roman des Schweizers Andreas Niedermann durchs Leben stolpert. Er ist kein Menschenfreund und findet doch immer wieder Kontakt zu Gestalten, die wie er an der Peripherie der Gesellschaft leben und sich durchwursteln. Ob Sauser in Korsika sein letztes Geld ausgibt oder in irgendeinem Bahnhofbuffet einen Vorschuss versäuft, er bleibt ehrlich und irgendwie sympathisch. Ein Höhepunkt der Geschichte ist die Episode, als Sauser den Sommer auf der Alp Fallätscha als Rinderhirt verbringt. Er muss das Hirtenhandwerk erlernen und realisiert, wie ihm Kühe und Kälber ans Herz wachsen, was ihm bei Menschen nicht gelingen will. Ein Roman, an dem Kerouac und Bukowski ihre Freude gehabt hätten. Die aufgeschlossene Hirtenschaft geniesst die Geschichte mit einem Glas Wein und Johnny Cash. |
Andreas Niedermann:
Sauser
Songdog Verlag, Wien 2007
CHF 29.80
ISBN 978-3950197624
www.songdog.at |
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Der Kraxel entlang |
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Sepp Kahn:
Almtagebuch
Heiteres und Kritisches zu Almleben, EU und Weltgeschehen. handgeschreiben
Berenkamp, 2004 |
ISBN 978-3-85093-176-2
ca. Fr. 19.–
www.berenkamp-verlag.at |
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Unentbehrlich wie Salz |
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Wenn Jörg Wäspi Feder, Schreibmaschine, Laptop oder Kugelschreiber zur Hand nimmt und Erinnerungen durch seine Finger fliessen lässt, entsteht Poesie, die in Worte fasst, was wir immer schon mal ausdrücken können wollten. Wovon wir in Tagträumen schwadronieren, was uns das Herz zum überlaufen bringt oder wie es sich frierend zurückzieht, er fängt es gewandt ein. Vom Salz des Lebens schreibt er, sei’s zuviel, zuwenig oder genau richtig; und wie Salz sprenkelt er seine Gedanken über die Seiten des kleinen Bändchens, auf dass wir unsern Morgenkaffee, eine kurze Pause, die Momente vor dem Einschlafen oder den winterlichen Alpsehnsuchtsanfall mit seinen Gedichten über Mensch, Tier, Berg, Stadt, Leben und Liebe würzen. (eh) |
Jörg Wäspi:
flucht und heimat
zalpverlag Mollis 2007 | 57 Gedichte, einige Bilder, ein Lesebändchen
Fr. 29.–
www.zalpverlag.ch |
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Ein zartes, feines Buch |
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Der jüdische Journalist Sam Apple begegnet in New York einem österreichischen Wanderschäfer, der jiddische Lieder singt, zum einen vor Publikum, zum anderen seinen sechshundert Schafen. Er beschliesst Hans Breuer auf der Winterweide und der Alp zu begleiten, um mehr über ihn zu erfahren. Sam Apple möchte zudem seinen jüdischen Wurzeln nachgehen und herausfinden, wie die österreichische Gesellschaft ihre Judenfeindlichkeit während des zweiten Weltkriegs verarbeitet hat.
Auf der Alp findet Sam Apple keine Idylle. Er hat die falschen Schuhe und ungenügende Muskeln mit. Zudem hatte er sich nicht vorgestellt, dass ein Berg steil sein kann und das Wetter oben unfreundlicher als im Central Park. Die Schafe machen nicht, was sie machen sollen und Sam hat Angst, von den Hirtenhunden die Tollwut zu kriegen. Hans Breuer singt zwar seinen Schafen jiddische Lieder vor, streitet sich aber heftig mit seiner Frau und bleibt Sam weiterhin ein Rätsel mit lückenhaftem Lösungswort. Die angetroffenen Österreicher zeigen sich ihm weitgehend judenfeindlich und wollen lieber nicht auf ihre Vergangenheit angesprochen werden.
Sam Apples Bericht ist sehr persönlich gehalten, er ist sich selber immer wieder unangenehm im Wege und versteht die Welt, die er beschreiben will, nur zaghaft. Das ist schön zu lesen. |
Sam Apple:
Schlepping durch die Alpen
Ein etwas anderes Reisebuch
Atrium Verlag, Zürich 2007
gebunden
ISBN 978-3-85535-00-1
CHF 34.90
www.atrium-verlag.com |
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Ein Heimatroman! |
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Liegts ächt an der Gattung, dass der neueste Roman des Präsidenten des Schweizerischen Schriftstellerverbandes, Tim Krohn, bisher eher wenig Resonanz fand? An der Geschichte jedenfalls kanns nicht liegen, die hat das Zeug für einen veritablen Bestseller, ist eingängig und hintergründig, spannend und witzig – schlicht hinreissend. In Quatemberkinder lässt uns der im Glarnerland aufgewachsene Autor in eine Welt voller Zauber und Mythen eintauchen, greift auf Sagen und Geschichten zurück und schreibt sie neu – in einer mit den gspässigsten Mundartausdrücken durchsetzten Sprache, dass es eine meineidige Freud ist. Der Autor hat Dutzende bekannte und weniger bekannte Alpensagen ausgegraben und ihnen für diesen Roman das Fleisch an die Knochen zurückgezaubert. Der Rezensent ist ansonsten nicht der Meinung, dass unser heutiges Alppersonal auf den qualitätsgesicherten Alpen zwischen dem Melken, vor dem Auspladen oder auf der Weid unbedingt vom Alpen und nichts anderem sollte lesen, möchte aber bezüglich der Quatemberkinder eine unbedingte Empfehlung aussprechen. (Christian Brassel) |
Tim Krohn:
Quatemberkinder
und wie das Vreneli die Gletscher brünnen macht
Eichborn Verlag, Frankfurt 2002
Paperback
ISBN 978-3-8218-0703-4
CHF 29.50
www.eichborn.de |
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Das abenteuerliche Leben eines Älplers |
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Für einmal kein Buch über, sondern von einem Älpler. Michel-Joseph Braillard, Spross einer seit Jahrhunderten im Greyerzerland heimischen Bauernfamilie, hat das Älplerleben quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Auch heute noch, im fortgeschrittenerem Alter von 66 Jahren, geht er z'Alp. Dazwischen aber hat er viel von der Welt gesehen. In einer einfachen, aber bilderreichen Sprache erzählt er von seiner bäuerlichen Herkunft, seinem beruflichen Werdegang als Viehzuchtexperte und seinen ersten Versuchen mit der Mutterkuhhaltung und als Produzent von Natura Beef im Zürcher Unterland. Im Mittelpunkt steht der langjährige Aufenthalt in der Dominikanischen Republik, wo er zusammen mit seiner Familie mit viel Improvisations- und Innovationswillen gegen grosse, manchmal gar lebensgefährliche Widerstände eine etwas heruntergekommene Hazienda wieder auf den Vordermann bringt. Französische Ausgabe. (an) |
Michel-Joseph Braillard:
L'Armailli aventurier
Les editions de l'Aire, Vevey 2010
ISBN 978-2-88108-916-9
CHF 30.–
www.editions-aire.ch |
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Estive |
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«Que fait un tropeau lorsqu'il est formé? Il se déforme. Il faut le reformer. Je pense beaucoup à toi. Sisyphe.» Estive est un récit où l’auteur romance un été de berger en charge d'un troupeau de moutons. Ce carnet de route dans une vallée alpine fait partager au lecteur, tout au long de recontres inattendues, d'images poétiques et de réflexions philosophiques, le quotidien difficile des paysans et des bergers. Le livre n'est pas seulement un témoignage mais un «récit d’apprentissage».
Ce texte à l'écritue fragmentée, incisive et ironique, interpelle autant la dysneylandisation des Alpes que l'aspect devenu exotique des métiers ruraux de montagne. (Klappentext)
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Blaise Hofmann:
Estive
Editions Zoe 2007
ISBN 978-2-88182-592-7
CHF 28.00
www.editionszoe.ch
www.blaisehofmann.com |
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Direkt aus dem Leben |
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Die Alp, ein Tummelplatz für Egoisten und Naturschwärmer mit Integrationsproblemen? Worin unterscheiden wir uns so gross vom normalen Arbeiter, wenn wir da oben von sehr früh bis spät schuften, um es schliesslich als angenehm zu empfinden, frühzeitig ins Bett zu fallen und gegebenenfalls noch frühzeitiger mit schmerzenden Händen wieder zu erwachen?
Alpfieber ist der richtige Titel für das Buch. Fieber ist ein Krankheitssymptom, das die eigene Abwehr in Hochleistung darstellt. Johanna Glas hat ihren Lebensbericht eindrücklich und ehrlich geschrieben, soweit sich das von jemandem sagen lässt, den man nicht kennt und nie gesehen hat. Ich habe das Buch schier verschlungen und dabei meine eigenen sechs Alpsommer wiedererlebt, mit aller Schönheit, aller Härte, aller Verklärtheit und allen Wiedersprüchlichkeiten, die mit einem solchen Leben am Rande unserer Natur verbunden sind. |
Johanna Glas:
Alpfieber
Eine Frau aus der Grossstadt wird Hirtin in den Bergen
Scherz Verlag 2001
ISBN 978-3502182719
vergriffen |
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Alptagebuch |
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Die Bäuerin und Älplerin Susanne Reusser öffnet ihre Tagebuchnotizen der Alpsommer 2000–2003, die in der «Bauernzeitung» bereits erschienen sind. Sie beschreibt alltägliche sowie aussergewöhnliche Begebenheiten auf der Alp «Obere Breitwang» unterhalb des Hohgant, auf welche sie nun seit 20 Jahren z’Bärg geht. Neben der Charakterisierung ihrer Alp zu Einrichtung, Viehbestand, Milchverarbeitung und den verschiedenen Arbeiten im Verlauf des Sommers werden soziale, viele sinnliche Aspekte und einige grundlegende Überlegungen zum (Alp)Leben erwähnt. Das Buch ist reich bebildert, mit Fotos nicht von Profis, dafür mit einer sehr persönlichen Note. NichtälplerInnen erhalten einen umfassenden Einblick ins Älplerleben, nicht verklärt, sondern nahe am Boden. Für ÄlplerInnen wird vieles vertraut sein; dennoch ist es interessant die spezifischen Begebenheiten auf dieser Alp und von dieser Älplerin zu erfahren. |
Susanne Reusser:
Bergfieber
Schweizer Agrarmedien GmbH, Bern 2003 | ISBN 3-9522694-1-7
vergriffen |
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Palavern |
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– Ich werde im Dorf immer als Original angeschaut. Ich weiss nicht wieso. Wie der neue Wirt war, unten im Dorf, und ich komme von Batänja im Mai eingekehrt – er kommt her, gibt mir die Hand und sagt: Du bist ganz bestimmt der Luzi. Ja sage ich, warum? Ach, du bist doch das Dorforiginal, und lacht. Von dir haben wir gehört, lange bevor du von Batänja heruntergekommen bist.
– Ist das ein schönes Gefühl, Original zu sein?
– Ja, es ist irgendwie lustig, wenn dich jeder kennt. Jeder sagt: Tschau Luzi – tschau! Manchmal, da habe ich ganze Herden von Kindern hinter mir. Alle wollen Luzi sein. Weiss nicht warum. Ich gebe mich nicht extra ab – so.
Ein Älpler palavert drauflos, dass es einem die Ohren ins Buch zieht. |
Heinrich J. Middendorf:
Der Senn ist der Käser und der Chef
Hammer Verlag Edition Trickster, Wuppertal 1996 | ISBN 978-3-87294-720-8
vergriffen |
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Foto/Bildbände |
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Löcherware vom feinsten |
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Wer nicht nur gerne Käse macht, sondern auch erfahren möchte, was alles möglich ist, wenn man den Käse auf dem richtigen Fleck hat, wird mit dem Buch schmierig, löcherig, weisschimmlig, zigerig, cremig, hart und zuletzt ausgereift glücklich. «Schweizer Käse» ist das momentane Standardwerk zum Schweizer Käse. Damit sind nicht die Industriekäse wie Emmentaler oder Greyerzerkäse gemeint, sondern originelle Sorten, hergestellt von Leuten, die angetrieben sind Käse jenseits der Massen und der Langweile herzustellen. Portraitiert werden Käse aus allen Landesteilen und aus allen Höhenschichten. Klar, dass der Anteil an Alpkäseportraits im Verhältnis zur produzierten Menge zu hoch ist, aber auf der Alp wird der Mythos um einen handwerklich hergestellten Rohmilchkäse, den Urkäse schlechthin, am eindrucksvollsten ersichtlich. Konkret geht es um Mascarpin und Chevrotin, um Stanser Fladen und Mühlistein, um Schab- und Kräuterziger, aber auch um geläufigere Sorten wie Echter Emmentaler, Alp-Sbrinz, Vacherin, Raclette, Tilister aus Käsereien mit dem besonderen Löchlein auf dem i. Kurz: Reich und toll bebildertes Plädoyer für den Rohmilchkäse. Neben einer umfassenden Historie des Schweizer Käse enthält das Buch ein umfassendes Lexikon der Schweizer Käsesorten und der Käsereifachbegriffe. |
Dominik Flammer und
Fabian Scheffold:
Schweizer Käse
Ursprünge, traditionelle Sorten und neue Kreationen
AT Verlag AZ Fachverlage AG, Baden 2009
ISBN 978-3-03800-474-5
CHF 98.–
www.at-verlag.ch |
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Wir sind Kuh |
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Emanuel Ammon durchquert die Schweiz von der Flotze bis zum Kuhschwanz, vom Alpaufzug bis zum Abgang und was die Kuh so alles zwischendurch noch macht: im Stall liegen, Forschungsanstalten beglücken, posieren für Werbe-Shootings, brillieren an Kuhshows und in Trainings, Punkte schinden an Viehschauen, friedlich grasen auf den Weiden oder vom Stier träumen, der seinen Samen der Swissgenetics zur Verfügung stellt. Die Auswahl der Bilder ist eine ganz persönliche, wenn Ammon Kuhschnorren faszinieren, kommen sie auch mehrfach vor. Die Texte sind dabei weniger poetisch als die Bilder und nur als kurze Informationsangaben gedacht, die Geschichten muss der Betrachter selber ersinnen.
34 Kuhrassen werden jeweils gezeigt in der Beziehung mit einem Bauern, der über seine Kuh erzählt. Darunter Besonderheiten wie die Kuh Tulipe von Franz Blum, eine Vosgienne, von der noch 19 Stück in der Schweiz registriert sind. Eine schöne Hommage an die Kuh, die dem Schweizer ja immer noch voran steht. |
Emanuel Ammon:
Schweizer Kuhleben
Aura Fotobuchverlag, Luzern 2009
ISBN 978-3-9523375-1-6
CHF 78.–
Mehr Bilder und Bestellmöglichkeit: www.aura.ch |
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Bergers du monde |
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Depuis une trentaine d'années, Bernard Faye parcourt les quatre continents à la rencontre de ces hommes qui consacrent leur vie aux animaux et à la terre. Son livre évoque des trajectoires de bergers rencontrés au hasard des parcours dans la fournaise sahélienne, dans les vents de sable des steppes d'Asie centrale, dans la moiteur amazonienne, sur les pentes de la montagne cévenole ou sur les piémonts abyssins. Ce sont des histoires de transhumances, des histoires d’enfants, nés bergers, que leur naissance plonge dans un monde où l’animal est le commencement et la fin de toute activité. Ce livre raconte aussi les liens – liens de peine mais aussi de fête – que le quotidien et l’exceptionnel tissent entre le berger et son troupeau. |
Bernard Faye:
Bergers du monde
Éditeur Quae, 2008, geb., 240 Seiten
EUR 35.–
ISBN-13 978-2-7592-0166-2
www.quae.com
oder bestellen über eine Buchhandlung in der Schweiz |
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Geschichten der Stille, die riechen |
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Die portraitierten fünf Urner Alpen mit Landschaft, Vieh und ÄlplerInnen fordern Zeit, sonst entgehen einem die Geschichten, die eine Holzfassade, ein Herrgottswinkel, ein sommersprossiges Gesicht, eine Landschaft im Nebel, ein Kuhauge oder ein Paar Zoggeli erzählen. Die Bilder sind Bilder der Stille – Fotogemälde mit stark olfaktorischem Charakter. Sofern man die Gerüche schon mal gerochen hat, tauchen sie überall im Buch auf. Betrachtet einmal mit Ruhe das Titelbild. Könnt ihr die Komposition aus stallgewohnten Hemden, alphistorischem Holz und den aussen peinlich gereinigten Stiefeln in der Nase wahrnehmen? So zieht die Nase weiter durch das Buch, vorbei an feuchtnebligen Landschaften, unter Kuhflotzen hindurch, durch papierverklebte Küchen und Ställe, sogar die Felswände tauchen rauh und modrig auf, um dann in den Augen eines Stallburschen zu entschwinden, und eine neue Geschichte beginnt. |
Vanessa Püntener:
Alp – Porträt einer verborgenen Welt
edition stephan witschi, Zürich 2008
CHF 49.–
ISBN 978-3-033-01499-2
vergriffen |
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Alp in schwarzweiss |
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Drei Jahre begleitete die Fotografin Christiane Dörig die sechsköpfige Bauernfamilie Paul und Annemarie Peterer Künzle durch den Alpsommer auf der Alp Bommen, unterhalb des Wildkirchli und der Ebenalp auf 1300 m ü. M. In den Tagen und Wochen auf Alp Bommen veränderte sich der Fokus der Fotografin: die fotografischen Aspekte traten in den Hintergrund, das Interesse an den Menschen, ihrer Lebensweise, ihren Traditionen gewann Oberhand. Die Einfachheit des Alplebens, der Rhythmus der Natur, die Kraft der Ursprünglichkeit und die Liebe zur Schöpfung zogen die bislang mit der Landwirtschaft nicht vertraute Fotografin in ihren Bann. Mit ihrer
Kamera hat Dörig festgehalten, was ihr professionelles Auge mit viel Feingefühl, Neugier und Respekt erspäht hat. |
Christinae Dörig:
Bommen
Ein Alpsommer im Alpstein
Appenzeller Verlag, Herisau 2004
CHF 58.–
ISBN 978-3-85882-389-2
www.christianedoerig.ch |
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Schauen und Hören |
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Älpler aufgepasst! Wer sich in kalten Wintermonaten wieder einmal seine Alperinnerungen reinziehen will, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Neben den tollen Schwarzweiss-Bildern von Roger Harrison liegt dem Buch eine CD mit aussergewöhnlichen Aufnahmen
bei. Die drei Innerschweizer Musiker Carlo Gamma, Beat Föllmi und Rochus Keller haben zu den Fotos von Harrison spontan improvisiert. Das ganze untermalt mit Alpgeräuschen - herausgekommen ist ein unter die Haut gehendes Hörerlebnis. Ideal für Älpler auf Entzug. Der Bildband zeigt hautnahe Einblicke in das Alpleben einer Urner Älplerfamilie. Zusammen mit der CD ist dieses Buch ein ganz spezielles Gesamterlebnis. |
Roger Harrison:
Heile Welt Harte Arbeit
Mit einer Musik-CD von Rochus Keller, Beat Föllmi und Carlo Gamma
Cantina Verlag, Goldau 2002
CHF 48.–
ISBN 3-85600-034-8
www.cantina.ch |
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Beinahe vergessene Welt |
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Peter Ammon (*1924) reiste in den 1950er Jahren durch die Schweizer Bergtäler, um Leben und Arbeiten der Bergbauern fotografisch festzuhalten. Ihn interessierten vor allem traditionelle Betriebe und Lebensformen, wie sie nach dem Krieg in abgelegenen Gegenden noch oft anzutreffen waren. Damals fanden seine Bilder wenig Anerkennung, denn nach einer langen Zeit der Entbehrungen sehnten sich die Menschen nach Fortschritt und Moderne. Heute sind Peter Ammons Bilder Zeitzeugen einer beinahe vergessenen Welt. Seine Aufnahmen sind auch technisch interessant, da es die ersten Farbaufnahmen ihrer Zeit sind.
Peter Ammon fotografierte die Menschen in ihrer vertrauten Umgebung, mit den Dingen, die ihr Leben prägten. Zum Teil sind es Momentaufnahmen von bestechender Frische, zum anderen ruhige Portraits, in denen die Menschen Statisten ihrer selbst sind. |
Peter Ammon:
Schweizer Bergleben um 1950
Aurora Fotoagentur, Luzern 2002
CHF 78.–
ISBN 978-3-033-00875-5
www.aura.ch |
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Eine Liebeserklärung an die Menschen in den Urner Bergen |
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Wenn einer mit der Kamera und einem Bündel Fotofilme in die Urner Berge zieht, sind Bilder atemberaubender Sonnenaufgänge, rassiger Kühe, scharfer Felszacken, blühender Enziane, Alpenrosen und Silberdisteln zu erwarten. José Amrein hingegen bringt einen Rucksack voller Alpleute mit ins Tal. Die schwarzweiss Fotografien zeigen die Urner ÄlplerInnen bei der Arbeit und beim Erzählen von Geschichten, denen Amrein aufmerksam zuhört. Dabei wird offensichtlich, dass das Erzählen eine wichtige Funktion erfüllt, Erlebtes auf der Alp zu verarbeiten. Was einem nicht geheuer vorkommt, wird mit der Welt der Sagen erklärt. Kommt hier unverhofft eine Erzähltradition zum Vorschein, die wir sonst im Orient vermuten?
Das Besondere am Buch ist dessen menschliche Atmosphäre. Hier spricht nicht der studierte Autor über die Objekte seiner ethnologischen Forschung in den Urner Bergen, hier reden die Alpleute selber. Ihre Sprache ist einfach und voll versteckter Lebensphilosophie. Die Landschaft der Alp als Ereignisort für Menschen, Tiere, Pflanzen, Wetter und Übersinnlichem – das prägt. |
José Amrein:
Vom Leben der Urner Älpler
Verlag Gisler Altdorf 2001
CHF 49.–
ISBN 3-906130-10-X
www.alpgalerie.ch |
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Bauern am Berg |
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Während Jahren ist der Genfer Fotograf Didier Ruef mit seiner Kamera in den Schweizer Alpen unterwegs gewesen: Diesseits und jenseits des Alpenkamms hat er, zusammen mit dem Journalisten Ulrich Ladurner. «Bauern am Berg» ist ein Buch der Begegnungen, aber auch der rücksichtsvollen Annäherung, der teilnehmenden Beobachtung. Wer Didier Ruefs und Ulrich Ladurners 13 Bild- und Textreportagen aus dem Wallis, dem Berner Oberland, der Innerschweiz, aus dem Tessin, Italienisch- und Romanischbünden zur Kenntnis nimmt, der begreift, warum sich unsere «Älpler» nicht einfach wegrationalisieren lassen, der bekommt eine Ahnung davon, dass Bauern am Berg aller natürlichen Widrigkeiten zum Trotz ein Leben in einer ganz anderen, immateriellen Form von Reichtum führen. Die Alpen als soziales Laboratorium.
Eines meiner Lieblingsbücher, mit Fotos so archaisch, schön und ungeschminkt, dass es wehtut. |
Didier Ruef und
Ulrich Ladurner:
Bauern am Berg
Offizin Verlag Zürich 1998
ISBN 3-907495-94-2 CHF 78.–
www.offizin.ch |
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Leni |
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Leni geht auf den Berg, seit sie neun ist. Allein. Bei sich nur die Tiere: Zwei Eselinnen, die geduldig das Wenige tragen, das man zum Leben auf der Alm braucht. Jeden Sommer führt Leni das Vieh auf die entlegenen Weiden an der italienischen Grenze. Gehts los, steckt Leni die beiden Katzen Veritas und Chouchou in den Sack, und hopp! Sie sorgen für etwas Gesellschaft, wenn die Hirtin ihre einsamen Kehren durch die Walliser Alpen zieht.
Leni ist die Hauptfigur in Renato Jordans feinfühligem Fotoessay, der nun in Buchform vorliegt. Aus einer vergangenen Epoche scheinen sie zu stammen, die über fünfzig Schwarzweissaufnahmen. Sie dokumentieren das Leben einer Wanderhirtin, das sich allein nach dem Taktstock der Natur richtet. Wer das Klischee der dümmlichen Kuhhirtin bedient sieht, irrt sich. Jordan zeigt eine weltoffene, kluge Frau, deren Neugier sie bis nach Indien und Moskau trieb. Ihre Lieblingslektüre: Dostojewski, Tolstoj («Die Russen, tüchtig schwer!»). |
Pierre Imhasly und
Renato Jordan:
Leni, Nomadin
Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 978-3-87877-834-9 CHF 28.–
www.stroemfeld.de |
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Alpzeit durch die ganze Schweiz |
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Schwarz-weiss Fotoband, in dem das Alpleben nicht verklärt wird. Der Lehrer und Fotograf Riedo war einen Sommer selber z'Alp, was die suggestive Wirkung der Bilder zu erklären vermag. Abgebildet werden auch Kuhfladen, Essensresten und was sogar in vielen ÄlplerInnenfotobücher fehlt: verregnete Hirten. Mit einmal schauen kommt man den Bildern nicht auf die Schliche, da braucht es schon einen längeren Winter. Oder, wie es auch auf dem Klappentext steht: Der grosse Photo-Essay über das einfache Leben in den Bergen aber handelt nicht zuletzt auch von der uralten Sehnsucht nach dem Paradies. Denn nirgendwo sonst, und das spüren im Grunde Bauern, Städter und Älpler genauso, ist der Mensch dem Himmel näher als in den Bergen. |
Romano P. Riedo:
Alpzeit
Fischer Media, Münsingen-Bern 1996
broschiert
ISBN 3-85681-344-6
CHF 58.–
www.fotopunkt.com |
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Kinderbücher |
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Fettflecken und Hundespuren |
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Ein lustig geratenes Bilderbuch einer Älplerin. Es zeigt die wichtigsten Arbeiten wie melken, buttern und käsen. Die Kühe werden vorgestellt, der Hund und die Schweine. Die Bilder sind schief oder krumm ausgeschnitten, teilweise auf Holzrahmen platziert, zwischendurch drückt der Hund seine Pfoten aufs Papier und die Älplerin skizziert Blumen, singt ein Alpenlied und tischt ein Alpenrosengeléerezept auf. Details wie Fettflecken und Kaffeespuren, mit Namen genannte Kühe und die durchwegs zweisprachigen Texte, zeigen wie verbunden die Autorin mit der Alp ist. Das Buch ist ideal für Kinder und alle, die keine Ahnung von der Alp haben. |
Romana Duschletta:
Las vachas in vacanzas – Die Kühe in den Ferien
zweisprachig romanisch – deutsch
ISBN 978-3-033-01581-4
CHF 29.–
zu bestellen bei der Autorin: Tel. 079 417 49 15, romana@automaz.ch |
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Mit Fränzi auf der Alp |
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Vier Sommer verbringt Fränzi bei der Küherfamilie Reichenbach auf der Alp Chüetungel, erlebt anstrengende, ausgefüllte, befriedigende Tage. Detailgenau beschreibt und bebildert Peter Bergmann das Sennenleben: Es gibt einen Kurs im Käsen, das Heu will rein, der Mist will raus, Kühe werden getrieben, gemolken und per Helikopter transportiert. Was Fränzi alles erlebt findet für Stadtkinder in einer ziemlich exotische Welt statt, was eine Empfehlung an deren Eltern ist, das Buch unter Weihnachtsbäume und andere Gelegenheiten zu legen. |
Peter Bergmann:
Fränzis Alpsommer
Zytglogge Verlag, Bern 1995
ISBN 3-7296-0508-9
CHF 48.–
www.zytglogge.ch |
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Briefe nach Törbel |
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Bereits zum dritten Mal dürfen wir am bebilderten Briefwechsel der ehemaligen Städterin Helen Güdel mit Alex teilhaben. Hauptthema der naiven Bilder und der vorangehenden Zeilen ist erneut ihre Wahlheimat, das Oberwalliser Dörfchen Törbel. Sie erzählt von einer für uns Städter fremden Welt: von harten, schneereichen Wintern, vom immer noch tief verwurzelten Aberglauben der Bevölkerung, von den einschneidenden Auswirkungen der neuen Vorschriften in der Tierhaltung, von tapferen Aussteigerinnen. Neben lustigen Erlebnissen gehören die Begegnung mit einem Wolf und das Entdecken von wilden Feuerlilien sicher zu den Höhepunkten des Buches.
üdel zeigt keine heile Welt von gestern, sondern Plastikspritzkannen neben Kuhglocken, ein Badezimmer mit Weichmachmittel und Büchsen-Katzenfutter. (zytglogge) |
Helen Güdel:
Lieber Alex (Band 1–3)
Zytglogge Verlag, Bern 1999
ISBN 3-7296-0542-9
je Band CHF 32.–
www.zytglogge.ch |
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Im Winter mit den Schafen unterwegs |
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Peter Bergmann zeichnet detailgenau den Winter eines Wanderschäfers, der mit seiner Herde durch die Voralpen und den Jura zieht. Dabei bleibt er verdankenswerterweise nüchtern und verfällt nicht ins romantische oder verklärende. Man lernt viel über das Leben der Wanderschäfer, über ihre Arbeit und die Auseinandersetzung des Berufes mit der modernen, fortgeschrittenen Welt. Die Bilder sind Momentaufnahmen von Kälte, Schnee, Dunkelheit, Idylle, vom Zusammenleben von Mensch und Tier. Man spürt die Ruhe und Andacht, mit der Bergmann seine Beobachtungen macht.
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Peter Bergmann:
Winterweide
Zytglogge Verlag, Bern 1996
ISBN 3-7296-0542-9
CHF 48.–
www.zytglogge.ch |
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Hörbücher |
nach oben |
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Gschichte us em Bärner Oberland |
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Wer irgendwo auf die Alp geht, in eine ihm fremde Region, wird auf Bauern treffen, die kaum zu verstehen sind. Dies lässt Freiraum, die Arbeiten so zu machen, wie man es selber will. Wer sich in den Berner Oberländer-Dialekt einhören und einarbeiten will, macht dies mit der Gschichten-CD aus der nahen Reihe «Wege zum Alpkäse». Ungeheuer schöne Gschichten und klingende Stimmen. Von altherkommend und ewig erzählend. Für lebendige Ohren und warme Herzen. Fürs z’verstah oder au nur zum lose.
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Mehr Regionaldialekte vom Simmental, Haslital und Saanenland gibt es unter folgendem Link:
www.weberag.ch |
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