Musik
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  Das Musikalbum beinhaltet die Stile: Alpenrock | Lupfiges | Volksmusik | Avantgardistisches | Hörbuch
Sollen wir CD's für Euch hören und besprechen? Dann schickt uns welche an die Redaktion.
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  Neuerscheinungen  
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  Unter der Schneedecke ist es warm
Max Lässer & das Überlandorchester: Iigschneit
Während draussen die Schneeglöcklein bimmeln, drehen sich die Murmeltiere unter uns nochmals im Heubett. Ein guter Anlass sich die Kappe und den iPod über die Ohren zu ziehen und mit Max Lässer und seinem Überlandorchester eine weitere Runde unter der Schneedecke zu drehen. Die Stücke verbreiten eine leicht melancholische Stimmung, werden mal lüpfig, sind immer eingängig und lassen den Eisengel nochmals in die Hütte. Specialguest Hubert von Goisern. Gespielt und gesungen werden traditionelle Schweizer Tänze Richtung schneeschmelzender Pop. Coole Sache also für den Sommer: Für verschwitzte ÄlplerInnen ist das der richtige Abendausruhesound und im Keller werden die Käselaibe mitwippen. Max Lässer & das Überlandorchester:
Iigschneit

Landjäger Musig 2011
www.maxlaesser.com
 
  Lauter Blumen in diversen Gärten
Vrenelis Gärtli: Neue Schweizer Volksmusik
Nach dem Volksmusik-Sampler «Röseligarte» gehts jetzt höher hinauf zum Vrenelis Gärtli. Diesmal sind versammelt die Crème de la Crème der Neuen schweizer Volksmusik: Klangcombi, Max Lässer, Helvetic Fiddlers, Töbin Tobler, Arkaday Shilkloper, Montferrine, Christian Zehnder, bArde, Marcel Oetiker, Ils Fränzlis da Tschlin, Hanneli-Musig, Noldi Alder, Albin Brun, Roberto & Dimitri, hornroh, Dou Räss-Gabriel, Geschwister Küng und Thierry Lang. Fast alle findet man auch sonst in unserer Musikauswahl. Auch das Pflanzen dieser Blumen in Ohren und Tanzbeine aus Vrenelis Garten ist für only fünf Franken zu haben. Verenelis Gärtli
www.musiques-suisses.ch
 
  Ländler aus der Partitur  
Ländlerorchester
Eine Art humorvolle Sinfonie aus den Stubeten um die Komponisten Dani Häusler und Domenic Janett (Fränzlis da Tschlin). Quer durch alle Stile der Volksmusik schiffend mit Mazurka, Polka, Walzer, Schottisch, Ausleihen anderer Länder und rundumversierter Musikanten, dargeboten vom Orchester mit 13 Musiker und 1 Musikerin mit Geigen, Schwyzerörgeli, Klarinetten, Alphorn, Hackbrett und Trompeten. Wenn man die Phanatsie zwischen die Ohren klemmt, erkennt man einen Betruf, einen wehenden Tanzrock, einen bödelschen Hüpfer und manche Bergkulisse brennt sich einem ins geschlossene Auge, manche Dohlenschwinge entflieht in den Horizont. Das Ländlerorchester ist ein sehr schönes Musigli für den anspruchsvollen Bauern und die hudigägglergelangweilte Konzertbesucherin - oder irgendwie so. Ländlerorchester
www.musiques-suisses.ch
 
  Zart Vermengtes  
momoll
Wer nicht in der schlechtbeleuchteten Bauernküche sein vom Grossvater geerbtes Schwyzerörgeli liebkost und an der Krummen saugt, der vermengt traditionelles und fremdländisches Musikgut, giesst Dünger auf seine vermeintlichen Wurzeln und macht auf trendisetti-kultimulti: Er spielt Neue Volksmusik. Aber aufgepasst: «Neu» ist ein kurzlebiger Begriff, das «Alte» ist beständiger. Wie auch immer: Die Ländlermusig momoll reiht sich ein und nimmt Elemente aus dem Jazz, der Klassik und Volksmusik aus unseren Ferienländern. Verwebt sie zu einer zarten und feinen Musikcollage. Als Besonderheit spielt Juan Armas Pizzani mit, der erste kubanische Ländlermusiker. Alles sehr dezent, alles sehr perfekt – etwas mehr knallende Stalltüren, ratternde Traktoren und auf dem Boden aufschlagende Kuhfladen hätten mir gefallen. Aber damit befassen sich ja andere. Ländlermusig momoll
www.zytglogge.ch
 
Alpenrock, Alpenpop nach oben
  Der Kuh glänzende Augen
Überlandorchester
CD reinschieben, Alltag abschalten, Augen zukneifen und mit dem Überlandorchester durch die Berge ziehen. An der Hand mit den ewig schon urigen Alptonisten wie Markus Flückiger am Schwyzerörgeli, Dani Häusler an der Klarinette, mit dem sphärendurchklingenden Töbi Tobler am Hackbrett und Anton Bruhin mit seiner unglaublichen Maultrommel. Zusammengetrieben vom Orchesterführer Max Lässer, der Gitarre spielt, als wäre der Blues am Arschloch eines Schweizer Bergtales erfunden worden. Alles virtuos, wohlgefällig, anheimelnd und grenzenlos hügelüberschreitend.
Dazu gibts gratis eine DVD vom Konzert im Casino Herisau. Da bekommt die Kuh glänzende Äuglein.
Max Lässer & Das Überlandorchester:
Überländler

www.maxlaesser.com
 
  Tiefliegende Hosen  
Churchhill: Mueterchueh
Bauern sind das keine, Älpler noch weniger, eher Jungs vielleicht. Warum sie der zalp ihre neue CD geschickt haben, bleibt im Dunkeln, möglicherweise liegt der Grund im Titel: «Mueterchue».
Egal, wir haben sie und wir besprechen sie. Zupf genug, sich an die Zitzen zu hängen, haben die Jungs, ihre Musik hört sich nach genügend Muskeln an. Berndeutscher HipHop, bei der auch mal eine richtige Gitarre mitspielen darf und die tiefliegenden Hosen nicht den Rock an sich verdammen. Ziemlich eingängig, beatig, juckend, ohrwurmig, hitverdächtig. In leichter Schräglage werden Themen verrappt, die schon seit Beginn des Urschreis Liedgut sind: Liebe, Zusammensein, Auseinandergehen und auch mal zwischendurch die Welt verändern. Kein Protestrapp, aber doch einiges engagierter als mancher Gangsta- oder Sülzarapp. Echt Dampf im Füdli oder eben: Prall gefüllt die Zitzen warten...
Churchhill:
Mueterchueh

www.churchhill.ch
 
  Nackenhaare kraulen  
Heidi Happy: Flowers. Birds and Home
Meine Freundin sagt «so ein saudoofer Name», ich finde ihn lustig und Grund genug, die CD in der zalp vorzustellen. Meine Freundin sagt «etwas fad und lamaschig, nette Salonmusik vielleicht», mir gefällts, man kann beim Lauschen so schön die Muskeln an die Leine hängen, sich von der samtigen Stimme Heidi Happys die Nackenhaare kraulen lassen. Meine Freundin sagt «was meint die besonders zu sein, wieso macht die überhaupt eine CD», für mich hingegen ist das Kunst, wenn man nicht still sein kann, sondern singen muss.
In der Mitte der CD angekommen, wünsche ich mir, dass die Arrangements noch etwas schräger, kratzender, schrulliger würden, die Singer-Songwriter-Schublade zum Kasten raushauen. Aber dann höre ich einfach weiter, und freue mich am Gefühl, dass Heidi Happy gerade nur für mich singt. Meine Freundin sagt «das ist Quatsch».
Heidi Happy:
Flowers. Birds and Home

www.heidihappy.ch
 
  Nach einem langen Tag
Kitty Hoff: Blick ins Tal
«Der Tag war lang und geht nie zu Ende...» singt Kitty Hoff mit flüsternd sanfter Stimme. Falsch, der Tag ist - kaum spielt die Musik - keine Erinnerung mehr wert. Sofern ein Sofa oder sonst eine Ecke vorhanden ist, pflemme dich hinein und lass das Muskelspiel hinter dir, eine Strecke Lounge zum chillen liegt vor dir, wie der Strand am Ende des Tages und am Anfang der Muse. Deutsche Chansons mit leicht jazziger und schwer cooler Stimme umgarnt von nahezu überperfekter Combo. Ein bisschen Kitsch das Ganze, ein bisschen schräg und der Leichtigkeit wegen kein bisschen bieder.
Kitty Hoff und Forêt Noire:
Blick ins Tal

www.kittyhoff.de
 
  Austria Alpen Pop
Das neue Original Appenzeller Streichmusik Projekt
Hubert von Goisern zählt seit Jahren zu den Aushängeschildern des Austria-Alpen-Pop.
Mit seinem wunderbaren Dialekt, seiner früheren ungestümen Begleitband «Die Alpinkatzen» und seiner Lust am Musizieren, Singen und Experimentieren hat er sich im ganzen deutschsprachigen Alpenraum einen Namen gemacht. Nun hat er sich auf seiner neusten CD an traditionelles Liedgut gewagt. Behutsam, schön, ehrlich, nachdenklich, ernst und doch frisch, von Herzen kommend. Die ebenfalls empfehlenswerte Vorgänger-CD «Föhn» zeigt uns einen anderen Hubert von Goisern, mit bissigen Texten, kunterbuntem Instrumentenmix und viel, viel Spielfreude.
Hubert von Goisern:
Trad ll

www.hubertvongoisern.com
 
  Drei Alpknechte
Fuchswald
Drei Alpknechte vor dem Mik, ein Beat, der vorwärtstreibt, die Gitarre mit hartem klarem Klang, das Schlagzeug technisch präzis, der Synthi etwas einsam, die Stimme geradeaus und angenehm. Trotz der Lyrik keine Pathetik, die Worte von schnippisch über geistvoll bis vorwurfsvoll intelligent. Gedichte eben von Rilke, Hesse, Celan, Fried - nicht von Alpknechten. Was schade ist, denn am besten gefällt mir die «Wegbeschreibung», eines der wenigen Stücke, wo Grabher und Burtscher selber Hand an den Text legen, wo Worte ohne Bedeutung und Inhalt Kunst und Lyrik werden, wo Bedeutung entsteht am Rand der sinnlosen Worte.
Dieter Fessler, Hein Grabher, Heli Burtscher:
Fuchswald

www.heliburtscher.com
 
  Bauer on CD  
Armin Capaul: High-Two
Eine CD von einem ehemaligen Hirten, der zum Bauer wurde. «High-Two» bringt die Gedanken von Armin Capaul gut ins Ohr. Eine Stunde mal etwas Lebendiges, Einfaches und Nachdenkliches aus den Lautsprechern tut doch immer gut. Unter den elf Titeln hat es sogar richtige Ohrwürmer. Und so wird der Hörgenuss zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Ideen und Gedanken, die einem so sehr bekannt vorkommen. Die Lieder sind in Mundart und für die der Schweizer Sprache ungewohnten Zuhörer eine Wortschatzerweiterung besonderer Art. Armin Capaul:
High-Two


Kontakt: Armin Capaul
2742 Perrefitte
siehe auch www.arminmusik.cogia.net mit Hörprobe und Videoclip
 
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Lupfiges nach oben
  Rosen mit Stacheln und ohne
Röseligarte: Neue Schweizer Volksmusik
Das Frischeste von Altem, was die Schweiz tönend zu bieten hat, ist auf «Röseligarte» versammelt. Hinter dem Begriff «Neue Schweizer Volksmusik» verbirgt sich keine Zusammenrottung schiefspielender Jazzer, sondern der Nidel de la Schlagrahm aktuell spielender VolksmusikantInnen: Hujässler, Alderbuebe, Oberwalliser Spillit, Duo Räss-Gabriel, Töbi Tobler, Swiss Ländler Gamblers und ein paar wichtige mehr. Es klingt vom Halszapfen-Jodel über horizontstreifender Trompete bis zur schunkelnden Dampfschiffahrt. Eingeweihte kennen sicher viele der Stücke, wer aber als InteressierteR von aussen ins Schaffen heutiger Volksmusik reinhören will, soll das hiermit tun. Die CD hat einen subventionierten Sonderpreis von fünf Franken und ist jeden Rappen wert. Röseligarte
www.musiques-suisses.ch
 
  Nichts heilig, aber manchmal eilig
SULP: urban tour
Sulp verbraten alles an schweizerischer Volksmusik, was manchen heilig sein dürfte, mit dem Eifer der augenzwinkernden Geschmackslosigkeit und am liebsten auf dem Grillgestänge der glutenden Grossstadt. Irgendwas Verwursteltes wird da gebraten, etwas zwischen Klezmer, Blues, Kuhglockengeläut, Folklore-Schnulze und schottischem Hochmoor. Jazzig angehaucht und unbarmherzig frech. Da braucht es schon etwas Toleranz an der Lippe, wenn man mitpfeifen will. Und etwas Beharrvermögen, wenn man die Melodie halten will. Wem das gefällt: Lustig gluschtige Musik.
SULP:
urban tour

www.zytglogge.ch
 
  Richtig fett Milch
Herbert Pixner Projekt: Bauern-Tschäss
Herbert Pixner wird als einer der kreativsten und innovativsten Harmonikaspielern im gesamten Alpenraum gehandelt. Das ist nicht nur hübsch Lob, sondern auch massiv Anforderung. «Bauern Tschäss» ist ausgefeilter als noch «Blus'n auf», verliert aber etwas von der früheren Unbekümmertheit. Die Wurzeln sind klar erkennbar: Blues, Walzer, Jazz, Volksmusik - Alles Heimatliche eben aus dem Passeier-Tal. Teils fäggt das Akkordeon zwischen den Pixner-Armen richtig los, der Bass (Werner Unterlechner) zupft den Stampfgroove, die Harfe (Katrin Aschaber) beschallt den Background. Es überrascht, wie gut sich Harfe und Harmonika ergänzen. Manche Kuh im Stall des Bauern wird sich noch etwas an den Tschäss gewöhnen müssen. Aber dann wird sie richtig fett Milch geben.
Herbert Pixner Projekt:
«bauern_tschäss»
{Power'n Jazz}
www.myspace.com/hpp
 
  Schwyzerörgeli-Pioniere
Josef Stump & Balz Schmidig
Ausgehend von der Innerschweiz beginnt das Schwyzerörgeli anfangs des 20. Jahrhunderst die öffentlichen Tanzplätze zu erobern. Es brauchte allerdings Musikanten, die das neue Instrumente beherrschten und den Innerschweizer Tanzmusikstil mit Blasinstrumenten, Geige und Kontrabass auf das Schwyzerörgeli zu übertragen wussten. Einer davon war Josef Stump, der «Stumpä Sebäli», Bauernsohn, Älpler, Gelegenheitsarbeiter und eben Musikant. Mit seinem Freund Balz Schmidig, der «Enzener Balz», loteten sie das noch junge Schwyzerörgeli in all seinen Facetten und Möglichkeiten aus. Stump war ein Virtuose mit Ecken und Kanten und pflegte einen raschen, ruppigen Stil mit gewaltigem Zug und treibendem Rhythmus - Schmidig hingegen war eher der lyrische, runde, ausgewogene Spieler (gekürzt nach Dieter Ringli). Sie haben musikalisch-wertvolle Stücke hinterlassen, die sich auf der CD hören und mit den Noten nachspielen lassen.
Auf der CD spielen: Reto Grab, Daniel Gwerder, Armin Heinzer, Sepp Huber, Alois Lüönd, Daniel Schmidig und Seebi Schmidig, ergänzt durch wenige tolle Originalaufnahmen. Herausgeber sind das Haus der Volksmusik und der Mülirad-Verlag in Altdorf.
Josef Stump und Balz Schmidig
www.hausdervolksmusik.ch
www.muelirad.ch
 
  Beetgetrampel  
Pflanzplätz querbeet
Warum mir die Pflanzplätzen immer wieder von neuem gefallen: Sie spielen einfach unbekümmert gut. Zwei Örgeli, ein Bass und Freunde oder Gitarren und Klaviere. Es macht einfach Spass. Musik vom heimischen Pflanzplätz und nördlichen Auslanden. Was einfach lupfig ist und unverkrampft. Keine bemühenden Anlehnungen an Jazz und Avantgarde und doch freche und humorvolle Arrangements quer durch die Beete bekannter Lieder und Tänze. Einfach gelungen der Versuch des Sohnes Aeschbacher sich des Vaters «Stüdubärg» anzunehmen, eines der traurigsten und wehmütigsten Stücke neben dem «Moosruef» von Hans-Jürg Sommer. Eben einfach gut und einfach schön und genau deswegen.
 
Pflanzplätz:
querbeet

www.pflanzplaetz.ch
 
  Rollende  
Pflanzplätz Live
Zwei Schwyzerörgeli und ein Bass, ein Publikum das dankt und klatscht. Pflanzplätz live ist rollende Volksmusik durch viele Register und Stile, sodass keine Langeweile aufkommt. Stücke von Stevie Wonder und Maria Kalaniemi ergänzen jene von Josias Jenny und Balz Schmidig. Was bedeutet, dass Polkas, Mazurkas, Popsongas und Cha-Cha-Chas sich abwechseln wie die Euter am Aggregat. Alles ziemlich tanzbar und man wird gerne überrollt.
 
Pflanzplätz:
Live

www.pflanzplaetz.ch
 
  Plusige  
Planzplätz Plus
Pflanzplätz ist grooviger, swingender, leichter und komplexer geworden, die Spielfreude haben sich die Jungs erhalten. Von ganz ganz schönen Urchigen über freche Bluesmelodien und bis zum SiebenAchtelTakt, scharwenzelt der Musiktrieb durch einige Welten. Wer Thömu, Sime und Jüre heisst und Gäste Namens Dänu und Dävu hat, der spielt ehrliche, gute Volksmusik. Ausgangstipp: Auch Live kippt Pflanzplätz noch manchen Lahmen vom Hocker.
 
Pflanzplätz+
www.pflanzplaetz.ch
 
  Lehrlingsparty  
fürschi: Gseläschtuck
Gseläschtuck ist wohl ironisch gemeint. Die Gesellen von fürschi sind allesamt mit allen Noten und Nichtnoten gewaschen, haben Ausbildungen an Konservatorien und Jazzschulen hinter sich und auch schon ein paar graue Haare im Quartett. Dani Häusler, Klarinette, spielt und spielte bei Hujässler, Pareglish, Hanneli-Musig, Dani Häusler Komplott; Christoph Mächler, Kontrabass und Gesang, ebenfalls bei Hanneli-Musig; Sergej Simbirev, Akkordeon, machte sein Konzertdiplom in Moskau und Florian Mächler, Gitarre, bei FLOMA forte und McLears. So kommt die Musik von fürschi nicht ganz so frisch daher wie ab der Lehrlingsprüfung oder der Party danach. Das Beifall johlende Publikum fehlt, um den Musikanten das nötige Quäntchen Sprutz abzuverlangen.
fürschi:
Gseläschtuck

www.fuerschi.ch
 
  All That Rees
Rees Gwerder: Das Konservatorium
Man erählt, er habe zweitausend Stücke im Kopf gehabt, der Rees. Das musste er, denn Noten konnte er nicht lesen. Das Konservatorium enthält vier CDs plus ein Büchlein oder vielmehr: Musikantenweisheiten, Interviews, Gespräche, Dialekt, Sprüche, Biografisches, Historisches, Authentisches und unveröffentliche Aufnahmen. Wer Örgeli spielt oder gerne hört, kommt an Rees Gwerder nicht vorbei. Sein Spiel ist voller Swing, seine Sprüche knochentrocken. Cyrill Schläpfer hat ihm mit dem Film UR-Musig ein Denkmal gesetzt, mit dem Konservatorium legt er noch einen Stein dazu. Trotzdem wird Rees weiter im Örgelihimmel die Beizen beschallen und an seiner Krummen ziehn. «Es isch wiis isch.»
Rees Gwerder:
Das Konservatorium

www.csr-records.ch
 
  Gewürze  
Firau: Di bi dä bi
Alpine Latin Rhythmen, gewürzt mit Jazz und Jodel und noch ein Alphorn im Hintergrund? Gibt’s nicht? Kein Problem, Firau macht das locker. Schweizer Weltmusik vom Feinsten. Was Roland von Flüe, Heinz Della Torre, Martin Ledergerber, Jean-Pierre Maillard, Werner Häcki, Thomas Stalder und die Gastsängerin Barbara Berger da zaubern, verdient allerhöchste Anerkennung. Nicht von ungefähr nennen sie ihre Musik swiss_rhythm_n_roll. Passender geht dieser Name wirklich nicht. Selten gibt es ja CD’s die man von vorne bis hinten durchhören kann. Bei «di bi dä bi» ist dies der Fall.
Firau:
di bi dä bi

www.firau.ch
 
  Swiss_rhythm_n_folk  
Firau
Swiss_rhythm_n_folk nennen die Firau ihre Musik, die man, wie so manche moderne Musik, nicht in die musikalische Schublade versorgen kann, weil die Bands mehr Freude an der Musik an sich, als am Stil haben. Hier gehts etwas jazziger hin und her und rundherum als oben und unten, der Mix kommt von gebrauchten Schweizer-Liedern aus den 20iger-Jahren und fetzigen Neukompositionen. Das Cover würde ich mir als Poster kaufen, wäre es erhältlich. So muss man sich mit dem kleinen Juwel der Jewel-Case begnügen. Firau:
di bi dä bi

www.firau.ch
 
     
Global Kryner
Bisher waren Oberkrainer Musik, Moik und der Rest der sogenannten Volksmusiker für mich immer ein Verstoss gegen die Genfer Konventionen. So fragte ich mich, ob die Global.Kryner mehr ein Gag oder doch nur das Altbekannte sei. Slavko Avsenik war in den 50er Jahren der erste Volksmusik-Superstar. Doch der Krainer-Stil entwickelte sich nicht mehr weiter, stattdessen übernahm der volksdümmliche Schlager die Oberhand. Doch zum Glück gibt es jetzt die Global.Kryner. Die fünf Musiker und die Sängerin Annie Höller haben einen Groove drauf, der die Karawanken wanken lässt. Sie bringen Hits wie Private Dancer, Hey Jude, Sex Bomb oder Funky Town im Oberkrainersound. Und das ist so genial, dass es nach dem ersten Schock sogar Spass macht zuzuhören. Global Kryner
www.globalkryner.at
 
  swingende Euter und so  
s’bescht Ländler Album wo’s git
Wer schon immer auf der Suche nach Ländlermusik war und bisher nicht fündig geworden ist, kann nun aufatmen. Die ultimative CD für den Fondueabend ist da. Ausgewählt von der Redaktion Volksmusik vom Schweizer Radio DRS1, und die sollten eigentlich wissen, was gut ist. Jeder «Hit» ist darauf. Von den alten 100 jährigen Evergreens bis zu den modernen aus den 90er. Die ideale Musik für swingende Euter und sich blähenden Käse. Die Kipler und Bauer in der Schweiz erzählen sich den nicht zu vertreibenden Mythos, dass Ländlermusik die Milchleistung steigern soll – hier kommt die Milchschwemme. s'bescht Ländler Album
wo's git

www.radiokiosk.ch/drs1
 
  Echt schon kult geworden  
Hujässler: kulturchig
Auf der CD kommen die vier Mannen Reto Kamer (Klavier), Dani Häusler (Klarinette), Markus Flückiger (Schwyzerörgeli, diat. Handorgel) und Sepp Huber (Bass) daher wie eine Rockgruppe. Innen drin , das wissen wir seit Groenemeyer, sind die Männer aber anders, und so kommt aus den Boxen, was von den Bildern kaum erwartet wird. Sattfeste Hudigäggeler und schlenkerwuchtige Polkas, verquirlt mit frech vermischter Ausländermusik und das immer perfekt im Rhythmus und Ton. Folklorepuristen werden die fremdgegangenen Passagen nicht freuen, mir waren diese ein Grund den Rest hören zu lernen.
 
Hujässler:
kulturchig

www.hujaessler.ch
 
  Attwenger: Dog  
Attwenger: Dog
Volksmusik Hardcore. Attwenger haben anfangs der 90iger Jahren mit Schlagzeug und Harmonika die wohl behütete und gut bewachte Volksmusik umgekrempelt. Wild schlagzeugschlagend, handorgelknetend und maulrappend waren die drei CDs «Luft», «Most» und «Song» Labsal für den österreichischen Punker mit einem Fünkchen Heimweh nach Volksmusik unterm Leder.
Die aktuelleren Attwenger sind weniger an der Volksmusik orientiert, weniger hard und mehr minimal music. Das Titelstück «Dog» ist alte Schule und grandios.
Attwenger:
Dog

www.attwenger.at
 
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Volksmusik nach oben
  Mit Löffel, Halszither, Häxeschyt und Hanottere
Hiesix - Neue Klänge auf vergessenen Volksinstrumenten
Die haben einfach den Plausch Schweizer Volksmusik zu spielen, ohne das ganze Gschleick von Patriotismus oder Folklore. Keine Bürde alter Vätersitte, kein pubertäres Aufmüpfen gegen zwangsverordnete Gesänge aus dem Schulliederbuch. Lust am Stöbern im alten Volksliedgut, am Zupfen vergessener Instrumente mit hübschen Namen wie Häxeschyt und Hanottere, Lust, die vergessenen Instrumente mit der globalisierten Stromgitarre zu mischen.
Lieder und Tänze hüpfen leicht durch alte und neue Saiten, umwoben von der hellen und klaren Stimme Iris Kellers. Eine Musik, die wie quirliges Bergquellwasser unsere heimatlichen Wurzeln nährt (um es mal so pathetisch auszudrücken, wie es Hiesix selber nicht tun würde).
Hiesix
www.hiesix.ch
 
  Beschwörendes aus der guten alten Liederkiste
Doppelbock:Voodoo-Jodel
Zwar scheint der Begriff Vooodoo dem Cover der CD gerechter zu werden als dem Inhalt, dennoch nimmt uns das Album mit in den Urwald, nach Irland, Bernerland, Innerland. Doppelbock arrangieren traditionelle Naturjodel neu und greifen tief in die Schweizer Liedergutkiste. So hören wir vom Meiteli, das scho bim chiechlä träppelet, dem Schätzli, das bereits am Morgen hornt und giftigen Fischen, die die Enkelin ins Grab bringen. Es singen und johlen Christine Lauterburg und Barbara Berger, das Fundament mauert Doppelbock mit allerlei einheimischen und fremdländischen Perkussionsinstrumenten. Regelmässig sorgt ein Örgeli für schräge Zwischentöne und feine Melodien. Mal poppig, mal ist schunkeln angesagt, mal möchte man selber träppelen. Gut ist, wenn einem Dudelsack und Jodel lieb ist.
Doppelbock:
Voodoo-Jodel

www.doppelbock.ch
 
  Mit Mut  
Folka: Wirbelwind
Lüpfig, heiter, leicht und ein paar Abstecher in diverse musikalische Gefilde: Die Familienkapelle Folka musiziert fröhlich durch den Groove heimischer Volks- und angrenzender Folkmusik. Keine schwere Kost wird aufgetischt, die Musik entspricht eher einem Salatbuffet, dessen Verzehr einem beim anschliessenden Tanz nicht an die Gurgel hupft. Folkas erste CD ist sauber eingespielt und der Focus liegt auf der technischen Versiertheit. Kein falscher Ton soll hervorklingen, obwohl genau dort das Potential zu einem weiteren Schuss Groove läge. Ein paar Stücke dürften fehlen, weil sie besser in die eigenen Räume passen, als in die Öffentlichkeit. Der Mut an diese zu gelangen, verdient hingegen Beachtung. Wer von den intellektuellen VolksmusikverarbeiterInnen genug hat, greife gluschtig zu dieser CD.
Folka:
Wirbelwind

www.myspace.com/fm
www.bergtoene.ch
 
  Sensenmann an der Aare  
Echo: Schnitter
Für die Kürze des Lebens gibt es proportional zu viele Lieder im Gegensatz zur Ewigkeit des Todes, der viel weniger besungen wird. Die Musikanten um «eCHo», Dide Marfurt, Corin Curschellas, Christine Lauterburg, Walter Lietha und Freunde fächern eine ganze CD Todeslieder auf. Das ist unheimlich bis sehnsüchtig und oft lüpfig tanzbar. Das Leben wird im Angesicht des Todes eben erst lebenswert. Mit wunderschönem Booklet der Fotografin Tabea Hüberli als Geschenk nur für die liebsten Freunde.
Echo:
Schnitter

www.narrenschiff-label.ch
www.doppelbock.ch
 
  Potz Tunner  
Doppelbock: Obio!
«Doppelbock» um Dide Marfurt und «eCHo» mit Christine Lauterburg, Corin Curschellas und Walter Lietha gehören zu den lüpfigsten und arriviertesten VertreterInnen der Familien, die in alten Musikalben stöbern und mit dem Gefundenen neue, aktuelle Volksmusik spielen. Für vergnügliche Stunden querbeet von der Drehleier bis zur Stromgitarre, immer lupfig und stupfig. Es wird eine Zeit kommen, wo sich Rapper bei Obio bedienen werden: «Potz tuusig, potz tunner, was chunnt mer na z’Sii, ha gmäint i well wybe jez bin-i na z’chlii.»
P.S. Ein Doppelbock ist ein Bockbier, welches mit einem Stammwürzegehalt von über 18 % eingebraut wird. (Wickipedia)
Doppelbock:
Obio!

www.doppel-bock.ch
www.narrenschiff-label.ch
 
  Lismer  
Duo Räss-Gabriel: handglismet
Jodeln bis sich Lismernadeln biegen. Nadja Räss gehört zur Zeit wohl zu den aktivsten Jodlern in der Szene. Grad in zwei feinen Produktionen mischt sie mit. Zum ersten auf einer Stimmreise mit fünf begnadeten Musikern und zum anderen im Duo mit Rita Gabriel. Eine Frau ohne die geringsten Berührungsängste. Sei es am Eidgenössischen Jodlerfest oder im TV-Total Studio bei Stefan Raab, mit dem sie konsequent schweizerdeutsch redete, was dem Raab volle Konzentration abverlangte. Nadja Räss hat sich dem Naturjodel verschrieben. Dafür ist sie (und tut es immer noch) kreuz und quer durch die Schweiz gezogen, um nach Liedgut zu suchen. Es ist die reinste Freude diesen Zäuerlis, Jützlis und Ragusserlis zuzuhören. Um die Zukunft des Jodel braucht sich wirklich keiner Sorgen zu machen. Duo Räss-Gabriel: handglismet
www.raessgabriel.ch
www.stimmreise.ch
 
  Mit guter Laune unterwegs
Max Lässer und Markus Flückiger: Überland Duo +
Max Lässer hat nicht nur den Schwyzerörgeliallrounder Markus Flückiger an seiner Seite, sondern einen ganzen Stall voller Spielkollegen. Da löffelt Töbi Tobler am Hackbrett mit und auch Anton Bruhin auf dem Trümpi (Maultrommel). Im Weiteren am Bass Arnulf Lindner, Walter Keiser an den Drums und Kaspar Rast an der Perkussion. Entstanden ist ein Volksmusikalbum, das nichts mit volksdümmlichem Schlager zu tun hat. Lässer und Flückiger schaben mit Gitarre und Örgeli an ihren Wurzeln. Der Fundus von Hanny Christen, die grösste Schweizer Sammlung für Volksmusik, lieferte genügend Material. Dazu gesellen sich witzige Eigenkompositionen. Wer eine Gute-Laune-CD benötigt, ist mit dieser gut bedient. Max Lässer und Markus Flückiger:
Überland Duo +

www.maxlaesser.com
 
  Von alter Musik  
Tritinus: Alpan
Wer bei Schweizer Volksmusik an Hudigäggeler denkt und sofort die Ohren verwirft, sollte eine kleine Reise mit Tritonus unternehmen. Die wird sich nicht an Landesgrenzen orientieren, sondern entlang Zeitsträngen bis vor 1800. Der musikalisch Reisende wird verwundert an lauschigen Plätzen inne halten, sich fragen, wie denn aus diesen leichten und doch erdigen Vorlagen der Bierbratwurstzeltgäggler entstanden ist. Tritonus tönt auf ihrer zweiten CD dank dem Saxofon von Reto Suhner auch mal neuzeitlicher. Das schmeichelt den weggeworfenen Ohren. Tritonus:
Alpan

www.tritonus.ch
 
  Blues und Blus’n  
Herbert Pixner: Blus'n auf!
Mit dieser CD versucht Herbert Pixner mit seiner diatonischen Harmonika das Heimatabend- Image dieses Instruments beiseite zu legen, ohne dessen alpenländische Wurzeln zu vergessen. Obwohl sich das Herbert Pixner Projekt als Herbert Pixner Trio bereits als mitreissende Tanzmusik einen Namen gemacht hat, scheuen die Drei auch nicht davor, in die Crossover Szene einzutauchen um neue Rhythmen und Klänge mit traditionellen Volksmusikinstrumenten zu verbinden.
Herbert Pixner Project:
Blus'n auf!

www.bogner-records.com
HPP auf myspace
 
  Voller Blut  
Alfiresli: Lieder vom Wegrand
Aus Bern und Schaffhausen, vom Tal und ab den Alpen, von der Strasse von ennet der Grenze spielen Alfiresli stromlose Lieder, die einem doch zum zittern bringen. Auf Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch, Rumänisch, Kauderwelsch, Italienisch und ganz ohne Englisch, mit Geige, Handorgel, Gitarre, Kontrabass, Mandoline, Löffeln, Melodica und vielen Stimmen. Manchmal schräg, manchmal lüpfig, manchmal bissig, manchmal traurig, immer voller Blut. Alfiresli:
Lieder vom Wegrand

www.alfiresli.ch
 
  Rasant bis sehnsuchtsvoll  
Alfiresli: Wünschellieder
Neue, frei erfundene Volksmusik von Alfiresli, frisch und unbezähmbar, strubblig und schräg bis melodiströs. Auch das frei Erfundene lässt die Muskeln in bekannten Takten zuckeln, die Melodien nehmen einem mit in geläufigen Volksharmonien. Die meisten Stüggli sind mitklatsch- und tanzbar. Alfiresli sind lebensecht und direkt vor Aug und Ohr ein sicherer Wert für einen lüpfig heimeligen Anlass, ihr mittlerweile ausuferndes Repertoire spielt von rasant bis sehnsuchtsvoll, bewegts sich beiseits und jenseits von Folklore. Etwas Sprachgewandtheit beim Zuhörer ist von Vorteil, die Lieder sind oft witzig in Ton, Takt und Text. Alfiresli:
Wünschellieder

www.alfiresli.ch
 
  Gewagt  
VOX Vokalquartett: S'sch mr alles 1 Ding
Frech aus dem Maul. Vier klassisch ausgebildete Sänger und Sängerinnen haben sich an unser altbekanntes Liedgut aus der Schulstube gewagt und frech – zum Teil schamlos – interpretiert. Takte werden verschoben, Melodien verrückt. Ein Reigen gelungener Arrangements, die verwirren. Beruhigend, dass sie von einem «Internationalen» stammen. Javier Hagen ist am Mittelmeer und im Wallis aufgewachsen, studierte in Deutschland, Italien und der Schweiz und spricht sechs Sprachen und singt weitere dazu. Solch ein Mann darf sich an «Oh Tannebaum» wagen.
VOX Vokalquartett:
S'sch mr alles 1 Ding

www.musiques-suisses.ch
 
  Entstaubt  
HujGroup: Nöis Alts
Feg weg den Staub. Seit 2002 hat die Schweiz eine 10000 Stücke umfassende Volksmusik-Enzyklopädie. Der Baslerin Hanny Christen (1899-1976) ist es zu verdanken, dass viele Stücke aus dem 19. Jht vor dem Vergessen bewahrt wurden. Die HujGroup, fünf Musiker aus drei Formationen und vier Gastmusiker haben sich an das kulturelle Erbe gewagt. So wurde der verstaubten Melodien-Sammlung wieder Leben eingehaucht. Die hervorragenden Musiker setzen das ganze so gekonnt um, dass es einem im Tanzbein zwickt. HujGroup:
Nöis Alts

www.musiques-suisses.ch
 
  Neu geschnitten  
eCHo: Pro Helvetia
Alte Schinken neu geschnitten. Altes Liedgut neu aufgemacht ist im Trend. So auch bei eCHo, einer hochkarätigedelsteinigen und losen Formation um Dide Marfurt und Thomi Erb, manchen als Doppelbock bekannt. Am Gesang Corin Curschellas, Christine Lauterburg und Walter Lietha, da kann für Heimatbegeisterte (und Gestriggebliebene wie mich) fast nichts mehr schief gehen. Es wird mit Lust gespielt, aber am schönsten sind die wehmütigen Lieder, deren Text mehr hergibt, als man damals beim schulmeisterlichen Gesangsunterricht meinte.
eCHo:
Pro Helvetia

www.doppel-bock.ch
www.narrenschiff-label.ch
 
  üUber den Grat hinaus  
Totschna: Übergratuus
Schwussisch und reizerisch. Das Fundament von Totschna besteht einerseits aus traditionellem Liedgut, andererseits lassen die Sängerin und die drei Musiker Elemente aus ihrer musikalischen Heimat einfliessen. Das Ensemble interpretiert mit Drive und parodistischer Distanz ein schweizerisch -russisches Repertoire, ohne sich dabei respektlos auf die Schenkel zu klopfen. (Totschna über sich selber). Für mich eine geballte Ladung an Artistik auf den Instrumenten und der Volksmusik und überhaupt ist es schön wenn Russen Schweizerlieder spielen und sich fragen warum.
Totschna:
Übergratuus

www.totschna.ch
 
  Kult Ur  
UR-Musig
Zum Film die Musik mit Rees Gwerder, Mosibuebä, Buofle-Wisi, Jakob Alder, Jakob Düsel, Sity-Domini u.a. Der Kult-Film über lauterzeugende Inner- und Ostschweizer, die gegen die Ruhe auf den Alpen und später gegen die Melkmaschine anzusingen versuchen. Die Löckler und Juchzer, aber auch die instrumentale Musik zeigen unverbrauchte Volksmusik, wie sie bei Sepp Trütsch oder Wisel Gyr selig nicht mehr vorkommen. Ob dies wirklich der Blues der Schweiz ist, mag ich bezweifeln, dafür kommt eine Eigenständigkeit zum Ausdruck, die rauh um die Ohren streicht. Dass diese Musik das Volk allzuoft in einer Engstirnigkeit versammelt, die sie nicht nötig hätte, ist schade.
Cyrill Schläpfer:
Ur-Musig

www.swisskulthits.ch
 
  Es geigt...  
Oberwalliser Spillit
Tanzstückchen auf die feine Art. Fruchtig erfrischend, mal nicht jazzig vermüht, sondern fröhlich versüsst. Keine «Sennechuteli-Seligkeit, kein Dur-Eintopf, Skihütten-Pommesfritesölduft und keine Stumpenrauch-Mafia» (Daniel Fischer). Es geigt ganz ohne Klischee durch Hochzeitstänze und polkischen Weisen – erinnert mehr an Klassik, als an Kuhfladen und Bierschaum. Wer sich über die Höhen und hinab in die Täler schwingen lassen will, soll sich die Spillit nicht entgehen lassen.
Oberwalliser Spillit
www.musiques-suisses.ch
 
dot
  ...und geigt...  
Das neue Original Appenzeller Streichmusik Projekt
Paul Giger spielte gegen den Waffenplatz Neuchen-Anschwilen und hat sich dadurch bei ihm Zuhause im Appenzell nicht nur Freunde gemacht. Einer, der eigentlich anders sollte, nämlich Arnold Alder, übt trotzdem weiterhin mit ihm zusammen. Sonst bei der «Alder Streichmusik» im klassischen der hiesigen Volksmusik zuhause. Zusammen mit dem Multihackbrettist Töbi Tobler von den «Appenzeller Space Schöttl», Francisco Obieta aus Buenos Aires am Kontrabass und Fabian Müller aus Zürich am Cello spielen sie Musik, die über die Holzzäune des appenzellischen Heimwesen weit hinaus gehen – und darum vielleicht näher am Zäuerli sind, als mancher appenzeller Stammtischler.
Das neue Original Appenzeller Streichmusik Projekt
www.musiques-suisses.ch
 
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Avantgardistisches und Jazziges nach oben
  Wippen ist der schönere Teil des Schunkelns
Albin Brun Alpin Ensemble: Sphères Alpines
Nimm das Esoterische vom Sphärischen, schmeiss es über die Lautsprecherkante und schon wippt es dir in Beinen und Flügeln. Die Melodiebögen orientieren sich am Geröll, an der Gletscherzunge, am Sonnenbrand und am Gewitter, fegen um die Felskanten, brausen die Alpweide hinunter. Manche Töne lecken am Edelweiss oder sägen am Horn des Steinbocks. Wer bei diesen Worten noch keine Musik hört, der kaufe die CD. Bester Alpin-Jazz mit Sax, Schwyzerörgeli, Geige, Obertonflöte, Kontrabass und Schlagzeug.
Albin Brun Alpin Ensemble:
Sphères Alpines

www.albinbrun.ch
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  Gstudiertes Schwyzerörgeli auf rasanter Fahrt
Marcel Oetiker TRIO: «Evolution»
Ein Schwyzerörgeli, wie du es noch nie gehört hast. Jazzig, funkig, bluesig, schräg und schön. Abdampfend, losreissend, lostanzend, agierend wie ein Saxophon, sich um den gestrichenen Bass windend, entlang der Schlagzeugtrommeln rasend. Marcel Oetiker spielt das Schwyzerörgeli quer durch alle Stilrichtungen, locker vom Hocker, obwohl er einer der wenigen ist, die das Örgeli studiert haben. Eine Anlehnung an die Folklore gibt es beim dem Trio nicht. Die schöne Freiheit freut auch das Schwyzerörgeli, und man hört es ihm an. Etwas ausgleichende Gerechtigkeit, denn das Saxophon kann ja auch nichts dafür, dass es für die Hudigäggeler- und Oberkrainer-Bands missbraucht wird. Tipp: Play it loud!
Marcel Oetiker TRIO:
Evolution

www.marceloetiker.com

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  Am Napf des Alphorns  
The Horns Plus: Napf
Vier Alphornisten, eine Alphornistin, ergänzt durch die Brüder Schiltknecht wie immer virtuos am Hackbrett und deftig am Schlagzeug/Percussion spielen zwischen funkig, rappig, jazzig, lyrisch. Meist kraftvolle Nagefluh-Musik ohne intellektuelle Experimente, immer der Melodie verpflichtet, die das Alphorn mit seinen Tönen vorgibt, dabei ins Alphorn spoizend, was es hergibt. Man kann sogar die Lenden schlenkern und das Tanzbein hüpfen, wo doch sonst das Alphorn eher aufs Herz zielt. Traditionelle Stückli gehen die Horns mit Spielfreude und Augenzwinkern an. Eine Musik, die Freude macht und verbreitet.
The Horns Plus:
napf

www.horns.ch
www.paulhaag.ch
 
  Am Takt der Güllenpumpe
John Wolf Brennan: The Speed of Dark
John Wolf Brennan alleine am Klavier, unterwegs über Stock und Stein, Tasten und Saiten. Da tanzt das Murmeltier, es gluckert das Wasser, es begleitet der Rigibahn-Tacho oder die Güllenpumpe. Die Klaviersaiten werden geschlagen, gezupft, behämmert, gestrichen, woraus sich Landschaften bilden, weite Sichten, enge Täler, scharfe Steine, wollige Wolken. Die selten gespielte Melodica ergänzt zeitweilig wehmütig oder verspielt das Klavier.
Immer darf Musik nicht nur gefällig sein, das würde sie zu sehr einschränken. Wer also hören lernen will, muss zuhören, sich einhören – konsumieren allein genügt nicht, damit die Klänge an der Seele harzen. Genial ist das Stück Klavier sich um die Rhytmik der im 9/8-Takt ratternden «Aecherli»-Güllepumpi von 1929 windend. Es gibt dazu eine schöne Geschichte, die bleibt hier unerzählt, die erzählt Brennan mit seiner Musik.
John Wolf Brennan:
The Speed of Dark

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  Quer durch  
Alpentöne Festival 2009
Die Alpen sind nicht nur voller Viehglocken, Felsknacken, Donnergrollen, Traktorenmotoren, Lastwagengetriebe, Wasserrauschen, Feengluckern, Teufelsschwänzeln. Alle zwei Jahre gibt es nämlich das Alpentöne-Festival in Altdorf. Und wieder einmal ist es jammerschade, dass man 2009 nicht dabei war. Gegen das Jammern hilft der Rückblick mittels Ohren. Musik aus den Bergen von Marcel Oetiker, dem Adrenalinmusikanten am Schwyzerörgeli, mit Arkady Shilkloper, dem wütenden Alphorn, den ruhig plätschernden Quadrat.schen, mit Christian Zehnder (genial), mit den theatrahlen Roberto e Dimitri, und einem eigens zusammengeschweissten Blasorchester, sowie weiteren Urgesteinen und Soldanellen. Oft leicht schräg bis jazzig, manchmal etwas folkig und volkmusikalisch, oft recht vorwärtstreibend, als wäre den Leuten allein im Gebirge nicht wohl genug, als gelüste es ihnen da raus zu gelangen.
Alpentöne
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  Ein Volk von vier Musikern
Pago Libre: Fake Folk
Man meint Volksmusik sei nicht zu spielen, wenn man keinen Alpöhi zum Grossvater hat. Die vier Leute von Pago Libre haben keinen, aber seit Jahren eine musikalische Vergangenheit, die immer wieder Bezug nimmt zu den Volksmusiken der kleinen Schweiz und der grossen Welt. Wehmütige Balladen, überraschende Rhythmen, drängender Bass, flügelschwingende Geige, bergquellklares Klavier, virtuoses Alphorn. Dem Jazz und der Volksmusik entwichen, verschmelzend an den Rändern zurückkehrend und manchmal hört man acht Augen zwinkern und klippern. Fake Folk mag Fake sein und Folk und echter als vieles Ächtes.
Pago Libre:
Fake Folk
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  Erweiterung  
hornroh: findling
Wer bei Alphornklängen weite Berghorizonte, saftige Alpweiden, bestückt mit glücklichen Milchmaschinen und lauter juchzende Sennen vor Augen auftauchen sieht, darf gerne zu «hornroh» greifen und seinem Horizont zur Bilderweiterung verhelfen: Da zwängen sich Kellerverliese, Autobahnen, schreiende statt johlende Sennen in die aufblähende Pupille. Das tschässige bei hornroh ist auf dieser CD etwas weniger intellektuell als bei «zirp», die Melodiebogen ausgeprägter– das macht das Zuhören einfacher und geschmeidiger - manchmal tauchen dann doch Kühe im Reigen auslotender Alphornklänge auf und plötzlich entfährt einem ungewollt ein Juchzer.

hornroh:
findling

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  Bergmusik at her best  
Bergerausch: Erdstern
Das Archiv an Schweizer Volkslieder scheint unendlich gross, von Weithervergangenem bis tief ins heutige Gemüt reichend. Schräge Balladen, wehmütige Liebeslieder und schrullige Tänze haben Bergerausch (Bettina Klöti, Stimme und Vera Kappeler, Klavier) ergraben, erspielt und ersungen. Vielleicht das schönste und archaischte Sammelgut von Volkliedgutes in den letzten Jahren, anrüchig, anheimelnd, berührend. Bergerausch machen jetzige Musik, es wird auch mal wild improvisiert, an der Seele raffeln aber vor allem die melodiösen Lieder mit ihren seltsam schwebenden Texten. Klötis Stimme ist sehr klar, räumefüllend und Berge umspannend, Kappelers Tastenspiel sinnt ebenso prägnant den Tönen nach, schlägt Rhytmen und bringt manche Kuhreihen durcheinander.
Bergerausch:
Erdstern

www.myspace.com/br
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  Christian Zehnder: Kraah  
Christian Zehnder: Kraah
Brauchst du Musik, die dir den Rücken krault und etwas an den Lenden zerrt? Here it is. Schauerhafte schaudernde Musik bisweilen, von Gregorianischer Kirchenmusik bis zum Jodel greifend, manchmal spitz und witz, manchmal den Himmel erschlagend, manchmal schwingend bis in die Muskelfasern. Zehnder, bekannt vom Duo «Stimmhorn» mit Balthasar Streiff, singt weiterhin Oberton, flattert mit der Stimme, wirft Backen, Zunge und Stimmbänder den Berghang hinunter. Auf «Kraah» nehmen Georg Breinschmid, Bass und Thomas Weiss, Percussion den Intellektuellen Zehnder auch mal an den Strand, swingend in der Badehose. Dort nämlich endet mancher Felsbrocken der Alpen. Und an den Ohren lüftelt das Dröhnen einer Kraahkenschwinge.
Christian Zehnder:
Kraah

www.zehndermusic.ch
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  Neue Alphornmusik
Arkady Shilkloper: Zum Gipfel und zurück
Klassisch - jazzig - fetzig - schräg - orchestral - melodiös - weihnächtlich - sphärisch, keine Hudigäggeler, keine Folklore. Es geht mehr um den Ton, um die Alphornklänge als um Virtuosität technikflatternder Lippen. Schön, dass ein russischer Musiker, der Moskauer Hornist und Flügelhornist Arkady Shilkloper das Alphorn auslotet, einer, der kaum mit Kühen auf einer Weide grast. Dafür kennt er schweizer Komponisten wie Hans Kennel, Matthias Rüegg, Hans-Jürg Sommer und John Wolf Brennan und interpretiert deren mannigfaltigen Bemühungen aktuelle Volksmusik zu spielen und ehemalige zu erweitern. Ein klingender Alpenrosenstrauch mit Blüten, Blättern, Zweigen und Wurzeln, einmal auf der Weide, einmal im Konzertsaal zu hören.
Arkady Shilkloper:
Zum Gipfel und zurück

www.musiques-suisses.ch
 
  Gopfertami  
Albin Brun’s NAH Trio
Gopfertami, das ist einfach genial schöne und intelligente Musik!
Örgeli, Tuba und Schlagzeug spielen sich temporeich und tönezart entlang heimatlicher und globaler Musik, so, als sei dies sowieso nicht unterscheidbar. Der Uri Rotstock zmitzt auf dem Cover ist nicht Mittelpunkt der Welt, sondern Aussichtspunkt auf die Welt. Und die Menschen auf dieser einen Kugel sind mal traurig, mal lustig, mal beswingt, mal nachdenklich, mal wehmütig, mal verliebt. So zumindest berührt mich diese Musik.
Albin Brun's NAH Trio
Fernsicht

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  Am schönsten  
Albin Brun’s NAH Trio
Am schönsten ist das Örgeli, wenn es die Töene langzieht – und man fragt sich, wieso dies in der Volksmusik so selten geschieht. Albin Brun macht es, zum Teil wenigstens, und wo es dann doch schneller zu und her geht, bringt Andy Aegerter, aus Buenos Aires stammend, südliche Rhythmen ein. Aber einfach nur verjazzt sind die Schweizer Lieder nicht, das wäre doch zu nostalgisch. Heute werden Volkslieder frisch von der Leber gespielt, ohne moralische Schrägakkorde. Die nächste CD wünsche ich mir live eingespielt, das nimmt den Musikkanten die letzte Zurückhaltung und lässt sie spielen wo sie hingehören: zu den Leuten. Albin Brun's NAH Trio
Nahaufnahmen

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  Hängen und baumeln  
Musik zum Abhängen
Kennst du Duduk? Oder Hotchiku, Dvojinice, Tampura, Klangmühle und Polychord - oder wenigstens das Hackbrett? Namen geheimnisvoller Instrumente, auf denen Töbi Tobler, Sandro Friedrich und Heinz Bürgin Musik «zum die Seele baumeln lassen», oder eben zum abhängen, zotteln, davonschweben, sich cremig machen, zerfliessen, gedankenwippen, pflatschen, rocheln, schlankern, gigampfen usw. So meditativ die Musik auch daherkommt, sie braucht trotzdem Aufmerksamkeit, als Background taugt sie nicht. Die Intensität ist bei den leisen Tönen - ihnen im Detail nachzulauschen kann ganz schön beruhigend sein und wirken. Töbi Tobler,
Sandro Friedrich,
Heinz Bürgin:
Musik zum abhängen

www.toebitobler.ch
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www.pythagoras-instrumente.ch
 
     
tri bann
«Der Klang der Berge ist eine Frage der eigenen Wahrnehmung. Seit über 20 Jahren hören wir den Bergen zu und übersetzen mit unseren Instrumenten die alpine Landschaft in unsere Musik. Entstanden ist «bann», unser persönliches Echo der Berge. Glarner Berge gaben unserer Musik die Namen.» So stehts auf dem Booklet der CD und so ist es auch. Bergsturz und Felsengetürme, Nebelschwaden entlang von Grasbändern, Horizonte den Wildbach hinabschluchzend, Geröllgepolder und winkende Soldanellen - dies auf diversen Alphörnern, Posaunen, Hackbrettern, Schlagzeugen und einem Balaphon. Roland Schiltknecht,
Roland Dahinden,
Gabriel Schiltknecht:
bann

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  Los los!  
töbi tobler: so los
Wer hackt macht nicht unbedingt Feuerholz. Töbi Tobler solo hackt und macht Feuer, nur am Rande mit Holz, aber auf dem Brett. Alles klar? Das Hackbrett von Tobler schwingt mit unzähligen Seiten, manchmal schnell, virtuos, manchmal den Klängen lauschend und das Weitergehdne suchend. Einer hackt Klangwelten in die Ohren des anderen, der andere wirbelt in den Tönen umher und produziert Bilder im Kopf, die der eine nie vorgesehen hat. So hat jeder etwas für sich, ganz alleine. Sehr schön. Also Volume auf und Welt weg. Töbi Tobler:
so los

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  Priska Walss: aurora  
Priska Walss: aurora
Die ersten drei Töne der CD sind so schön und warm, die Augen fallen einem zu, man taucht ab, sieht im ersten Stück die heile Bergwelt vor sich, wird aber bald wieder runtergeholt in die Niederungen des Alltags, merkt, dass das Alphorn andere Stimmungen erzeugen kann als nur heile Welt. Man weiss, das Alphorn gehört nicht auf einen Tonträger sondern raus in die Welt und ist Priska Walss unendlich dankbar für diese CD.
Priska Walss:
Aurora

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Tel. 044 492 52 88
 
  Paralpin, Patricia Draegers Röseligarte  
Patricia Draeger: Paralpin
«Der Röseligarten» wurde 1850 von Otto von Greyerz herausgegeben. Patricia Draeger hat sich respektvoll und behutsam an die Lieder rangemacht, lässt eigene Melodien aus den Wurzeln weiterspriessen und uns teilhaben am Lustgarten der zeitlosen Töne. Improvisationen spielen die Lieder in die heutige Welt hinein. Patricia Draeger, Akkordeon, Flöte, Gesang; Sergei Simbirev, Akkordeon, Schwyzerörgeli, Gesang; Daniel Häusler, Klarinette, Bassklarinette, Gesang; Marc Draeger, Vibraphon, Marimbaphon, Perkussion, Gesang; Christoph Mächler, Kontrabass, E-Bass, Maultrommel, Gesang; Marc Halbheer, Schlagzeug, Perkussion, Gesang. Paralpin:
Patricia Draegers Röseligarte
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  hornroh: zirp  
hornroh: zirp
Höhen- und Höhlenmusik. Hornroh sind Anita Kuster, Ruedi Linder, Martin Roos und Balthasar Streiff an diversen Alphörnern, am Büchel, der Lure und der Aluminiumfolie. Aufgenommen im Saalbau in Aargau tönen Büchel und Alphörner mehr nach Höhlenmusik als nach Höhenmusik. Am schönsten und eindringlichsten, wenn der Beton bröckelt und die Töne aus dem Saal flattern. Insgesamt keine leichte Kost, dafür reichts für Entdeckungen bis in die Pension.
hornroh:
zirp

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  Herzschläge mit Schnauf  
Werner Aeschbacher
«Vielleicht haben die ja recht, die vorgeben, dass es im Himmel Harfen gibt. Vielleicht auch Flöten und Geigen. Doch ich bin sicher, dass es dort keine Akkordeons gibt, so wie ich sicher bin, dass es dort keine grüne Kuhscheisse gibt, die nach wildem Knoblauch riecht. Das Akkordeon ist für das Leben auf dieser Erde gemacht, die linke Hand gibt den Bass und die Herzschläge an, die Arme und Schultern mühen sich Atem zu schaffen, und die rechte Hand greift nach Hoffnungen!» Das Zitat von John Berger passt ganz treffend zu der Musik von Werner Aeschbacher.
Werner Aeschbacher:
Aeschbacher

www.aeschbacher.li
 
  Aeschbacher x Hägler  
Aeschbacher x Hägler
Aeschbacher auf seinem Langnauerli und Hägler als Schlaginstrumentalist, der alles zum Trommeln benutzt, das sich dazu eignet, seien es Ölfässer oder seine Stromgitarre. Die beiden stossen in eine neue Dimension der Volksmusik vor, eine Art Volxblues. Den Traditionellen werden zwar die Haare geradestehen, falls vorhanden, aber der offene Zuhörer wird an der Musik die hellste Freude haben. Aeschbacher x Hägler
www.aeschbacher.li
 
  Alpine Experience: Rosa Loui  
Alpine Experience: Rosa Loui
Bei Jazz und Alphorn stösst man unweigerlich auf Hans Kenel und seine Alpine Experience. Die Wurzeln ihrer Zusammenarbeit reichen bis ins Jahr 1982 zurück. So ist es nicht verwunderlich, dass hier ein eingespieltes Team am Werk ist. Mit Roland Schiltknecht, dem exzellenten Hackbrettspieler, Heiri Künzi am Bass, Marc Käppeli (Drum, Percussion), Patricia Draeger am Akkordeon und Paul Haag auf dem Alphorn hat Hans Kenel, Alphorn und Büchel, auf ausseralpinen Bühnen mehr als nur Beachtung geerntet. «Rosa Loui» ist ein interessanter Querschnitt durch ihr musikalisches Schaffen. (hs)
Alpine Experience:
Rosa Loui

www.tcb.ch
 
  Den Rücken hinunter
Alpine Experience and the Schönbächler Sisters
Auf ihrer Scheibe «a call from the alps» hat «Alpine Experience» zusammen mit den Innerschweizer «Schönbächler Sisters» eine neue Dimension geschaffen. Aus verschiedenen Musikrichtungen kommend, betreten beide Neuland. Das Ergebnis ist ein wunderbares Naturtonabenteuer. Die vier Geschwister pflegen den Naturgesang und den Jodel. Neben traditionellem Liedergut öffnen sie sich für eine experimentelle Begegnung. Agatha, Barbara, Daniela und Monika zeigen keine Berührungsängste. Besonders eindrücklich sind zwei Einspielungen mit der WDR Big Band, aufgenommen in der Kölner Philharmonie.
Alpine Experience and the Schönbächler Sisters:
a call from the alps

www.tcb.ch
 
  Vermessen  
Doran, Brennan, Héral: Triangulation
Triangulationspunkte braucht man zur Vermessung weit auseinanderliegender Punkte mit Hilfe ähnlicher Dreiecke. Soweit die Theorie, die Praxis ist etwas komplexer. Hier spielen drei Musiker, stehen nahe beieinander und loten Eigenheiten und Entfernungen aus. Soweit kurz gesagt, die Musik ist etwas komplexer. Keine leichte Kost, wenig Harmonien, wenig Bekanntes, nichts zum schunkeln. Dafür ungebremster Berggeist, flirrende Horizonte, rollendes Alpenglühn. Am schönsten dort, wo sich die drei treffen und die Musik trotz Vermessung grenzenlos ist. Christy Doran, Gitarre; John Wolf Brennan, pianos, melodics; Patrice Héral, perkussion. Die Musik: FreeMusik, NewJazz, NewRock.
Doran, Brennan, Héral:
Triangulation

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  Recht jazzig  
Pago Libre: Phoenix
Das alpinitische Element spielt der Alphornakrobat Arkady Shilkoper in die Musik des Jazzquartetts «pago libre». Neben Alphorn und Flügelhorn spielt er das «alperidoo», sonst ist viel Jazz zu hören, funkig, fetzig, elegisch, experimentell. Arkady Shilkloper (Hörner), Tscho Theissing (Geige), John Wolf Brennan (Klavier) und Daniele Patumi (Bass) sind alles ausgewiesen ausgefuchste Musikanten mit klassischer Ausbildung, virtuose Einzelkämpfer und durch die Jahre bei pago libre zusammengewachsene Improvisatoren. Kammer- und Tonhallenjazz, der ausgebrochen ist und zeitweilig in den Bergen sein Unwesen treibt.
Pago Libre:
Phoenix

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  Pilatus am klingen  
Albin Brun: Pilatus
Bergbachmurmeln und Dämonenlachen. Man nehme einen Berg, höre gut hin, krame im traditionellen Liedgut der guten alten Schweiz und mische in eigener Weise mittels aktueller Instrumente seinen Sound. Albin Brun bringt in der heimischen Stube einen ganzen Pilatus zum klingen, ziemlich jazzig, wohltönend und endlos entdeckend.
Albin Brun: Saxofone, Akkordeon, Flöten, Gitarre, Piano, Stimme, Didjeridoo, Perkussion; Bruno Amstad: Stimme
Albin Brun:
Pilatus

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  Ohne Heidi und Peter  
Shooting Stars & Traffic Lights
Einmal soll es auch wild und kraftvoll zugehen, nämlich hier. Es werden Klangräume von der Felswand bis zur nächsten Hochhausfassade ausgereizt, manchmal sämig in die Länge gezogen, manchmal schmal geschnitten wie eine Salami. Raues Saxophon, klirrendes Klavier, schwebende Geige, dampfender Bass, kugelndes Schlagzeug. Von Jazz bis Avantgarde, ohne Heidi und Peter. Manchmal mögen die Stücke heimatlichen Ursprungs sein – zumindest wohnt der Komponist John Wolf Brennan im liedgeschichtlich ominösen Weggis – wer aber auf sprudelnde Bäche und Bergkulisse in Abendrot hofft, wird nicht erhört. Die Alp ist nämlich nicht die Mitte der Welt, oder wenn doch, dann nur sporadisch.
Shooting Stars &
Traffic Lights

www.brennan.ch
 
  Trümpi vom feinsten  
Anton Bruhin: travels with a trump
Er wohnt in Schübelbach und wird als Weltmeister des Trümpi gehandelt. Anton Bruhin spielt die Maultrommel, dass es dem Gitarrenverzehrer das Fürchten lernt, mal spacig, mal innerschweizerisch, mal tanzbar, mal schwebbar. Eine Prise «cuhfladé» kann hier nehmen, wer über die nötigen technischen Komponenten verfügt. Kuhfladen hören (450 kb)
Anton Bruhin:
travels with a trump

www.engeler.de
 
  All that Viehs Geläute  
Cyrill Schläpfer: s'Glüüt
Ein Stück Musik für Glogge, Trychle, Chlopfe, Schelle, hervorgebracht durch Vieh, Glockengiesser, Treichelschmiede, Älpler, Toningenieur, Wind und Wetter, etc.
• Vol 1: Diese CD enthält das vielstimmige Glockengeläute einer einzigen Rinderherde (71 min.), aufgenommen am 12. September 1992 (Vollmondnacht) auf der Alp Aelggäu OW.
• Vol 2: Zusammengefügt zu einer akustischen Reise durch die Klanglandschaften von neunundzwanzig Alpweiden. Das Geläute stammt vor allem von Alpherden aus dem Entlebuch, Muotatal, Schächental, Alpstein und aus Unterwalden (74 min.).
Auf der Website von Cyrill Schläpfer finden sich noch mehr Töne für HeimwehälplerInnen.
Cyrill Schläpfer:
s'Glüüt

www.csr-records.ch
 
  ewig hören  
Stimmhorn: igloo
Was ergeben Jodel, Alphorn und Obertongesang? Wenn dann noch eine Melkmaschinenorgel, ein Alperidoo oder ein Wippkordeon dazu kommt ist die Neugierde geweckt wie das wohl tönt. Das was Christian Zehnder und Balthasar Streiff daraus gemacht haben ist mehr als bemerkenswert. Zuerst mit «melken», «schnee» und «inland», dann mit «igloo» geht es auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Töne und Klänge. Unglaublich was Christian Zehnder mit seiner Stimme machen kann. Wundersames, Archaisches und Überraschendes was aus Balthasar Streiffs Alphorn und anderen Hörner die Weite ins Ohr sucht. Stimmhorn:
igloo

www.stimmhorn.ch
 
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Hörbuch nach oben
  Gschichte us em Bärner Oberland: Frutigtal  
Gschichte us em Bärner Oberland
Wer irgendwo auf die Alp geht, in eine ihm fremde Region, wird auf Bauern treffen, die kaum zu verstehen sind. Dies lässt Freiraum, die Arbeiten so zu machen, wie man es selber will. Wer sich in den Berner Oberländer-Dialekt einhören und einarbeiten will, macht dies mit der Gschichten-CD aus der nahen Reihe «Wege zum Alpkäse». Ungeheuer schöne Gschichten und klingende Stimmen. Von altherkommend und ewig erzählend. Für lebendige Ohren und warme Herzen. Fürs z'verstah oder au nur zum lose.

Mehr Regionaldialekte vom Simmental, Haslital und Saanenland gibt es unter folgendem Link:
www.weberag.ch
 
   
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