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sassen auch dieses Jahr wieder zusammen, die beiden, auf der Fuorcla
oben, bis zur Dämmerung. Die Gamsjagd spielte da kaum eine
Rolle mehr. Der Mann schoss eh nicht mehr auf Tiere, es wollte das
nicht mehr in ihm; hing nur noch so den Gemsen nach, suchte Ruhe
und Ablenkung in seinen Bergen. Das Gewehr halt dabei, wie immer;
und den Hund, den treuen. Alte Gewohnheit. - Auch das wusste der
Alte. Und er wusste noch mehr - Konnte es auch am winzigen Leuchten
der Augen ablesen, dass sein junger Freund eben neulich ...
Sie war nicht die Art Frau, die sonst seine Wege kreuzte. - Sie
wusch gerade die Stiefel am Brunnen, unter der Hütte, als er
sie erstmals sah. Hatte aber nicht den Mut, auf sie zuzugehen, sie
anzusprechen. Behielt seinen Abstand, wollte sie nicht erschrecken.
Was nur hatte die Frau an sich, so speziell anders? Fand keine Antwort.
- Bis er sie wieder sah, Tage später, auf dem Hügel, hinter
der Hütte. Sie spiegelte nach ihren Kühen. Erwiderte seinen
Gruss. Es waren mehr ihre Augen, die sprachen, so vielsagend, als
der knappe, warme Gruss. Sie war schon schön, sehr schön,
anmutig, aber viel mehr noch als das. Schwer zu sagen. Nicht eigentlich
nur Hirtin, nicht nur Städterin. Eher ein Ebenmass. Strahlte
Wärme, Ruhe aus, vollkommene, - den Grashalm zwischen ihren
schönen Lippen.
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