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die Entstehung und die dazu führenden Faktoren können wir
auf der Alp keinen Einfluss nehmen. Trotzdem ist es gut zu wissen,
dass Milch nicht einfach Milch ist, sondern ein komplexer, auf äussere
Bedingungen reagierender Stoff - mit wertvollen Eigenschaften.
Acht
geben heisst es bei der Gewinnung der Ziegenmilch. Ziegen sind schwieriger
sauber zu melken als Kühe. Die meisten Ziegenalpen sind sehr
einfach eingerichtet, Handmelken ist üblich. So lange die Milch
im Euter ist, ist sie geschützt von Dreck und fremden Bakterien
(ausser bei Euterentzündung). Bevor die Milch in den Melkeimer
spritzt, die Schaumkrone steigt und steigt, gilt folgendes zu beachten:
- Melkeimer sollten aus einem geeigneten Metall
sein, am besten Chromstahl. Kunststoffeimer sind zu vermeiden.
Das Melkgeschirr sollte sauber und in einem guten Zustand sein.
- Vor und während der Melkzeit regelmässiges
Händewaschen mit Seife.
- Staub und Dreck im Gehege und Stall setzt
sich im Fell der Ziege fest. Es sollte nicht nur auf ein sauberes
und trockenes Euter geachtet werden; den gröbsten Dreck aus
dem Fell klopfen und bei tropfenden Flanken zuerst eine trockene
Ziege melken.
Diese Massnahmen helfen mit, die Verunreinigung
der Milch möglichst gering zu halten.
Wenn
nun Ziege und MelkerIn bereit sind, kann begonnen werden. Bei den
ersten paar Spritzer in den Vormelkbecher lässt sich feststellen,
in welchem Zustand die Milch ist. Gleichzeitig wird vermieden, dass
die Milch am Boden gärt und so zu einem Risikofaktor wird.
Es hat sich bewährt, die Milch zwei Mal zu filtern. Die gewonnene
Milch wird möglichst schnell gekühlt - ausser sie wird
direkt verarbeitet. Die gekühlte Milch so kurz wie möglich
lagern.
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