Gentech und Viehzucht
     
 


Chur und Zürich. Das "Komitee Freier Weidegang" (KFW), teilt der zalp-Redaktion mit, dass es einem unter strengsten Bedingungen wirkenden ForscherInnenteam gelungen ist, jenes Gen zu isolieren, welches die zentralafrikanischen Springgazellen (antilopinae saltans) befähigt, Luftsprünge von bis zu zwei Metern Höhe und sechs Metern Weite zu vollbringen.

von Lukas Gantert
 

 
ffenbar enthält jener DNS-Abschnitt Informationen, welche ein spezielles Enzym (ein Eiweisskörper) veranlassen , die elektrische Leitfähigkeit der Nervenzellen zu vervielfachen. Sendet nun das Zentralnervensystem den Impuls "Spring hoch" oder "Spring weit" usw. aus, so erhält die Sprungmuskulatur dank der Aktivität dieses Enzyms den Impuls in unverminderter Stärke und reagiert natürlich dementsprechend.

as nahe lag soll nun ebenfalls gelungen sein, wobei nicht in Erfahrung zu bringen war, ob es sich um Absicht oder um einen Unfall handelte: die Übertragung des Sprung-Gens in die DNS des Hausrindes. Ein erstes solches Kalb wurde vermutlich mit dem Verfahren des indirekten Gen-Transfers durch eine Mikrosonde, anlässlich der ersten Flumser TopGen Embryo-Auktion in den Reproduktionskreislauf des Hausrindes gebracht. Es erfüllt die Erwartungen , beziehungsweise die Befürchtungen bei weitem und überspringt sämtliche Abschrankungen eines bekannten Zuchtstalles im Bündner Rheintal, wo aber Stillschweigen geübt wird.

ach statistischen Berechnungen dürfte es noch einige Jahre dauern , bis sich die Sprungrind-Population durchsetzen wird. Genaue Prognosen sind nicht möglich, da sich die einzelnen Individuen nicht mehr einem Besitztum zuordnen lassen, weil sie die Grenzen kaum respektieren. Wir vom Alppersonal dürfen aber heute schon die Aussicht geniessen, in absehbarer Zeit Isolatoren weder ein- noch ausschrauben zu müssen.
 

 


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