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eidiland
gleich nach der Grenze vom Kanton St. Gallen ins Bündnerland,
zwischen dem jungen Rhein und der Nationalstrasse 13 beherbergt
vielleicht die Sennerei, wo auch dann noch Alpkäse gemacht
wird, wenn auch von der letzten Alp die Milch per Pipeline zu Tale
fährt. Im Käsereigeschäft Sännebueb dauert der
"Alpsommer" 1994 ganze 5 Wochen, anfangs Juni heisst es
für Senn Kurmann ans Kessi stehen und schaukäsen. Traditionell
geht es dann zu und her, gefeuert wird mit Holz, der Käse kommt
ins Holzjärb und die Holzverkleidung vor den Betonmauern sorgt
für Alpstimmung: ein 500jähriger Maienfelder Stall führt
hier sein zweites Leben. Vier Heidiland-Käse à sechs
Kilo zieht Herr Kurmann täglich aus dem Kessi, zwei am Morgen,
zwei am Nachmittag. Die 240 Liter Vollmilch werden täglich
von der Milchzentrale Maienfeld geliefert, wetterbedingte Schwankungen
gibts keine. Noch im Heidiland nehmen die Käse ihr Salzbad,
dann gehts ab in die Käsekeller des Toni-Milchverbandes zu
Landquart. 45 Jahre lang arbeitete Herr Kurmann für den Milchverband,
Besitzer der Sännebueb-Kette mit Schaukäsereien in den
Raststätten Heidiland und Glarnerland. Auch nach der Pensionierung
ist er Toni treu geblieben und zeigt den automobilisierten Touristen,
wie hierzulande noch gekäst wird. Gut gekäst, wie die
Mulchentaxation zeigt.
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