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| Liebe Älplerinnen und
Älpler, Liebe Bauern und Bäuerinnen, Liebe Alpbeschützerinnen
und Alpenbeschützer,
ihr wisst: seit dem 29. Juli wird im Val Curciusa gebaut. Noch nicht so richtig und ohne Baubewilligung, aber immerhin: Sondierarbeiten. Baucontainer, Bagger und Geophysiker wurden eingeflogen, um den Untergrund des geplanten Staudammes zu untersuchen. Der Stromlobby und der Elektrowatt scheint es ernst zu sein mit ihrem Atomstromveredelungsprojekt. Sie wollen den Damm. Rekurse hin, Beschwerden her. Dagegen regt sich Widerstand. Die Arbeitsgruppe Val Madris-Curciusa und die Bündner Umweltverbände setzen sich schon lange für die Erhaltung der Täler ein. Jedes Jahr brennen mehr Protestfeuer am zweiten Augustsamstag. Der Bohrplatz wurde am 9. August 91 besetzt. Und am 21. September findet eine ganz besondere Demonstration statt: ein Alpabzug der Sennerinnen und Hirten, Bauern und Bäuerinnen und sonstigen Alpbeschützerinnen und Alpenbeschützer mitten durch die Stadt Chur. Uns ist klar: nicht nur das Val Curciusa ist durch einen Pumpspeichersee bedroht. Und nicht nur die Stromlobby versucht, aus den Alpen Kapital zu schlagen. Tourismus und Militär sind mit dabei. Auch darum kann es beim "Alpabzug" gehen. Der "Alpabzug" sieht konkret so aus: Freitag, 20. Sept. Abend: jährliches
Älplerinnen- und Älplerfest im Rest. 3 Könige, Chur
mit Musik und Tanz Samstag, 21. Sept. 11 Uhr: 14 Uhr: Besammlung und Start zum Alpabzug beim Jugendhaus 16 Uhr: Schlusskundgebung vor
dem Stadttheater / Grossratsgebäude mit Übergabe der Präsente
an die Regierung. Abgabe des individuellen Restwassers, Brief an
den Regierungsrat. Natürlich gibt es keinen Alpabzug im traditionellen Sinn. Und Alpabzüge sind im Bündnerland kaum verbreitet. Wir kommen also ohne Trachten und ohne geschmückte Kühe und verteilen keinen Käs. Wir bringen anderes mit von der Alp:
Die Arbeitsgruppe "Alpabzug" Spenden zur Finanzierung der Aktion gehen an |