|
|
||||||
|
|
||||||
|
|
||||||
![]() |
a) abheben Wie kein anderes, lässt sich das Leben auf der Alp fast beliebig mit Bedeutung und Sinn versehen. Gerade weil es sich, typisch für einen Randbereich, vielen Zwängen der Dienstleistungsgesellschaft zu entziehen scheint, entsteht der Eindruck, wir befänden uns auf der Alp in einem Refugium, einem Jagdasyl. Nur zu gerne sind wir bereit, uns nicht als Arbeitnehmer zu verstehn, nicht als unterbezahlte Landarbeiter mit schlechten Arbeitsbedingungen. Nur zu leicht sind wir auch bereit, die Möglichkeit, als Älpler zu arbeiten und zu leben, nicht als eine von Staates-, von Subventionsgnaden zu sehen. Anderes springt uns schneller in die Augen, gibt zu reden und zu fühlen. Einige von uns sprechen vom 'letzten freien Beruf'. Wir kleiden uns in unserer eigenen Mode und gegen die 'Trends'. Wir eignen uns den schweren Schritt unserer Arbeitgeber an, den allzu schwere Krampferei im Lauf der Jahre ihren Körpern beigebracht hat. Wir geniessen es, von den Modernen, Zivilisierten bewundernd auf unser einfaches Leben angesprochen zu werden und sind stolz darauf, in einer 'uralten Landschaft' einem ebensolchen Erwerb nachzugehen. Ein Hauch von Heldentum und Pioniergeist umgibt die Spezies Älpler. Ist es das "Land in Sicht!", das uns bewegt, ist es das "Nein, stirb nicht!"? Wie falsch das alles ist, was ich da schreib, und noch viel wahrer! Ich werd wohl wieder z'Alp gehn. Und den Nahtstellen, Brüchen und Narben der eigenen Geschichte und unserer Zeit auf den Leim kriechen. b) landen ... Wir wünschen allen schöne Bilder, viel Romantik, scharfen Blick und guten Spiegel. Beda Meier
|