|
Hansueli Hansueli ist der Berner. Man nannte ihn auch Däihie. (Weil er einmal gerufen haben soll: He Jaag, chumm däihie!) Das haben die Glarner lustig gefunden und ihn so genannt. Im Frühling noch, wurde er krank. Er musste ins Spital. Dann pflegte ihn Susis Mutter. Dann kam er wieder und wir staunten. Es war im Oberen wo wir die Kühe gemeinsam weiden liessen. Hansueli kam also mit uns die Kühe holen. Und dann vernahmen wir zum ersten Mal seinen Urschrei. Jawoll! Ein Urschrei war das, was er von sich gab. Von tiefinnen kam es, laut, bissig, tat weh in den Ohren und erschreckte die Kühe. Von da an schrie er den ganzen Sommer lang. Und auch im Spätsommer noch hörten wir ihn; als wir im Chäsboden unten waren und er im Ahornen oben.
|
von Bea Bohren |
|
Uuchruut Im Frühling mäht man Unkraut. Man macht die Sense scharf und geht in die Weiden hinaus und mäht Unkraut ist alles,was die Kühe nicht fressen. Zum Beispiel Hahnenfuss, Gerbern, Placken und Wolfsmilch. Ich erinnere mich,wie Monika in Plastikhosen und Filzhut ihre Nachmittage verbrachte. Rhythmisch hat sie die Sense hin und her geschwenkt. So mähten wir, bis es kein Unkraut mehr hatte. Es geht nicht darum, das Unkraut zu vertilgen, sondern lediglich seine Verbreitung zu beschränken. Damit muss man sich zufriedengeben.
|
| Home | mail@zalp.ch |