Die Alpen sind eine uralte Landschaft
 
 

DIE ALPEN sind eine uralte Landschaft. Ihr Eigenwert ist das im Laufe der Generationen langsam gewachsene. Ob Boden, Pflanze, Lebewesen, was hier Bestand hat, hat einen langen Weg hinter sich. Jeder schnelle, unausgewogene Eingriff in diesen Lebensraum wirkt zerstörerisch. Diese Eigenart und diesen hiesigen Wert der Zeit gilt es wahrzunehmen und zu achten.
So beginnt ein Aufruf, der in diesen Tagen im ganzen europäischen Alpenraum verschickt wird. Am 10. August soll eine leuchtende Kette von Höhenfeuern die Alpen zum Glühen bringen. Die Botschaft, die von Gipfel zu Pass, von Alp zu Tal gesendet wird, ist eine persönliche und gemeinsame zugleich: Die Gemeinschaften in den Tälern lebendig und eigenständig erhalten und sich tälerübergreifend für eine Entwicklung der Alpen ohne Zerstörung einsetzen.
Dass diese Zerstörung allenthalben droht, ist bekannt. Sei es der „Endausbau der Wasserkraft" (die Fassung der letzten Bäche und der Bau von Pumpspeicherseen), die Wegrationalisierung der Berglandwirtschaft unter dem Druck der EG oder die Transitverkehrslawine, die sich je länger je schlimmer ins Rheintal, die Leventina und das Urner Reusstal ergiesst. Ein Autostrassenbau durchs Prättigau und in die Surselva verheisst auch diesen Talschaften verheerendes.

Wenn alles klappt, folgen dem Aufruf Älplerlnnen, BergbewohnerInnen Gruppen und Vereine, Parteien und Organisationen vom Wienerwald bis zum Mittelmeer, von der Zugspitze bis zum Mont Blanc. Ob Alpinistinnen oder Schützen- und Verkehrsvereine, wer am 10. August auch nur ein kleines Feuer im Freien entfacht, wird Teil dieser hoffnungsvollen Lichterkette über Gipfel und Gräte hinweg.Wer macht ein Feuer mit seiner Familie, seinen Freunden, allein oder im Verein.
Alle die den Ort ihres Feuers (Berggipfel, Grat, Pass, usw. und ihren Namen angeben, werden auf das viersprachige, farbige Plakat genommen, das eigens für diese Feuerkette gedruckt wird!

Den poetischen Aufruf (d/f/it./rom.) und alle weiteren Unterlagen von:
„Feuer in den Alpen" c/o Sabina Ruff Hinterhasli 9427 Wolfhalden

In den vergangenen drei Jahren brannten am zweiten Augustwochenende jeweils zwischen 150 und 200 Widerstandsfeuer auf den Bündner Alpen,
Als Unterstützung für all jene die sich für die Erhaltung der Alpentäler und wider dir verschiedenen Stauseeprojekte einsetzen.

Dieses Jahr, wo die Feuerkette gemeinsam von der Arbeitsgruppe Val Madris-Curciusa, Avers-Juf, der Pro Bernina-Palü, Poschiavo, dem Grimselverein, Meiringen und der Alpeninitiative, Brig, ins leben gerufen wird, werden es hoffentlich noch viel mehr sein.
 

 


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