Editorial    
   

 

Zum Neustart 97

Am ersten Juniwochenende treffen wir uns und reihen zum siebten Mal Beiträge, Illustrationen und Inserate zwischen die Umschlagseiten einer zalp, der Zeitung der Älplerinnen und Älpler. Wir wissen, das Blatt wird erwartet und gelesen, und seine Ankunft auf der Alp gehört mittlerweilen zu den Fixpunkten eines Alpsommers. Das motiviert.

Auch wenn die Deckblätter etwas nisserig geraten sind, der Inhalt freut uns. Einiges an Beiträgen ist zusammengekommen den Winter über: Beiträge zu Wandel und Zukunft der Alpwirtschaft, Informationen für die Alpszene, die traditionellen Lesetips (obwohl wir wissen, dass oft gilt: Ich lese nicht, also alpe ich ...). Und, weils unsere letzte Nummer ist, zwei Kreuzworträtsel & eine Fotoromanze, Eusebia sei Dank.

Beim Mittagessen eben haben wir über Arbeit und Zeitgeist gesprochen, und darüber, wie es sich lebt in den Tälern und Ebenen. Da stellten wir einmal mehr fest: noch eine einzige von uns ist diesen Sommer z'Alp. Nicht dass auch hier unten Esel sängen, der Wandel schnell wär und viele Rätsel und Romanzen zwar gestellt, aber doch schier unlösbar Schienen. Aber wir würden zu Nostalgikerinnen, wären wir auch nächstes Jahr noch die Macherinnen der zalp. Wir würden zu Mitplärrern im Heer der mutterländischen Sonntagsrednerinnen und "weisch no, denn i däm Summer"-Schwärmern, deren es unappetitlich viele gibt, allhier und überall.

Kurz: Das BÜRO hat uns. Wir mögen keine Mythen zimmern. Wir lassen das Alpzeitungsmachen und rufen Eusebia, das Szepter zu übernehmen. Wir sind wieder oben, zurückgekehrt zu unseren Tieren, Blumen, Käsen, ... freuen uns, wieder hier zu sein, zu arbeiten, zu geniessen, unsere Welt, unser Leben, unseren Lebensraum," hiess es im Editorial der zalp 92. Die MacherInnen gingen samt und sonders z'Alp. So soll es sein, im Sommer 97 bei der zalp Nr. 8.

En schöne Summer wünscht Beda Meier

p.s.:

Wer immer Eusebia kennt: Sagt ihr, sie brauche nicht bei Null anfangen, brauche keine Alpen aus Landkarten herauslesen, um die Adressen ausfindig zu machen, müsse sich nicht die ganze Finanzierung grundneu überlegen. Übers Alparchiv erfahre sie mehr.

 

   

Home | mail@zalp.ch