Handbuch Alp
     

Ankündigung des "Handbuchs für ÄlplerInnen" und Aufruf zum Mitschreiben
von Giorgio Hösli

 

ine von der schönen Sorte Plagereien war's bis hin zum jetzigen Manuskript vom ersten Handuch fürs & vom z'alp gehen. Martin Bienerth, Kaspar Schuler und ich haben zusammen mit anderen AutorInnen Texte versammelt, die wir immer gerne selbst gelesen hätten, und die die unvollständige Gesamtheit der Alperei beinhalten. Das Manuskript geht diesen Sommer auf Verlagsreise, und das Buch soll nächsten Frühling erscheinen. Alle Themen sind noch nicht beschrieben.

 

Hand by Chrig Perren

 

 

Von dem, was vorhanden ist

Am Anfang kommen die Grünhörner dran und wie die auf die Alp gelangen. Dann folgen Checklisten, die Älplers beim Packen, beim Alpmeister, bei der Teamsuche gebrauchen können. Vom Rindvieh ist die Schreibe, was es frisst und scheisst, was es treibt und wie. Warum die Kuh im Horn verdaut, wo man sie melkt und wie sie trockengestellt wird. Rund ums Vieh wird gezäunt, gepfercht, getrieben und die Hunde werden losgelassen.

Ein Teil handelt von den Bienen, Hühnern, Ziegen, Schweinen, Pferden, von Bartgeiern, Wasserpiepern, wilden Mäusen und der gelben Dungfliege. Einige Texte berichten von milchversoffenen Bakterien und wo die Kultur hin soll. Spezielle Alchemitäten der Älplers mit Käse- und Zigerstoffen werden vorgestellt

Ein Abschnitt macht den Unterschied zwischen Alpmeistern und Alpgeistern (un)klar, erzählt von den Sorgen, Freuden, von dem Plangen der Älplers, und geht auf die Suche nach dem Lohn. Weitere Stichworte werden ausgeschrieben: Tradition, Rotation, Rangkämpfe, BesucherInnenüberflutung. Auch etwas Kultur ist drin: vom Früher und Jetzt, von Feuern und Visionen, von Sinnlichkeit und Scheitzerei, von was wir sind oder gerne wollen und wenn ja warum nicht. Fast zuletzt wird heiss gekocht: oben im Wetter, unten in der Pfanne. Es wird gegärtnert, gesammelt, verkräutert und ins Glas gebracht. Ganz zuletzt hängen Listen von Literaturen, Organisationen und Adressen dran.
 

 

 

 

 

 

Von dem, was noch fehlt

Ein paar wichtige Themen suchen noch ihreN SchreiberIn:

  1. Hausmittel fürs Rindvieh
  2. Genlab
  3. Mulchentaxation (aber bitte ironisch)
  4. Appenzeller Käsesülze
  5. Murmeltier (Verhalten, Nutzen, Fangen, Zerlegen, Zubereiten)
  6. Visionen, oder der Freistaat ab 1700 Metern und andere Möglichkeiten des hemmungslosen Träumen
  7. Ängste und andere Verschwiegenheiten der Älplers
  8. Schafe
  9. ÄlplerInnensprache
  10. HigTechHirtInnen
  11. Alpenklima wohin?
  12. Liebeleien
  13. Jodeln

Die Texte sollten sich auf 5 A4-Seiten beschränken. Zeitlimit Ende September 96. Schicken an Giorgio, Alp Egg, Calfeisental, 7315 Vättis. Also Rührwerk oder Freitag einschalten und losschreiben!

 

 

 


Home | mail@zalp.ch