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Nehmt sie doch endlich weg
die Schellen,
damit es endlich ruhiger wird,
so still,
dass wir den Motorenlärm
besser hören können;
wir sind sie ja so gewöhnt,
unsere Autos und Flugzeuge,
unsere alltäglichen Nachbarn.
Nehmt sie nur endlich weg,
die Glocken,
deren Klingen in unserem Alltag
weniger wert ist
als die oft monotone Zeitgeistmusik
aus so manchen Lautsprecherboxen,
Stunde um Stunde,
Tag für Tag.
Ja, das Herdenlied
weidender Schumpen oder Kühe
sagt mir,
dass wenigstens nicht alle
ihr Leben lang
in Ställen gestanden haben,
wie so viele ihrer
uns anvertrauten Mitgeschöpfe.
Jede Herde hat
ihre eigene Melodie
und geübte Ohren
verstehen diese Musik,
das Lied der Futtersuche,
das Lied des Fressens,
das Lied der Unzufriedenheit
oder das Lied des Wiederkäuens.
Eine Mutter ist mit einem Ohr
immer bei ihren Kindern,
so wie ein vernünftiger Bauer
mit einem Ohr
bei seinen Tieren ist;
er versteht ihre Sprache,
er versteht zu unterscheiden,
und weiss dann zu handeln.
Da, wo Tiere in Ställen geboren werden
und in Schlachthöfen sterben,
ohne je den freien Himmel
erblickt zu haben,
da kennt keiner mehr das Herdenlied,
da versteht niemand mehr
die Symphonie der Allgäuer Landschaft.
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