Editorial      

 

 

 

Kissenberg

 

 

 

Kissenberg Gesamtansicht

 

 

 

Editorial

Heuer den sechsten Sommer flattert die zalp in viele Alphütten, freudig erwartet und eifrig gelesen, wie wir hoffen. Wir, das Redaktionsteam, setzen uns zusammen aus langjährigen immernoch und nichtmehr Älplerinnen und Älplern. Schon im Winter beginnen die Vorbereitungen für die zalp: Redaktionssitzung, Artikel organisieren und schreiben, Illustrationen sammeln und wieder Redaktionssitzungen. So Mitte Mai legen wir ein Arbeitswochenende ein, alle Artikel werden getippt und korrigiert, die Illustrationen angeordnet und das Layout gemacht. Unsere Idee ist, sozusagen als Beilage zur körperlich strengen Arbeit, einen Happen geistige Nahrung anzubieten. Schön wäre es, wenn der Genuss der zalp auch noch Gespräche anregen würde, im Team, mit dem Besuch oder den Bauern und Bäuerinnen...

Das sind die Wünsche, Vorstellungen und Hoffnungen, welche die zalp auf dem Wege begleiten. Wird das Alpenblatt zum begehrten Lesegut oder verstaubt es auf irgendeinem Regal? Da wir fast keine Rückmeldungen erhalten, wissen wir nicht, wie die zalp bei euch ankommt. Deshalb planen wir für die nächste Ausgabe eine Rubrik Leserbriefe. Schreibt uns zu einzelnen Artikeln, zur Zeitung allgemein. Wir freuen uns auf euer Echo!!! Natürlich sind auch sonstige Wünsche und Anregungen willkommen, gefragt ist auch eine Idee für den Schwerpunkt der zalp 96. Die Zeitung soll ja ein Forum für Älplerinnen und Älpler sein, in dem uns betreffende Themen zur Sprache kommen. Die diesjährige zalp spannt weite Bogen. Zu erfahren ist, wie man in Norwegen käst und mit welchen Lockrufen die norwegischen Geissen gerufen werden. Ein Brief aus Guatemala erzählt vom dortigen Alltag, ein anderer Artikel über Begegnungen in den Karpaten. Zurück in der Schweiz wird berichtet von einem Dorf im Wallis, wo die Frauen die Landwirtschaft führen, während ihre Männer in der Lonza das Geld verdienen. Auch geschichtlich gesehen machen wir einige Sprünge: von den Germanen übers Mittelalter bis in die heutige Zeit. Das Bild der Sennerin, der Frau allgemein, hat im Verlauf der Jahrhunderte einige Veränderungen erfahren.

Eine Gemeinsamkeit haben (fast) alle Artikel: sie handeln von Frauen und wurden von Frauen geschrieben. Sehr eindrücklich war es für uns, drei Frauen aus dem Berggebiet zu interviewen. Zwei von ihnen leben im Bündnerland, eine im Jura. Was sie uns aus ihrem Leben und ihrem Alltag erzählten, ist ausserordentlich spannend. Wir haben die Interviews in Gesprächsform aufgeschrieben, damit möglichst wenig an Gehalt verloren ging.

Um das Bild abzurunden, veranstalteten wir ein Seminar für Älplerinnen am Sihlsee. Lebensraum, Lebensqualität, Lebensgefühl auf der Alp lautete der Arbeitstitel. Wir haben uns ein Wochenende lang Gedanken gemacht und spannende Diskussionen zu diesem Thema geführt. Eine Auslese davon findet ihr auf der Mittelseite.

Gudrun und Salome


 


Home | mail@zalp.ch