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Eine
Alpgeschichte von Anet Spengler, 1988 |
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Wo
einischt der Senn Ferdi grad
het welle sim Chueli Brändli die gross Chlupfe alegge zum vu
der Alp abfahre es het nämmli grad welle afo schnije
do rüeftem z'mol z'Eifedisi usem Egge hinder der Chuscht: "He,
Ferdi, nimm mich au mit, ich früre süscht eso hie obe!"
Der Ferdi isch ganz verwunderet, är het doch gmeint, är
seg muettergottsseeleelei hie i der Hütte inne, und scho sit
e baar Dage isch niemer meh binem gsi.
"Wär bisch, wo rüeft?" Är het gar niemer gsi. "Du bisch e dumme Gürbi, Ferdi, mir händ doch eister zäme gschaffet und gsiberlet, der ganz Summer lang und säntum hanich dir ghulfe!" Em Ferdi isch das nid ganz ghüür gsi, aber är het dänkt, är heig vilecht traumet und är het alls fertiggrüschtet zur Abfahrt. Aber wonär grad wot afo laufe mit sine zwänzg schöne Chüene mit de grosse Chlupfe am Hals, duä chunnt's em wider z'Si und är rüeft i die lär Hütte ine: "So chum!" Eis, zwei, drü und z'Eifedisi ischem uf der Buggel gumpet, är het's ganz fin gschpürt, aber nüt gsi. Ufem Abewäg het's em eister i z'Ohr ine gliselet: vom Summer het's em verzellt, und was d'Mungge ihm gseit hebet, wie der Winter wird; und wie äs eister em Veh und de Gemschi der bescht Wäg heig zeigt. Der Ferdi het z'erscht gäre zuegloset und eister: "jo, jo, jo du seisch es" gseit. Aber as länger das eso gangä isch as meh isch em Ferdi das ebige Chutzele, Lisele und Däsele i sim Ohr verdleidet. Im Dorf dunde bim Istalle vode Chüene, bim Uspagge, eister het ihm das Eifedisi driigredt und em gseit, was är z'due heig. Är het gar nümme richtig sälber chünne dänke, eister het är müesse lose, wänner scho nüd hät welle. "Dä Cheibeginggel imim Ohr muessi jetzt abbefletze", und är het sich fescht afo wäsche und butze und het sogar der Bart abghaue. Und würkli duä het är die Stimm im Ohr nümme ghört, der ganz Winter lang nid. Im Lanzig, wonär mitem Veh wider ufgfahre isch und i d' Alphütte ineluegt, was gseht är do: es grosses, schwarzes Loch im Schtei hinder der Chuscht. Das het ne scho wunder gnu, was das isch. Wiit abbe isches gange; das Schteinli, wonär inegrüert het, isch es schutzli gfloge, bis me's am Bode ghört het. "Au au!" rüeft's vo unde ufe, "du Chiibicheib, du Kräschterete, z'Pfergeli zieni der jetz de der Lägeflitz ab! Dass du nid chasch ufpasse, du Gampundeli, du!" Und z'Eifedisi het gchüchet, wonäs us däm Loch use chu isch. Jetz het's der Ferdi chünne gsi: bös het's ne aglueget mi sine schwarze Auge. "Jetz hesch halt es Loch i dinere durflichtete Chuscht, das muesch sälberflicke. Aber nüd alls zuedecke, ich ha dinne nu War! Die zeigenich dir aber erscht, wennde chli eigeriger bisch. Jetz mach! D'Schtei und d'Ürfülgeli sind vorusse. Suscht chasch ja nid chäse, der Summer! Ich hilfe der schu wider, aber du muesch halt ufpasse, dass d'eister e chli Obacht hesch uf z'Eifedisi und uf die andere Sörbeni und Girfenischtli. Suscht putzt's der de d'Chüe und d'Gruschtig derzue!" Und schu isches wider verschwunde gsi. Vo duä a isch der Ferdi en andere gsi: är het schu besser gwüsst, werum är do uf dere Alp schaffet und ruebet und dass das wichtig isch, bis är en alte Ma gsi isch au wenn är z'Eifedisi nie meh gsi het; är het doch gwüsst, dass es do isch und im Winter gärn mit i z'Dal abbe chunnt.
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