|
|
von
Rosmarie Boschetti |
|
|
|
|
|
![]() |
|
Auf dem Markt verkaufen Frauen Mango, Tomaten, Zapote, Avocados, neue Kartoffeln und alles Gute, was wir uns vorstellen können. Guatemala ist klein , hat aber verschiedenste Klimazonen und so wachsen auch dieselben Gemüse wie bei uns, aber noch alles exotische dazu und zusätzlich auch noch zu verschiedenen Jahreszeiten, sodass sehr viele Produkte frisch zu kaufen sind. Die Mayas essen hauptsächlich Mais in allen möglichen Variationen, was jetzt auch mein Lieblingsgrundnahrungsmittel geworden ist. Ein Frühstück mit Frijoles (schwarze Bohnen), Tortillas oder Tamalitos und gebratener oder gekochter Banane ist einer Rösti oder einem Müsli mindestens ebenbürtig. Es wächst hier alles, was zum Leben nötig ist, nur die wirklichen Verhältnisse sind für die Mehrheit der Menschen schlimm. |
|
|
|
|
|
![]() |
|
Auffallend sind die verschiedenen Rassen der Tiere: Rinder gibt es ähnliche wie bei uns : braune und schwarzweisse, dann aber auch solche mit langen Hängeohren, mit und ohne Hörner, auch welche die ganz weiss sind mit kurzen Haaren. Samtweich ist das Fell und sie haben auch noch einen Höcker im Nacken. Hier werden sie für das Fleisch gehalten. Die Milch wird in der Regel nur für die Selbstversorgung gebraucht. Es wird ein saurer Frischkäse produziert, der manchmal auf dem Markt auch gelagert verkauft wird und der Frische, in grosse, grüne Blätter eingepackt, ist manchmal auch zu kaufen. Der Frischkäse schmeckt etwa wie Feta und der gelagerte wie ein alter Pecorino. Mit Frijoles schmecken beide Sorten ausgezeichnet, aber sie kommen sehr selten auf den Tisch und dann nur als Zuschlag in kleinen Mengen , fein gerieben. Trotz der manchmal recht schweizerisch anmutenden Landschaft trifft man hier keine Milchwirtschaft mit deren Bauten, deren Ess- und Lebensgewohnheiten. In Gesprächen gelingt es mir kaum von unserer Vegetation verständlich zu erzählen: dass in den Bergen bei uns auf dieser Höhe fünf Monate Schnee liegt, die Vegetationsperiode sehr kurz ist und daher nur noch kurzes, gutes Gras wächst und Gartenbau auf 2500 m.ü.M. unvorstellbar ist. |
|
| |
|
![]() |
|
|
|
|
|
|