|
|
Die
Rolle der Frau. Aus dem Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. |
|
|
|
|
![]() |
|
|
Die mittelalterliche Männlichkeit wälzte ritterlich ihre Sündenschuld auf das weibliche Geschlecht und benützte den Sündenfall Evas als Hauptargument in dem anhebenden Kampf um die Mannesherrschaft bis ins Ehebett hinein. Die weibliche Persönlichkeit wurde zum Besitzobjekt des Mannes entmündigt und zu der auch ihr verheissenden Seligkeit verhalf ihr nur die Selbstaufgabe an den Mann oder unmittelbar an Gott. Die Frau sank herab zum Mensch zweiter Ordnung, zum notwendigen Übel, oder gar zum bösen Prinzip. Die galante Frauenverehrung des Mittelalters war eine Reaktion germanischen Gewissens gegen die Entwürdigung der Frau. Die Volksmythologie stellte Frauen von Froh und Freude dar. Mann freute sich schönen Frauen zu dienen. Auch flackerte teilweise die alte Wertschätzung der Frauen wieder auf, so weiss die Sage von mancher Schlacht zu berichten, die gewagte Frauenlist entschied. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|