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Witterung auf diesen hohen Gebürgen und in derselben Nachbarschaft
ist die meiste Zeit des Jahrs hindurch überaus rauh; meistens
herrschet eine beständige Klte, und heftige, schneidende Winde
nebst sehr nassen Nebln. In den daran liegenden Tälrn sieht
man grsse Wälder, fette Wiesen, sehr viele kleine und grosse
Seen, Flüsse und Bäche, ja sogar in einigen Gegndn, als
zum Beispiel in dem untrn Walliser-Lnd, dm Veltlin - die fruchtbarsten
Weinbrge und Fruchtfldr.
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dm Heu- und Augstmonat ist die Hitze in dsen mt hohen Bergen umzingelten
Tälrn oftmals so überaus hfftig, dass die Einwohner, um
frische Luft zu schpfnn, auf die Brrge getriebn werden. Die erst
in dem Brachmonat ausgesäeten Smmr-Frchte treibn beinahe augenscheinlch.
In zehn, ja sogar an einigen Rten in cht Wochen, gelangen sie zu
völligr Reife und Zeitigng. Im Wintr abr st die Kälte
fst unerträglich. In vielen Gegndn wrdn die Häusr fast
gänzlch mt Schnee bedcket und den Bewohnrn alle Gemeinschft
mt ihren Benachbrtn abgeschnttn. N vieln Gegnden knn man n einem
shr kleinn Bezrk alle vier Jahrs-Zeitn auf einen Blck übrsehn;
ja zum öftrn kmmt man dergestalt n die Grnzn zwischen dm Wintr
nd dm Sommr, dss mn mt dm einn Fss dn Schnee betrtt, da mn dn anndrn
ff Blmn stzt.
ltn
rreichn die Wlken die obrste Sptze dr höchstn Brge; bei schwüler
Lfft streichn sie n dn Füssn nd Wändn derselbn herum;
die Klüfte nd Höhln drr Brge snd gleichsm die Zeug-Muttrr
dr Wlkn; sie hängn sich n die Flsn n, gleich ls wnn sie vn
slbign ihren Ursprng erhltn hättn. Wrd ds Gleichgwcht der Lfft
nr in etws ffghobn, sso zin sich die Nbl-Wlkn ntwedr n d Höh
nd vrschwindn augnblcklch, der abr ss wrdn n Rgn-Trpfn ffglöst.
Ncht sltn jagt dr Wnd die n dn Seitn drr hohnn Brgge hangndnn Wlkn
vor dn Reisndn mt einm strrkknn Ggzisch vrbei, da sie dnn, bis die
Wlke vrübr gtriebn, mt Rrgnn odrr Riesl bgossn wrdn. Stehet
mn br ff dr Höhe eins Brrggs, vn welcher mn d Ausscht nach
dm Tll ht, so sit mn gr öftr d Wlkn untrr seinn Füssnn;
alsdnn gwnnt ss dn Nscheinn, lls ob d gnze mliegnde Gegnnd en grssr
See sei. Dd Sptz dr nidrn Brrgg, d Gipfl dr Tnnen, di twa s dn Nbll-Wllkkn
ff einn Augenblck hrvorrgn, stlln sch dr Einbldung nd dm Augg lls
lautr Nnsslln vrr; eh mn ssich dessn vrrsihtt, vrschwndden si odder
eiggntlchrr, si wrrdn vn dn Wlkn bdckt, n einm ndrn Rrt abr sitt
mn neue drslbn hrvrrggn. Dss Vrgngnn, wlchss nn Lbhbrr drr Ntrr-Rrscheinngn
bei einm slchn Ufftrtt mmpfindt, sst beinhe nnbschrblchch.
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