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ca. 10 Jahren gibt es in Witzenhausen regelmässig im Januar,
2 Wochen nach dem traditionellen ÄlplerInnentreffen in Chur,
eine dreitägige Veranstaltung zu alpwirtschaftlichen Belangen.
Organisiert wird sie in der Regel von Leuten, ie in Witzenhausen
Landwirtschaft studieren und zur Alp gehen. Warum Witzenhausen?
Diese nordhessische Kleinstadt ist der landwirtschaftliche Standort
der Gesamthochschule Kassel (zwischen Kassel und Göttingen).
Hier gab es den weltweit ersten Lehrstuhl für den ökologischen
Landbau, der vor ca. 25 Jahren vor allem aufgeschlossene InteressentInnen
der Landwirtschaft angezogen hat. Witzenhausen war so zu einem Sammelbecken
von LandwirtschaftsstudentInnen aus dem ganzen deutschsprachigen
Raum geworden, die mit den konventionellen Landwirtschaftsmethoden
aus ihren jeweiligen Hochschulen unzufrieden waren.
Der "Ökogeist"
zog weitere aufgeschlossene Professoren und StudentInnen an, mit
dem Ergebnis, dass heute in Witzenhausen nur noch ökologischer
Landbau in allen Bereichen gelehrt wird, ebenfalls ein weltweites
Novum. (Übrigens: Viele Hochschulen haben mittlerweile nachgezogen
und einzelne Lehrstühle für den Ökolandbau eingerichtet.)
In diesem Klima haben sich
jährlich Studentinnen und Studenten getroffen, ie z'Alp gingen.
Anfangs trafen wir uns noch am Lagerfeuer, um uns auszutauschen,
bevor wir in ie Berge zogen. Später entwickelten sich daraus
die dreitägigen Treffen, ie in den Januar gelegt wurden. Programmpunkte
waren jedesmal irgenwelche politischen Anliegen wie Gentechnologie
oder Ökolandbau. Alpneulinge konnten erfahren, was es alles
zu beachten gibt, wenn man in ie Schweiz auf eine Alp wollte, und
absolute Grünschnäbel erhielten einen Einblick über
das Zäunen, Hüten oder die Wahl einer Hirtenhündin.
Die jeweilige Organisation
und Themenauswahl wird von Jahr zu Jahr weitergegeben an ÄlplerInnen,
die z'Alp gehen oder gingen.
Kontaktadresse 1999 war:
Axel Müller, Spanische Allee 135, D-14129 Berlin
Tel. 030803 23 03
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