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er
letztes Jahr die Bauernzeitung gelesen hat, kennt diese Zeilen vielleicht.
Sie stammen aus dem Alptagebuch, das jede Woche erschienen ist und
dessen Autorin ich bin. Dieses Jahr werde ich das dritte Mal z'Alp
gehen. In diesem Sommer wird aber vieles anders sein. Der Umbau
der zwei Sennereien auf den zwei Stafeln wäre nötig, doch
das können sich die Wiesner Bauern nicht leisten. So muss umstrukturiert
werden. Aber: Wie soll die Alp danach aussehen? Rentiert es sich
für 37 Kühe mindestens die Sennerei des Untersässes
zu sanieren? Wie sehen in Zukunft die Direktzahlungen aus? Wie wird
es überhaupt mit der Landwirtschaft und der Alpwirtschaft weitergehen?
Diese grundlegenden Fragen stellen sich nicht nur die Wiesner Landwirte.
Die Antworten auf diese Fragen versuche ich in einer Forschungsarbeit
zu finden. Diesen Sommer werde ich deshalb eine Umfrage an die Älpler
starten. Sie soll herausfinden, was wir Älpler eigentlich an
der Alpwirtschaft finden und welche Bedingungen erfüllt sein
müssen, damit es weiterhin genügend Älpler hat. Deshalb
werdet Ihr im Laufe des Sommers einen Fragebogen erhalten. Bitte
füllt ihn aus und schickt ihn zurück. Ihr helft so mit,
die Zukunft der Alpwirtschaft zu sichern. Wenn Ihr mehr wissen möchtet,
dann ruft ruhig an. Wie am Anfang schon gesagt, werde ich diesen
Sommer auch wieder als Sennerin arbeiten. So versuche ich die Theorie
aus meiner Forschungsarbeit sinnvoll mit der Praxis zu verbinden.
Christine Rudmann, Tel. 079-228 48 30
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