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zwei Jahren kommt ein Sherpa von Namche Bazar (Nepal) ins Wallis,
um die dortigen Yaks zu Trekkingtieren auszubilden. Die sehr sensiblen
Tiere müssen "fachgerecht" gehandhabt werden, ansonsten
sie ihr Temperament mit Hornstössen und Tritten kundtun. Mit
drei Tieren erreichte man letztes Jahr den 2894 m hohen Augstbordpass.
Der Umgang mit den Yaks ist nicht
immer ganz einfach: Durch den ganzjährigen Freilauf lassen sie
sich ohne zu üben, am Halfter schwer führen. So werden die
Tiere halt, wie im Himalaya, getrieben. Dass dabei ab und zu ein Yak
verrückt spielt, ist normal. Eine gute Einzäunung (3-fach
geführter Elektrozaun) ist vonnöten, um mit den Nachbarn
keine Probleme zu kriegen. "Kennt man sich", so kann man
die Yaks auch zur nächsten Wiese herbeirufen. Wichtig ist, dass
man mit dem Leittier, normalerweise der stärkste Bulle, guten
Kontakt hält (Altbrot als Belohnung). Yak-Mütter greifen
Hunde sofort an (Wolfabwehrinstinkt). Auch Menschen sollten den Yak-Babys
nicht zu nahe kommen, denn die Yaks verstehen mit ihren spitzen Hörnern
bestens umzugehen. Will man sie mit Gewalt zähmen, schalten sie
nach einer anfänglichen Angstphase auf die Aggressionsphase um!
Dann greifen sie alles an was sich bewegt inklusive Mensch. Das heisst,
Yaks kann man nur mit Liebe und viel Zuwendung bezähmen. Geht
man jeden Tag zu ihnen auf die Weide oder arbeitet mit ihnen (Trekking)
, begreifen sie schnell, was man von ihnen will. Nach dreimal einkaufen
im Dorf, finden die Tiere den Weg nach Hause problemlos alleine zurück.
Die in Embd (Mattertal) lebenden
Yaks werden auch als "Schafweidennachputzer" eingesetzt
(Zusammenarbeit mit Einheimischen! ). Vergandeten und damit feuergefährlichen
Wiesen wurde Hektarenweise zu Leibe gerückt. Als Landschaftspfleger
und Attraktion ist der Yak hier bereits voll anerkannt. Selbstverständlich
kann der Yakhof "Yak Tsang Ling" nach Voranmeldung auch
besichtigt werden.
Tel. 027-952 14 22
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