Editorial  
     

 

Ein junger Geissenhirt und seine Lieblingsziege. Das Foto stammt aus den Anfangszeiten des vergangenen Jahrhunderts. Seither hat sich in der Berg- und Alplandwirtschaft einiges verändert. Mit der Angleichung der Normen und Gesetze an die EU-Vorschriften soll ein weiterer Quantensprung erreicht werden. Qualitätssicherung, Wasserschutzvorschriften, sterile Sennereien und Normkäse sollen die schweizerische Alplandschaft im globalen Weltmarkt verankern.
Heute schmunzeln wir über den Hut oder die genagelten, zu grossen Schuhe des Junghirten auf dem Titelbild. Die Vertrautheit des Jungen zu seiner Geiss regt unsere romantische Seite an.
Ob wir über die heutige Situation der Landwirtschaft in zwanzig Jahren schmunzeln werden oder nur die romantische Erinnerung an Vergangenes bleibt, ist Spekulation. Doch mitreden und mitentscheiden müssen wir Älplerinnen und Älpler heute schon.
Auch zalp entwickelt sich prächtig und macht Quantensprünge. Die ehrenamtliche Redaktion mit sechs Mitgliedern hat dieses Jahr Stoff für 40 Seiten erarbeitet und die Auflage konnte von 2600 auf 3600 Exemplare gesteigert werden. Die Internetseite www.zalp.ch erfreut sich mit über 6000 BesucherInnen pro Monat grosser Beliebtheit. Zahlreiche Anfragen in- und ausländischer Medien, die wichtige Stellenbörse im Internet und viel Lob von Älplerinnen und Älpler bestätigen uns in unserer Arbeit.
Gerne nehmen wir Kritik, Anregungen, Lob, Fotos, Alpgeschichten, Fachartikel oder Gedichte entgegen. Überhaupt sind wir interessiert, wie Euch die vorliegende Ausgabe gefällt, und wer bei der nächsten zalp mithelfen will, ist herzlich eingeladen.
Wir wünschen allen einen schönen Alpsommer, Glück auf der Weide und im Stall.

Urs Baumgartner