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Ziel und Aufbau des Alpinventars
Das Gesamtprojekt SAMI (Schweizer Alpbetriebe-Marketing-Inventar)
soll die ganze Schweiz abdecken und ist für die Kantone in Teilprojekte
gegliedert. Vorläufig werden die Innerschweiz, das Wallis und das Berner
Oberland bearbeitet. Gestartet wird mit den Käsealpen, denn hier ist
für Marketingmassnahmen Geld vorhanden.
Die noch gültigen Daten werden aus dem «Alpwirtschaftlichen Produktionskataster
19611980» übernommen, das Ganze wird aktualisiert und in
eine elektronische Datenbank eingelesen. Diese Datenbank ergänzen attraktive
Bilder. Sie ist auf der Internetseite www.alporama.ch für alle zugänglich
und dient als Grundlage für weitere Auswertungen. Man kann daraus Adresslisten
zusammenstellen, Wanderbücher drucken, Produktinformationen ausspucken
oder Betriebsspiegel gestalten.
Das SAMI wird nicht so umfassend sein wie der Alpkataster, weil die Behörden
an einer flächendeckenden Aufnahme aller Daten nicht interessiert sind.
Auch sind die Interessen der Anspruchspartner zu unterschiedlich. So haben
sich SAB (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete) und
SAV (Schweizerischer Alpwirtschaftlicher Verband) entschlossen, auf privater
Basis das zu aktualisieren, was für die Vermarktung von Alpprodukten
wichtig ist. Den Konsumenten wird auf der einen Seite gezeigt, woher der Alpkäse
kommt, wie es dort aussieht, was für Leute und Tiere dort leben und wie
sie arbeiten. Auf der anderen Seite sollen Touristen und Kurgäste über
Links mit den Tourismusorganisationen verbunden werden, die ihnen zeigen,
welche wertvollen Lebensmittel auf der Alp hergestellt werden und wo man übernachten,
essen oder Schottenbäder nehmen kann. Es geht hier also auch um Alpwirtschaft
und Tourismus.
Das Konzept für das Gesamtprojekt SAMI wurde 1999 erstellt und von SAB
sowie SAV genehmigt. Im Jahr 2000 wurde mit der Umsetzung begonnen. Sukzessive
wurde die Datenbank erstellt, und sie wird immer wieder neuen Bedürfnissen
und Erkenntnissen angepasst. Auf ein umfassendes Suchsystem mit verschiedenen
benutzerfreundlichen Möglichkeiten wird grosser Wert gelegt.
Das Teilprojekt für das Berner Oberland (600 Alpbetriebe) soll im Jahr
2004 vollendet werden. Ein erstes Wanderbuch «z'BärgWege
zum Alpkäse» für die Ämter am Eingang des Oberlandes
ist im Entstehen begriffen. Je nach Erfolg werden weitere folgen. Die andern
Kantone und Regionen werden je nach Interesse und möglichen Bearbeitern
vorangetrieben.
Gliederung der Alpbeschreibung
Jedes Porträt ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil der Beschreibung
wird die Alp (die Verwaltungseinheit) als Ganzes dargestellt. Hier erhält
man Auskunft über deren Lage, welcher Gemeinde und Amtsbezirk sie zugehörig
ist, wie gross sie ist und wem sie gehört. Man erfährt, wie und
mit welcher Landeskarte man zur Alp gelangt, und welche touristischen Attraktionen
sie bereithält. Die Gliederung der Alp in verschiedene Stafel und Sennten
sowie die Alpzeit auf den einzelnen Stafeln werden ebenfalls geschildert.
Im zweiten Teil werden die Sennten (die Produktionseinheiten) vorgestellt.
Hier liegt das Gewicht auf den Alpprodukten, vorweg dem Alpkäse. Entsprechend
werden beschrieben: Anzahl und Art der Tiere, die gesömmert werden; die
Personen und ihre Funktionen auf der Alp; Gebäude, Wohn- und Arbeitsverhältnisse,
die Einrichtungen zur Käseherstellung, -lagerung und
-pflege; die gesamte Produktepalette und die Produktmengen sowie die Vermarktung
mit besonderem Augenmerk auf Bezugsadressen für Konsumenten; Auszeichnungen,
die der Alpkäse an Wettbewerben errungen hat; Milchzukauf von Nachbaralpen,
soweit dies geschieht; und weitere Besonderheiten zur Alpkäseherstellung.
Spezielle Abschnitte sind der Geschichte, der Kultur, den Sagen und Bräuchen
auf den Alpen gewidmet. Naturschönheiten einerseits und der Zeitpunkt
von «Chilbinen», Schwinget, Chästeileten und andern Anlässen
werden unter den touristischen Aspekten aufgeführt.
Wer dahinter steht
Das Gesamtprojekt SAMI wird realisiert durch die SAB in Zusammenarbeit mit
dem SAV und regionalen Interessenvertretern. Diese sind im Aufsichtsorgan
durch Jörg Wyder und Peter Wäfler vertreten. Die Vorfinanzierung
des Konzeptes, der EDV-Datenbank, der Koordination unter den Teilprojekten
und weiterer zentraler Dienstleistungen erfolgt durch private Geldquellen.
Die Gesamtprojektleitung liegt vorläufig bei Ernst Roth.
Kontaktmöglichkeiten zu den Institutionen und weiteren am Projekt beteiligten
Personen finden sich auf www.alporama.ch unter «Impressum». Überhaupt
ist alporama auf allen Ebenen kreuz und quer mit vielen Anspruchspartnern
verlinkt.
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