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Am Wochenende 3/4. April trafen sich zum dritten Mal ca 50 Älplerlnnen in der Thomas-Münzer-Scheuer in Stuttgart Hohenheim. Es wurden drei Arbeitsgruppen mit folgenden Themen gebildet:
Die Arbeitsgruppen tagten bis zum Abendessen. 1 Das Informationsangebot in der Gruppe für Neulinge wurde als sehr hilfreich und wichtig empfunden, solch eine Gruppe sollte es auf jedem Älplerlnnentreffen geben. 2 In der Lohngruppe war vor allem
diskutiert worden, ob steigende Lohnforderungen angesichts der sich verschlechternden
Lage der Landwirtschaft vertretbar sind. Das heisst jedoch nicht, dass wir auf
unsere Lohnforderungen verzichten können (Anpassung an die Richtlöhne
und jährlicher Teuerungsausgleich), da unsere Lebenshaltungskosten
ebenso ansteigen. Durch einen freiwilligen Lohnverzicht würden wir
nur den politischen Druck, der auf die Landwirtschaft ausgeübt wird,
ausbaden, da wir ohnehin auf der untersten Stufe der Hierarchie stehen.
Ausserdem gilt leider auch hier: «Was nix kostet, ist nix wert».
Eine angemessene Bezahlung stellt nämlich auch eine Wertschätzung
unserer Arbeit dar. Die Lohnverhandlungen sind dabei für beide Seiten
eine Möglichkeit, sich über die wirtschaftliche Situation des
Anderen klarzuwerden, das heisst, dass wir die Bäuerinnen und Bauern
auch mehr mit unserer Situation konfrontieren müssten. 3 Die Hierarchiegruppe konnte für ihr Problem auch keine Patentlösung bieten. Althergebrachte Hierarchievorstellungen sind auch in unseren Köpfen noch genug vorhanden. Wir stellen diese Hierarchien zwar in Frage, müssen aber feststellen, dass häufig innerhalb der Gruppe sehr schnell einE ChefIn entsteht. Auch die Bauern verlangen häufig nach klaren Ansprechpartnerlnnen «Wo ist der Senn?» Aus dieser Situation ergibt sich die Frage, ob manche Arbeiten auf der Alp mehr wert sind als andere und ob durch die Wichtigkeit des Käses der/die SennErin zwingend auch ChefIn sein muss. Daraus ergibt sich wiederum die Frage, wonach Arbeit bewertet werden soll: Nach dem Einsatz der Einzelnen oder nach dem erbrachten Ergebnis? EineE AlpneulingIn wird trotz vollem Einsatz selten das gleiche Ergebnis erbringen können wie einE alterR HäsIn. Leistet sie/er deshalb weniger? Sollte er/sie weniger Lohn bekommen? Alle waren sich einig, dass Antje und
Dieter das Treffen sehr gut und mit viel persönlichem Einsatz organisiert
hatten. Dafür gabs einen Extra-Beifall. r/a/s |
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