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Das Projekt eines «Centre d'études, essaies et normalisation
de transport routiers» (Autotestzentrum), das inmitten der Naturlandschaft
des Jura, auf der französischen Seite, angelegt werden soll, verursacht
Aufregung und Widerstand auf beiden Seiten der Grenze. Der Zweckentfremdung
landwirtschaftlicher Räume scheinen keine Grenzen gesetzt! |
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In der Gegend vom Mont d'Or treffen sich
die Hirtinnen und Hirten am Freitag auf dem Markt in Mouthe für den
Wocheneinkauf und vor allem, um sich im «Café du Commerce»
zu treffen. Bis Ende Juli reden wir von Kuh, Rind und Geiss ... nachher
von den vielen Besuchen, den verständigen und den unverständigen. Stellt euch vor, ihr hütet eure Rinder entlang eines 5 Meter hohen Zaunes mit Sichtblenden, drüben Industriegelände und hier Wald und Weiden mit Auerhähnen und anderen vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Und das alles mitten im Risoux, einem der letzten zusammenhängenden Wälder ... und keine Weiden mehr, keine Tiere, keine Hirten! Uns bleibt der Croissant im Halse stecken, als wir dies alles am Markt erfahren. Wir beginnen sofort zu diskutieren und sind uns bald einig, dass wir handeln wollen. Wir schlagen vor, ein Treffen vor Ort zu organisieren. M. Létoublanc (besagter Lehrer) findet die Idee ausgezeichnet und freut sich, dass die Hirten und Hirtinnen als erste etwas unternehmen wollen. Fünf Tage später treffen wir uns, unterdessen 30 Hirtinnen und Hirten, um das Treffen vom 29. September und eine Unterschriftensammlung zu organisieren. Bisher trafen wir uns nur am Sommerfest und Hirtenessen im Herbst, jetzt wo wir alles vorbereiten, lernen wir andere Seiten voneinander kennen. Oft waren wir überrascht von den vielen unvermuteten Talenten, die da entdeckt und gelebt wurden... und vor allem hat jedes Treffen, jede Aktion, das Unterschriftensammeln, Plakatekleben Theaterstücke üben Spass gemacht. Das Treffen wird ein Erfolg: 2000 Menschen
kommen und das bei strömendem Regen! In Mouthe wird ein 31-köpfiges
Komitee gegründet, in dem auch 4 Hirten und Hirtinnen vertreten sind.
Im November wird auch in der Vallée de Joux und Vallorbe ein Komitee
gegründet. Zusätzlich die Gruppen der Hirtinnen und Hirten.
Alle kämpfen gemeinsam für die Erhaltung dieses schönen
Ortes. Ende Dezember ist wieder ein grosses Treffen mit einigen Tausend
Menschen! Da es die öffentliche Hand (Gonseil
général du Haut-Doubs) ist, die das Land zu völlig
überrissenen Preisen gekauft hat, um es dann der Privatwirtschaft
als Investitionsobjekt vorzuschlagen, waren die letzten Regionalwahlen
sehr wichtig. Die alte Garde wurde nur ganz knapp wiedergewählt.
Im Augenblick ist das Projekt noch immer aktuell, dies obwohl Umweltstudien
von der Universität Besançon besagen, dass das Wasser vom
Gelände direkt zur Quelle des Doubs fliesst! Diesen Sommer werden wir wieder ein ganz grosses Treffen organisieren. Wir wollen beidseits der Grenze lnformationsstände aufstellen und gemeinsame Aktionen durchführen. Wir versuchen auch alles in einen grösseren Zusammenhang zu stellen. Warum gibt es eigentlich keine öffentlichen Verkehrsmittel zwischen Mouthe und der Vallée de Joux? und wir selber, die Hirtinnen und Hirten sind auch auf unsere Fahrzeuge angewiesen um uns zu treffen und zu verhindern, dass dieses Zentrum für die Automobilindustrie gebaut wird. Lauter Widersprüche, die es auch zu erkennen gilt, zu verstehen und zu verändern, und und und ... gb Comité de défense du site de «Chez Mimi» |
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