editorial  
     

 
rüh aufstehen, Tiere holen, melken, käsen, abwaschen, Käse schmieren, holzen, Tiere holen, melken...
100 mal, jeden Tag das selbe, abseits von Kino, Internet und anderen Spässen. Nie einen Tag frei. Die spinnen, die Älplerinnen und Älpler! Alp ist überhaupt nicht romantisch. Und doch, viele stehen nicht nur mit knapper Not einen Sommer durch, nein, sie gehen jedes Jahr wieder. Wir Älplerinnen und Älpler können das Phänomen selbst nicht in Worte fassen, was es genau ist, was wir dort oben mit den Bergen und Tieren spüren, was uns so erfüllt. Nennen wir es einfach Alpvirus. Um diese unvergleichliche Welt zu bewahren, ist es an der Zeit, dass wir uns organisieren. Angesichts der fragwürdigen Umsetzung der QS-Alp-Vorschriften ist auf den Alpen nämlich bald nur noch der tiefe Lohn der Älplerinnen und Älpler traditionell. Soll die Alpwirtschaft am Bürotisch geprägt werden? Nein, wenn da etwas ausgekäst wird, wollen wir Älplerinnen und Älpler mitreden, auch wenn wir nicht gefragt werden. Das sagten sich einige Alpvirus-Befallene und gründeten die IG-Alp. Die verschiedenen Arbeitsgruppen stellen sich in dieser zalp-Nummer vor. Mischelt mit, lasst uns gemeinsam Berge versetzen.

Regula Wehrli