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Die IG Alp ist eine Interessengemeinschaft, weil sie sich keinen Vereinsstrukturen
unterwerfen will die offene Form der IG ist aber auch Programm.
In themenbezogenen Arbeitsgruppen behandeln ÄlplerInnen Fragen, Konzepte
und Forderungen, die in der Kerngruppe weiterdiskutiert werden. Die Teilautonomie
der verschiedenen Gruppen bietet Effizienz und verlangt Verantwortung,
kommt also der Älplernatur besonders entgegen. |
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In
den letzten 1020 Jahren wurden viele der Bündner Kuhalpgebäude
renoviert. Hinzu kommen einige neuerbaute Alpgebäude. Das Raumklima
in Sennereien inkl. Milch und Käsekeller hat sich durch die Verwendung
von «modernen Baumaterialien» teilweise bis völlig verändert. Schlechtes
Raumklima im Käsekeller, Schimmelpilze und andere botanische
Formen an Decken oder geplättelten Gipswänden sind sicher nicht
im Sinne der QS-Alp-Vorschrift, sondern ein Missachten physikalischer
Gesetze. Gemäss QS-Verordnung Art. 60 Abs. 4 müssen beim Auftreten
von Schimmel die betroffenen Oberflächen gegebenenfalls mit Schimmelschutzfarbe
gestrichen werden. Dies steht jedoch im Gegensatz zum Artikel 60 Abs.
1, wo die Materialien keine schädlichen Stoffe an die Umwelt abgeben
dürfen. Schimmelschutzfarben enthalten Fungizide, die in 12
Jahren aus der Farbe an die Umwelt ausgeschieden werden. Um einen Überblick über die vorhandene Situation in renovierten Sennereien zu bekommen, möchte ich eine Bestandesaufnahme des baulichen Zustandes auf möglichst vielen Kuhalpen machen (siehe Bestandesaufnahme). Dazu brauche ich eure Hilfe, beziehungsweise eure Mitteilung über Raumklima und allfällige Schäden. Die Daten sollen zusammengefasst werden und Ausgangspunkt für die weitere Beratung sein. Die Bauberatung hat eine grosse Wichtigkeit. Bisher konnten wir von der Baugruppe an Baukommissionssitzungen der Alp Ozur in Tiefencastel und der Alp Prada in Surcuolm teilnehmen. Bauherren und Architekten waren dankbar für die wertvollen Tipps, die wir als PraktikerInnen einbringen konnten, doch fiel uns auf, dass diese über die QS- Alp Vorschriften nicht genügend Bescheid wussten. Durch die Kontakte zu den Baukommissionen, Bauern (Alpgenossenschaften), ArchitektInnen und der Denkmalpflege hoffen wir, das baubiologische Bewusstsein zu fördern und dadurch weitere Schäden infolge falscher Materialien zu verhindern. May-Britt Meisser Kontaktadresse: Bestandesaufnahme der Einrichtungen und Bausubstanz
von Sennalpen |