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Viele Eltern wollen, dass ihre Kinder in einer gesunden, natürlichen Umgebung aufwachsen, in der sie ihre Fantasie frei ausleben können. Die Alp bietet reichlich davon. Wieviele Kinder «gesömmert» werden, weiss niemand. Zwei Mütter und ein Vater sprachen über ihre Erfahrung mit Kindern auf der Alp, den Alltag, die Schwierigkeiten. Magnus Furrer |
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Als Stadtfamilie ... «Die
Kinder waren nie krank, uns allen ging es viel besser auf der Alp.»
Gabriela Steffen kommt ins Schwärmen, wenn sie von der Alpzeit mit
ihrem Mann Werner und den beiden Buben Aron und Uriel berichtet. Drei
Sömmer gingen sie im Bündnerland auf verschiedene Rinderalpen.
Im letzten Alpsommer waren die Kinder drei und fünf Jahre alt. «Sie
lernten einen gesunden Umgang mit den Tieren, spürten viel mehr die
Natur. Einer von uns war für die Buben da, nicht als Arbeitskraft
im Alpbetrieb.» So teilten sich Gabriela und Werner die Alparbeiten.
«Der Alpmeister ging wohl davon aus, dass Werner der Hirt sei. Darum
hat er uns die Alp gegeben.» als Bauernfamilie ... «Das
ist unser Leben. Für uns ist das selbstverständlich
und so ist es auch für unsere Kinder. Sie sind immer gerne mit auf
die Alp gekommen.» Für Elfriede Aebersold stellt sich die Frage
nicht, ob sie und ihr Mann Werner mit ihren Kindern dieses Jahr wieder
auf die Alp ziehen. Ihr kleiner Bauernbetrieb im Berner Oberland ist zu
klein, um eine sechsköpfige Familie zu ernähren. Auf der Alp
erarbeiten sie den Hauptteil ihres Einkommens seit über fünfzehn
Jahren. «Hanni, die älteste Tochter hat dieses Jahr extra Ferien
genommen, um beim Alpaufzug dabei sein zu können.» Inzwischen
in der Lehre hat Hanni mit ihren 17 Jahren fast soviele Alpsommer Ðauf
dem Buckelð. Zu Beginn der Schulferien ging sie jeweils wie ihr Bruder
Daniel (15) und Schwester Vroni (10) zAlp, die jüngste, Lydia,
ist erst ein Jahr alt. Erst nach den Herbstferien hiess es wieder die
Schulbank drücken. «Eine Lehrerin haben wir immer gefunden,
obwohl wir neben Kost und Logis nur ein besseres Sackgeld bezahlen können.»
Ein Problem sei es nicht, die Schuldispens zu bekommen, als Eltern tragen
sie die Verantwortung, dass die Kinder den Stoff vermittelt bekommen.
Einzig für die Sekundarstufe gibt es keine Dispens. Für Hanni
die Wahl der Qual. Entweder Sek oder Alp. Sie hatte sich für letzteres
entschieden. Job gekündigt und mit den Kindern zalp «Die
Sozialkompetenz, Verantwortung übernehmen, das haben sie zu
einem grossen Teil auf der Alp gelernt. Es war eine ganz wichtige Zeit
für meine Kinder.» So umschreibt Martin Tschümperlin,
der drei Jahre mit seinen beiden Töchtern Simone und Eliane auf einer
Alp im Entlebuch war. «Ich war selber mehrere Jahre zAlp und
fand es eine tolle Idee, dies meinen Kindern zu ermöglichen.»
So kündigte er seine Anstellung als Sozalpädagoge, nahm die
Kindern von der Schule und zog mit 30 Rindern, 10 Ziegen, mit Ratten,
Hund, Schaf, Maultier, Hühnern und Kaninchen auf die Alp. «Die
Schule zeigte sich sehr kooperativ; die Klasse selber besuchte die Alp.
Für die Schulkinder war es spannend, ein Gschpänli auf der Alp
zu wissen.» Seine Kinder wurden von seiner Frau unterrichtet. Sie
kam jeweils am Wochenende hoch. «Die Kinder lernten sehr gut auf
der Alp, für meine Frau war es schwieriger. Sie wollte lieber mithelfen
als Lehrerin spielen.»
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Kinderzulagen |
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