Stimmen zur IG Alp
     
 


Alles im Eimer oder alles im Butter? Die nächsten Jahre werden der jungen IG Alp genügend Stoff für Aktivitäten liefern. Doch was erwarten, wünschen und befürchten nahmhafte Exponenten der Alpwirtschaft von der neuen Organisation?
Die zalp ging auf Statementsuche.

IG Alp-Spezial

«Seit Jahren unterliegt die Landwirtschaft und mit ihr die Alpwirtschaft ganz gewaltigen Veränderungen. Mutterkühe statt Milchkühe; Alpgebiete, die nicht mehr bestossen werden; immer grössere land- und alpwirtschaftliche Einheiten; immer weniger Menschen, die bereit sind, in den Bergen zu leben und zu arbeiten; QS-Alp. Wir Älplerinnen und Älpler sind die Schauspieler auf dieser alpwirtschaftlichen Bühne und wollen bei diesen Veränderungen gern unsere Hirtenstöcke und Käseharfen einsetzen, um dabei gestalterisch mit zu wirken. Die Interessengemeinschaft Alp, kurz IG Alp ist dabei ein Forum, wo sich alle Kräfte vereinigen können, die dazu eine Meinung haben, jenseits von parteipolitischen und ideologischen Richtungen. Die IG Alp ist für mich ein Sammelbecken von Menschen, denen die Alpwirtschaft nicht egal ist, sie ist für mich eine Art ausserparlamentarische Opposition, die durch ihre Arbeit Richtungen aufweist für künftige politische Entscheidungen. Ich wünsche mir von der IG Alp, dass sie weiterhin Raum bietet für «Freigeister», die Lust und Mut haben, ihren Mund zu öffnen für die eigene Sache, die Sache von uns Älplerinnen und Älplern, von uns Schauspielern. Wir dürfen die Inhalte des Schauspiels Alp nicht nur den Zuschauern überlassen.»

Martin Bienerth, Älpler seit 1982 und
Vorstandsmitglied des Bündner Sennenvereins.
 

 
 

«Grundsätzlich finde ich jede Organisation oder Gruppierung, die sich für die Alpen einsetzt, gut. Mein Wunsch ist die Langfristigkeit einer Gruppe. In Bezug auf die IG Alp vielleicht in Zusammenarbeit mit dem sich neu gestaltenden Sennenverein. Ein weiter Wunsch wäre, dass sich die IG Alp auf Themen konzentriert, bei denen der Senn, die Sennerin auch etwas bewirken oder verändern kann.
Insgesamt entwickelt die IG Alp viele neue Ideen, aus denen auch vermehrt Bisheriges in Frage gestellt wird und so neue Aktivitäten entstehen können.»
Leonhard Hug, Fachkommission Alpwirtschaft am Plantahof GR
 

  «Erstens finde ich die Idee und Umsetzung eines «Älplersprachrohres» sehr gut und sehr wichtig. Weil in der heutigen Zeit gerade eine Diktatur der Stärkeren herrscht ist es wichtig, dass es die IG Alp gibt, um im Bereich des Möglichen gewichtig auftreten zu können.
Der Infoverteiler IG Alp informiert sehr ausführlich und präzise über die einzelnen Themen. Leider fehlen aber noch ein paar auflockernde Elemente, die zum lesen mehr einladen würden. Mir ging es jedenfalls so. Vielleicht ein paar Fotos (um Emotionen zu wecken) und vielleicht gibt es ja auch Cartoon’s über Alp, Kühe, Geissen und Älpler.
Gut finde ich im weiteren die klaren organisatorischen Bereiche (QS, Baugruppe, Alpofon usw.). Viel Erfolg und viel Durchhaltevermögen wünsche ich der ganzen IG Alp!»
Daniel Hepting, HEPTING Entwicklung&Technik, Infoverteilerleser
 
 
   
 

«Die Ideen der IG Alp sind gut, und sie gibt sich Mühe, mit viel Engagement was Neues zu machen. In Bezug auf die QS redet nochmals jemand mehr mit, der eigentlich nicht Entscheidungsträger ist, da es klare verordnete Richtlinien von oben gibt, an die es sich zu halten gibt. Schon aus Kostengründen bin ich der Meinung: Wenn Sanierung, dann recht; und bisher sind alle Bauern mit der Gesamt-Sanierung sehr zufrieden.»
Edi Fritschi, Milchinspektor GR
 


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