Tipps und Tricks für ein gesundes Alpleben
Juni 2009
 

 
ÄlplerInnen haben keine Zeit krank zu werden oder Unfall zu bauen. Das Tageswerk muss vollbracht
werden. Birgit Bayer hat einen Gesundheistratgeber erstellt, der sich mit Risiken, Gefahren und deren
Verhütung auf den Alpen befasst.
 

Gesundheitsratgeber von Birgit Bayer, Text zalp

 

 

Tipps und Tricks für ein gesundes Alpleben

Wo gehobelt wird gibt es Späne, manchmal auch Wunden und Verletzungen. Auf den Alpen lauern spezifische Gefahren, beispielsweise durch enge Ställe, gebährende Mutterkühe, schlecht gewartete Dampfkessel etc. Birgit Bayer hat per Fragebogen auf knapp 60 Alpen Gefahrenherde ausgelotet, zusammengetragen und in einem Gesundheitsratgeber Prävention und Erste-Hilfe-Massnahmen veröffentlicht.

Wenn man sich die Gefahrenquellen bewusst vor Augen führt, fragt man sich, wie man die drei Monaten auf der Alp überhaupt überleben kann: loderndes Feuer unterm Käsekessi, wütender Stier, beschützende Mutterkuh, Motorsäge, Stacheldraht, rutschiger Mist, gemeine Zecke, ungenügendes Schuhprofil, Gewitter, altes Beil, defekte Schläuche, rostige Nägel, offene Kabel und Steckdosen, Gasflaschen, Höhensonne, heisses Wasser, Dampfkessel, schadhafte Fahrzeuge, abgelaufene Esswaren, falsch angeschriebene Medikamente, Hörner, Giftpilze, Ammoniak, Felsbänder, Klauentritte, scharfe Sensen und dann noch ausartende Streitigkeiten im Team.
Die Auswertung des Fragebogens hat zutage gebracht, dass Schnitt- und Schürfwunden die häufigsten Verletzungen sind. Rückenschmerzen und Müdigkeit bzw. Erschöpfung kommen ebenfalls häufig vor und sind neben Alkohol wohl auch gute Vorraussetzungen für Verletzungen und Unfälle. Die Alp ist auch ein Reduit für veraltete oder schlecht gewartete Maschinen, die Unfallgefahr erhöht sich dadurch. Nicht zuletzt ist es mangelnde Erfahrung, die die ÄlplerInnen in die zahlreichen Unfall-Fallen tappen lassen.

Für den Notfall ist man froh, die richtigen Telefonnummern zur Hand zu haben, ein paar Erste-Hilfe-Tipps zu kennen, und eine ausreichende Alp-Apotheke in der Schublade zu wissen. Hierum geht es in Birgit Bayers Gesundheitsratgeber. Er hilft einem mit seinen Checklisten für alle Fälle vorbereitet zu sein und gibt ein paar Tipps, wie man unfallfreier durch die Alpzeit kommt.

   
 
  Birgit Bayer war drei Sommer auf der Alp. Den Gesundheitsratgeber entwickelte sie in über 250 Stunden als Nachdiplomstudium «Pflege, Gesundheitsförderung und Prävention» am Berner Bildungszentrum Pflege.  
 
Den Gesundheitsratgeber kann man beziehen beim
Inforama Berner Oberland
3702 Hondrich

   
 
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