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  Klar: Die Alp ist filmreif und manche Regisseure merken das. Was dabei herauskommt, stellen wir hier vor.
Kategorien: Von der Alp und über die Alp | YouTube und Vimeo | Von neben der Alp
Vergessene und unbedingt sehenswerte alprelevante Filme bitte der Redaktion melden.
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  Aktuell im Kino  
  Aktuell sind keine Alpfilme im Kino zu sehen.  
Von der Alp und über die Alp  
  Alptraum  
Alptraum

Der Film «Alptraum» zeigt die klassische Geschichte zweier Freunde, die euphorisch in ihr gemeinsames Abenteuer «Alp» starten, bis ihre Freundschaft an Überforderung, anhaltenden Regengüssen, Tierabstürzen und der gemeinsamen Verliebtheit in die Nachbarshirtin zerbricht.

Mehr Infos siehe Beitrag im zalpletter:
«Wo Freiheitsgefühle im Gefängnis enden»
https://www.zalp.ch/index3.php?content=zalpletter

 

Alptraum
Das letzte Abenteuer
 
Dokumentarfilm 2016
Regie: Manuel Lobmaier
Schweizerdeutsch, DE
88 Min.
www.alptraum-film.com
ist ab Nov. 2017 als DVD erhältlich

 
  Sommerepisoden  
Treppen zum Himmel

Wir sind auf der Rinderalp Ernergalen im Wallis und bekommen mit den gefilmten Episoden einen Einblick ins Hirtenleben, so unspektakulär es eben ist. Uns wird die Hütte vorgestellt, das goldgelbbraune Ofenbrot präsentiert, gezeigt, wie man einen Hund verarscht, ein Rind ins Füdli sticht, durch den Bergsee schwimmt, einen kleinen Felsklotz beklettern kann. Eingerahmt werden die Sommersequenzen von den Rindern, die anfangs die Alp raufwackeln, oben fressen und wiederkäuen und danach wieder runterwackeln. Den Cineasten unter uns fehlt da einiges: Hirt und Hirtin sind kaum zu sehen, Bauern kommen nicht vor, Lieb und Leid, Glück und Pech eines Alpsommers bleiben ungefilmt. «Fortsetzung folgt» kann man sich da wünschen. gh

Treppen zum Himmel
 
Dokumentarfilm 2016
Kamera: Stefanie Amman / Jonas Imhof
Schweizerdeutsch/Deutsch
37 Min.
Bezugsadresse: stefania.ammann@gmx.ch

 
  Sonne rauf, Sonne runter  
Alpzyt

Als ZuschauerInnen begleiten wir die drei Familien, die wir schon vom Vorgänger- und Alp-fahrtsfilm «z’Alp» kennen, durch den Alpsommer. Die Kamera schweift, fliegt, krabbelt über die Alpen Erigsmatt im Moutatal, Altenalp im Alpstein und Engstligenalp im Berner Oberland. Das ist ganz unterhaltsam. Wir schauen den Kindern beim Bachstauen zu, hören von den feschen Alpmädels, dass es ohne Alp nicht geht, freuen uns an der beständigen Liebe des gestandenen Älplerpaars. Mit einem Wort: schön. Und als wäre es nicht schön genug, betört uns Rickenmann mit zeitgerafften Wolkenrallys, nachthimmelglitzernden Sternenbahnen und schier endlosen Sonnenauf- und Sonnenuntergängen, beschwingt und begleitet von allzeit dröhnender Musik. So oft und lange, bis nicht nur die Sonne glüht, sondern auch der eigene Kopf. Kurzzeitig bringt Schneegeflocke Abkühlung – aha, so kann der Alpsommer auch sein –, bevor das in Jodel und grandiose Wetterstimmung getränkte Finale vom erleichternd aufgehenden Licht im Kino vertrieben wird. gh

Alpzyt
keine Ferien - aber schöner
 
Dokumentarfilm 2016
Regie: Thomas Rickenmann
Schweizerdeutsch
90 Min.
www.alpfilm.ch

 
  «Das war absehbar.»  
z’Bärg

Zwei, die losziehen auf die Alp: Sarah Jörg und Samuel Winter, beide um die dreissig, verdingen sich auf eine Kuhalp mit Rindern im Diemtigtal. Warum, bleibt ungesagt, aber beim Einstallen, beim Melken und ersten Käsen merkt man, die zwei sind unerfahren, gehen zum ersten Mal auf eine Alp, vielleicht aus einer Laune heraus oder des vielbeschworenen Traums wegen, einen Alpsommer zu erleben. Schon bald ist das Paar überfordert, der strenge Alpalltag zehrt an ihren Kräften, der Käse bekommt schmierige Rinde und schwarze Flecken, eine Kuh verwirft, der Schlaf fehlt, die Zuversicht, dass sich alles noch ändern könnte, ebenso.
Als Zuschauende sind wir nahe am Geschehen, blicken in müde Augen, an kraftlose Glieder, auf strapazierte Nerven. Für einmal ein realistischer Film, jenseits aller Alpromantik, das sollte einen freuen – aber dem gebeutelten Älplerpaar anderthalb Stunden zuschauen, das ist doch zäh. Am liebsten würde man ihnen zurufen: Seid mal nicht so knochentrocken, freut euch an einem guten Essen, am Baden im Bach, am Besuch lieber Freunde! Doch das gelingt ihnen nicht. Der Freudepegel ist auf die Höhe müder Waden gesunken und dort bleibt er. Sarahs Fazit am Ende des Alpsommers: «Jetzt muss ich wieder einen Job suchen.» Samuel: «Das war absehbar.» So ernüchternd kann Alpleben sein. gh

z’Bärg
 
Dokumentarfilm 2015
Regie: Julia Tal
Schweizerdeutsch, Deutsch
85 Min.
www.zbaerg.ch

 
  Kinderleben auf der Alp  
Kühe, Käse und 3 Kinder

Der Film zeigt den Alltag der Familie Anna Mathis und Riccardo Nesa auf der Kuhalp Gün im Safiental, mit Fokus auf die drei Kinder Braida, Marchet und Jon – acht-, sechs- und dreijährig. Die Kinder zaubern uns oft ein Lächeln aufs Gesicht, so wenn sie auf den Schweinen reiten, das lange vermisste Huhn finden oder Jon just vor der Haustüre brünzelt, weil der Regen den Weg zum WC versperrt. Das alles ist unterhaltsam, bisweilen interessant, immer nett und auf die Länge zu harmonisch. Mag sein, dass diese Familie kaum streitet, alle Arbeiten auf der Alp mit Freuden erledigt, zudem eine tolle Mitabeiterin hat, mit der alles super klappt. Aber im Film wirkt die Harmonie zu exemplarisch, als sei es so auf jeder Alp, und das ist nicht authentisch. Von einem Dok-Film erwartet man mehr – einige Brüche des Wohl- und Einklangs hätten gut getan. gh

Kühe, Käse und 3 Kinder
 
Dokumentarfilm 2014
Regie: Susanna Fanzun
Rätoromanisch-Schweizerdeutsch-Tessiner Dialekt, Untertitel de
www.3kinder.ch

 
  Aus Filmen lernen  
Von Älplern für Älpler

Drei Filme zur Weidebewirtschaftung auf Alpen zeigen, wie man Sömmerungsweiden pflegen kann. Älpler aus den Kantonen Bern, Graubünden und Wallis erklären ihre Nutzungsweise. Es liegt in der Natur der Sache, dass sie nicht immer gleicher Meinung über die beste Bewirtschaftsungsart sind.
Die Älpler erklären ihre Herangehensweise an die Bewirtschaftung ihrer Alpweiden. Interessant ist, dass die Alpen bezogen auf die Grösse, die Tierart und die Höhenlage sehr verschieden sind und daher die Nutzungsart unterschiedlichen Ansprüchen genügen muss. Ebenso ungleich sind die Älpler: Wo der eine eher auf effiziente Arbeitsweise schaut, möchte der andere vor allem die Pflanzenvielfalt schützen und der dritte schaut auf eine möglichst vielseitige Nutzung mittels verschiedener Tierarten. Ein bisschen schauen natürlich alle auch auf alles.
Die Älpler erzählen unkommentiert. So bleiben Fragen offen – z.B. ob grosse Milchkuhalpen hinsichtlich Weidenutzung überhaupt Sinn machen und ob das Mulchen in diesen Höhen nachhaltig ist. Es kann somit weiter diskutiert werden. Aber schaut selber.

Von Älplern für Älpler
 
Dokumentar-/Lehrfilm 2013
Regie: Patricia Fry
Schweizer Dialekt
Untertitel de, fr, it, en
DVD 45 Min
www.vonbauernfuerbauern.ch

 
  Almleben leben  
STILL von Matti Bauer

Wir begleiten Uschi über mehrere Jahre auf ihrem Weg von der Älplerin zur Bäuerin, wie sie alleine auf der Alp ihre Arbeit macht, «stillesüchtig» dort oben mit den Tieren und der Landschaft ihre Bestimmung findet. Doch Uschi ist auch Bauerstochter. Ihre Eltern legen ihr nahe den Hof zu übernehmen. Sie hadert zwar anfänglich mit der Vorstellung sesshaft zu werden und sich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Landwirtschaftsbetriebes zu unterwerfen, doch schlussendlich kann sie sich den üblichen Konventionen nicht erwehren. Ein einfühlsam beoabachtetes Langzeitportrait in ruhigen Schwarzweissbildern, das ganz ohne Pathos zeigt, wie das Nomadendasein des Älplerlebens in all den Verstrickungen des normalen Lebens nicht ewig Bestand hat.

STILL
 
Dokumentarfilm
Regie: Matti Bauer
Deutsch
DVD 80 Min., DE 2013
www.cede.ch

 
  Agrarwirtschaft diskutieren  
Alpsummer von Thomas Horat

Knapp vier Stunden kann man vier Familien auf Alpen im Moutatal zuschauen, wie sie Tiere treiben, melken, Käse machen, Tiere verarzten und einem die Alp erklären. Und das ist keineswegs langweilig. Denn die BerglerInnen haben über das Leben, über die Arbeit, über das Verständnis von Mensch und Natur mehr Weises zu sagen als so mancher Pfarrer oder anderswie ausgebildeter Therapeut. Reine Idylle gibt es nicht zu konsumieren, aber wer gerade im Hamsterrad des Alltags seine Runden dreht, soll doch diese DVD in den Player schieben. gh

Alpsummer
Innerschweizer Bergler
 
Dokumentarfilm
Regie: Thomas Horat
Schweizerdeutsch, (dt, en, fr,
rumantsch)
DVD 89/140 Min., CH 2013
www.mythenfilm.ch

 
  Dreimal z’Alp fahren  
z’Alp von Thomas Rickenmann

In den vergangenen Jahren sind ja so manche Traditionen der ÄlplerInnen filmisch ausgeschlachtet worden – es könnte der Eindruck entstehen, die machen das nur der TouristInnen wegen. Bei der Transhumanz geht es aber schlussendlich ganz pragmatisch um Futtersuche, wenn auch zum Teil im folkloristischen Mäntelchen. Hier begleiten wir drei Alpfahrten der Alpen Erigsmatt SZ, Altenalp AI und Engstligenalp BE. Eindrücklich gefilmt wechseln betörend schöne Landschaftsbilder mit den rauen Wirklichkeiten von Hudelwetter und abgestürzten Tieren ab. Wir erleben, wie unterschiedlich in den drei Regionen das z’Alpfahren vonstatten geht. Schade, dass Rickenmann mit der musikalischen Berieselung übertreibt (kaum geht ein Alpaufzug los, wird gejodelt) und mit dem Product Placement der Locher-Brauerei (peinlich für einen dokumentarischen Film, wenn sich die Innerschweizer Älpler mit Appenzeller-Bier zuprosten und die Etikette in die Kamera strecken). gh

z’Alp
Uffahre – Züglete – Öberefahre
 
Dokumentarfilm
Regie: Thomas Rickenmann
Schweizerdeutsch (de, fr, en)
DVD 101 Min., CH 2013
http://alpfilm.ch/

 
  Sommerzeit  
Sommerzeit von Pascale Gmür

Die Regisseurin nennt ihren Film eine Alpenreise, dem Zuschauer bleibt aber unklar, wohin die Reise geht. Begleitet werden ein paar ForscherInnen von AlpFUTUR bei ihrer Arbeit. Warum sie forschen und was ihre Forschung der Alpwirtschaft nutzen soll, begreifen weder die ÄlplerInnen noch die ZuschauerInnen – die Verständigung zwischen ForscherInnen und Alpleuten will nicht recht klappen. Das erstaunt, da der Film dem Synthesebuch von AlpFUTUR beiliegt, welches die Forschungsarbeiten als wichtig und nötig herausstellt.
Der Film bietet zwar Einblick in verschiedene Aspekte der Alpwirtschaft, Alpunerfahrene werden aber ungenügend informiert und Alperfahrene erfahren nicht viel Neues. gh

Sommerzeit
Alpwirtschaft: Tradition mit Zukunft?
 
Dokumentarfilm
Regie: Pascale Gmür
Schweizerdeutsch (de, fr, en)
DVD 78 Min., CH 2013
www.sommerzeit-der-film.ch

 
  Fernsehmacher auf Besuch  
Schweiz Aktuell: Am Berg

Im Sommer 2013 dokumentiert «Schweiz aktuell» während dreier Wochen das Leben der Älperfamilie Abderhalden mit ihren zwei Knechten und einer temporären Hilfe auf Alp Malbun. Die Serie gibt viele Einblicke ins Alpleben mit Details, die bei einem kurzen Besuch untergegangen wären. Die Moderation ist gewöhnungsbedürftig, weil ziemlich naiv. Da werden die Filmi zu eigentlichen Lehrfilmi für MöchtegernälplerInnen auf dem TV-Sofa. Bizzli Fernsehglamour darf natürlich nicht fehlen. So werden Rezepte aus der Alpenchuchi filmisch aufgemotzt und die Sequenzen mit dem «Einsatzknecht» Fernsehmoderator Oliver Bono mögen lustig sein, sofern man einen eigenartigen Humor hat. (gh)
DVD 2 zeigt Fernsehmoderatorin Sabine Dahinden am Berg. Sie assistiert einem Bergtierarzt in der Innerschweiz. Im Bündnerland unterstützt sie ein junges Hüttenwarts-Paar beim Führen einer SAC-Berghütte und im Wallis begleitet sie ausländische Reisegruppen in die Berge. Zum Schluss erklimmt die Moderatorin einen Viertausender. (Klappentext)

Am Berg
Die Älplerfamilie und
Dahinden am Berg
 
TV-Serie
Doppel DVD Edition 2013
mit Rezeptheft der Älplerfamilie
Regie: SRF
Schweizerdeutsch
beide DVD 390 Min., CH 2013
http://shop.srf.ch

 
  Sechs Stunden Alp und Urnäsch  
Alpabfahrt Urnäsch

«Schweiz aktuell» war bei der Alpabfahrt in Urnäsch am 15. September 2012 mit dabei und begleitete zwei Bauernfamilien auf ihren Weg zurück ins Tal. In aktueller Journalistenmanier – verschiedene Standorte, eigener Arbeitseinsatz, Interviews, Liveberichte, Rückblenden, Dokumentareinschübe, Facebook- und Twitteranbindung – berichtet das Fernsehen rundum über Alpwirtschaft, ÄlplerInnen, Kultur und Tradition der Appenzeller. Man staunt über die oft naiven Fragen der ReporterInnen und freut sich über die gelungenen und knorrigen Antworten. Für sechs Stunden kann man freudetränenden Auges vergessen, dass wir in unseren Banken Geld von Diktatoren und Steuerbetrügern waschen, in fernen Ländern Rohstoffe klauen und in unserem Wohlstandswahn die Naturressourcen verschleudern. Heimat pur! (gh)

Alpabfahrt Urnäsch
Schweiz aktuell extra
 
Live-Dokumentarsendung
Regie: SRF
Schweizerdeutsch
360 Min., CH 2012
zurzeit vergriffen
http://www.srf.ch

 
  Verschwindende Hirtenkultur  
Dem Himmel ganz nah von Titus Faschina

In der Nähe von Sibiu, oberhalb des Dorfes Jina, dem höchstgelegenen Dorf in den Karpaten, lebt die Schäferfamilie Stanciu mit Mutter Maria, Vater Dumitru, Sohn Radu. Es ist ein Leben unter einfachsten Bedingungen und es ist einsam. Die Nachbarn sind in die Dörfer gezogen, haben das Schäferhandwerk aufgegeben. Maria und Dumitru haben nie etwas anderes gemacht, und wollen auch nichts anderes machen, auch wenn sie wissen, so geht es nicht weiter. Es gibt weder Fahrzeuge noch Strom, transportiert wird mit Ross und Wagen. Der Wald holt sich die Kulturlandschaft zurück, die Wölfe konzentrieren sich auf die restlich verbliebenen 100 Schafe. Hilfe, um sie zu beschützen finden die Stancius keine, selber fehlt ihnen die Zeit dazu. «Unser Brot ist hart, aber wir sind es gewohnt.»
Das deutsche Filmteam hat sich der Schäferfamilie mit grossem Respekt genähert. In bedrückend schönen Bildern von archaischer Kraft können wir zusehen, wie eine jahrhundertealte Hirtenkultur verschwindet. Für die Familie Stanciu ist es bare Realität.

Dem Himmel ganz nah
 
Dokumentarfilm 2012
Regie: Titus Faschina
Rumänisch, Untertitel de, en
DVD 97 Min
www.cede.ch

 
  Fünf Rufer in den Alpen  
Alpsegen

Ein beschaulicher und unterhaltsamer Dok-Film, in dem eine Älplerin und vier Älpler erzählen, wieso sie den Alpsegen rufen. Man hört und schaut ihnen gerne zu, merkt, dass so etwas Traditionelles wie der Betruf – an dem Vorstellungen von Mystik und Spiritualität kleben wie der Honig an der Bärenschnauze – erst durch die individuellen Charakteren zum Leben erweckt wird, und auch wenn es einen überlieferten Text gibt, jeder den Alpsegen auf seine Weise ruft.
Eine wissenschaftliche Abhandlung über den Alpsegen ist der Film nicht, man muss sich mit den Philosophien und Ansichten der ÄlplerInnen als Informationslieferanten begnügen – und das reicht. gh

Alpsegen
Alles was gesungen wird, zählt doppelt
 
Dokumentarfilm
Regie: Bruno Moll
Schweizerdeutsch
85 Min., CH 2012
DVD bestellbar z.B. bei cede

 
  Alp Guschg in Liechtenstein  
Alpsommer - Leben und Arbeit auf der Alp Guschg

Unspektakulär authentischer Dokumentarfilm über die einzige Lichtensteiner Alp mit Holzfeuer direkt unterm Käse (Buser-Feuerung, Stand 2011). Die Arbeiten auf der Alp – melken, käsen, buttern – werden knapp und fassbar gezeigt, zum Teil ergänzt mit historischen Rückblicken zur Lichtensteiner Alpwirtschaft. Schön, dass auf alpmythologisierende Effekthaschereien wie Sonnenaufgänge, Betrufer, Kuhörner im Abendlicht und derlei mehr verzichtet wird. gh

Alpsommer
Leben und Arbeit auf der Alp Guschg
 
Filmfabrik Anstalt, Triesenberg
Dokumentarfilm
Regie: Norbert Jansen
20 Min., CH 2011
www.filmfabrik.ch

 
  100 Minuten Bähhhh und Bhöööhö  
Sweetgrass

Sweetgrass ist eine unsentimentale Elegie auf den amerikanischen Westen, eine alle Sinne ansprechende Beschwörung der Lebensumstände der letzten Schafhirten, die mit ihren Herden die Sommermonate auf den Wiesen der Beartooth-Berge in Montana verbringen. Ohne jeglichen Kommentar zeigt dieser schonungslose Dokumentarfilm eine Welt, in der Natur und Kultur, Tiere und Menschen, Klima und Landschaft, Verletzlichkeit und Gewalt aufs Engste miteinander verbunden sind.
«Wenn Sweetgrass überhaupt von etwas handelt, dann vom Zauber und der Ambivalenz des Hirtenlebens, einem Lebensfeld, das auf der Verbundenheit von Natur und Kultur beruht – einer zentralen Voraussetzung der menschlichen Geschichte, von der mittlerweile jedoch nicht mehr viel zu spüren ist.» (Lucien Castaing-Taylor)

Sweetgrass
the last ride of the american cowboy
 
Dokumentarfilm
Regie: Ilisa Barbash und Lucien Castaing-Taylor
Englisch (deutsche Untertitel)
101 Min., USA 2010
DVD bestellbar bei amazon
Trailer auf YouTube

 
  Die Käsemacher  
Die Käsemacher

Im Zentrum stehen Zusammenarbeit und Auseinandersetzungen der ÄlplerInnen und BäuerInnen der Alp Oltscheren und Balisalp im Berner Oberland. Unterschiedliche Ansichten über Hütemethoden oder Zaunverlauf prägen den ersten Teil des Films. Wenn es der eine besser weiss, weiss es auch der andere besser. Der Filmerin gelingt es, die eigensinnigen Ansprüche und Rechthabereien der ÄlplerInnen, Bauern und Alpmeister ganz offen zu Wort kommen zu lassen, in einer unparteiisch beobachtenden Weise.
Ende Sommer wird manches besser, als man erwarten konnte. Der von den Bauern skeptisch beobachtete Senn bekommt bei der Alpkäse-Prämierung die Höchstpunktzahl. «Da muss ein Senn aus Italien kommen und uns zeigen, wie man käst!», meint der Alpmeister. Es allen recht zu machen, dafür sind die Protagonisten auf den Alpen nicht geeignet. «Weil es mir keiner sagt, muss ich mich halt selber loben», resümiert der Senn aus Deutschland. (gh)

Die Käsemacher
Ausländische Alpsennen im Berner Oberland
 
Dokumentarfilm
Regie: Sarah Fasolin
Mundart (deutsche Untertitel)
99 Min., CH 2010
www.diekaesemacher.ch

 
  Ab auf die Alp! – Wie Städter zu Sennen werden  
Ab auf die Alp!

Im Sommer 2010 portraitierte das Schweizer Fernsehen in fünf Folgen Alpleute aus Deutschland und der Schweiz, die im Berner Oberland zu Hirten, Sennerinnen und Sennen wurden. Der Pöstler und die Hebamme, die junge Familie und das StudentInnen-Team aus Witzenhausen zwischen Linse und Kuhfladen auf der Suche nach einem abenteuerlichen Sommer. Das Fernsehteam begleitete die ÄlplerInnen von der Vorbereitung mit Muskeltraining in der Wohnstube über erste Verwirrnisse bei der Alpauffahrt bis zu den Tränen (der Erleichterung) bei der Alpabfahrt. Wir meinen: gut gemacht. Das Fernsehteam lässt sich von der Bergkulisse und den goldenen Käsen nicht blenden, sie bleiben nahe bei den Freuden, Erwartungen, Ängsten und bei den Überforderten, zeigen das Alpleben, wie es oft ist und für viele Alpneulinge sein wird. (gh)

Ab auf die Alp!
Wie Städter zu Sennen werden
Dokumentarfilm
 
Produktion: Schweizer Fernsehen
Leitung: Christoph Müller
DVD mit Dialektversion und Hochdeutscher Version
215 Min., CH 2010
CHF 32.–.–
http://swissdvdshop.ch/

Anschauen unter:
www.srf.ch/play/tv/dok/

 
  Das Justistal  
Das Justistal

«Am Anfang waren die Leute mir gegenüber sehr reserviert und haben sich wohl gefragt, warum jetzt so ein Unterländer mit seiner Kamera bei ihnen rumschleicht.» erzählt Kameramann, Regisseur und Produzent Sommerhalder. «Aber in kurzer Zeit haben sich die Leute daran gewöhnt. Ich habe die Kamera dann laufen lassen können, und alle Alpen haben meine Arbeit unterstützt», erklärt Sommerhalder weiter. Es war ein Ziel Sommerhalders, zumindest was die Älplerarbeit betrifft, kein verklärtes Bild abzugeben. Beim Dokumentieren der Alpwiesenwelt ist der Autor dann doch der Blütenpracht erlegen und der Film wird leicht phatetisch. Nichtsdestotrotz bietet der Film für Alpunwissende einen guten Einblick ins Alpleben. Siehe auch: Das Justistal - im Film dokumentiert.

Das Justistal
Dokumentarfilm
 
Regie: Heinz Sommerhalder
68 Min., CH 2009
DVD bestellen bei
Heinz Sommerhalder Feldstrasse 8
4922 Bützberg, hsommerhalder@besonet.ch
 
  Les bergers du Mont d'Or  
Les bergers du Mont d’Or

Dès le début du mois de juin, une transhumance originale fait monter à l'alpage un troupeau de génisses dont Norbert aura la charge durant quatre mois. Plusieurs dizaines d'alpages seront ainsi occupés tout au long du massif, avec une curieuse tradition: les éleveurs suisses peuvent également louer et occuper ces espaces, au nom d'un très ancien traité noué entre la France et la Suisse, toujours en vigueur aujourd'hui.
 
 
 

Les bergers du Mont d'Or
Und documentaire
 
Réalisé par Jean-Philippe Macchioni
52 Min., CH 2009
www.filmsdocumentaires.com
 
  De Chatzelochsenn  
De Chatzelochsenn

Tobias Brunschwiler versucht mit seinem Film einen etwas anderen Einblick ins Älplerleben zu geben. Dies tut er in autodidaktischer Art und Weise, indem er mit seiner Familie gleich selbst z'Alp geht. Der sonst beruflich in einem ganz anderen Bereich tätige Brunschwiler, verzichtet bewusst auf gängige Bilder. Er zeigt seine persönlichen Erfahrungen auf unkonventionelle Weise, lässt die Zuschauer immer wieder schmunzeln.
Für die drei Kinder des Regisseurs ist die Alpzeit im Chatzenloch ein einziges Abenteuer. Die Begegnungen mit den Tieren, das einfache Leben im Alphüttli und draussen in der Natur geniessen sie in vollen Zügen. Bereichert wird der Film durch Anekdoten von erfahrenen Älpler und Älplerinnen. Sie erzählen unter anderem von ihren ersten Alpsommern, den Freuden, aber auch Schattenseiten des Älplerlebens. (gh)

De Chatzelochsenn
oder de erscht Alpsummer
Dokumentarfilm
 
Regie: Tobias Brunschwiler
120 Min., CH 2009
www.tobiart.ch
www.moviebizfilms.com
 
  Knütteln und wissenschaften  
NZZ-Format: Alpen, Sennen, Hirten

Der erste Film porträtiert die Malanseralp im Calfeisen, wo gearbeitet und die ETH-Alp am Weissenstein, wo geforscht wird. Besonders auf den erhöhten Gehalt der Omega-3 Fettsäuren in der Alpmilch wird näher eingegangen. Ergänzt werden die Alp-Alltage durch ein kurzes Porträt vom «Maître fromager» Bernard Antony, welcher eindrückliche Käse zeigt, wenn auch keine Alpkäse.
Im zweiten Film geht es um den Schafhirten Norbert Siegele aus dem Südtirol, um den Schweizer Wanderschäfer Rolf Beutler, um den Bergbauern, Alphirt und Ziegensenn Jo Quartenoud aus Villars, um den Agraringenieur, Alphirt, Selbstversorger und Schnapsbrenner Norbert Nigg aus Grins im Tirol. Es werden häppchenweise Problematiken aufgezeigt und Lebensumstände reflektiert, für Tiefe sind die Besuche der Fernsehjournalisten und der Film jedoch zu kurz. (gh)

Alpen, Sennen, Hirten
Fitte Kühe, gute Milch
Heile Welt, hartes Brot
 
NZZFormat
Zwei Dokumentarfilme
Autor: Beat Rauch
92 Min., CH 2009
www.tvnzzshop.ch

 
  Schaffen und lieben  
Nur ein Sommer
Wieviele Arbeitslose das Arbeitsamt in Deutschland in die Schweizer Berge schickt, ist mir nicht bekannt. Eva aus Brandenburg verschlägt es übers Amt ins Berner Oberland auf die Alp zum Senn Daniel. Damit beginnt eine Geschichte, wie wir sie alle aus eigener Erfahrung kennen: Annäherungen und Annäherungsversuche, Missverständnisse, Eingeständnisse, ein Toter, ein Abgestürzter, ein Nebenbuhler, ein vom Hund angefressener Käse, ein Gewitter, drei Sonnenaufgänge, ein langer Abend, ein zu schneller Morgen, etwas Wein und viel Schotte, im rechten Moment ein Stall voll Heu. Die Regisseurin war selber zwei Jahre auf der Alp, weiss also wo das wahre Leben ist. Die Story ist einfach gestrickt, aber hübsch gefilmt und die Alp und Alparbeit nicht übertrieben bildgewaltig in Szene gesetzt. (gh) Nur ein Sommer
Spielfilm
 
Regie: Tamara Staudt
mit Anna Loos und Stefan Gubser
90 Min., DE/CH 2008
www.cede.ch/de/
 
  Einen Bauern heiraten? Nein, da hat man es zu streng.
Berauf Bergab
Die Familie Kempf im Schächental hat dreimal Frühling, zügelt mit Vieh, Habe und sich selber von Buchen (560 m ü. M.) über Bieler (1130 m ü. M.) nach Pfaffen (1725 m ü. M.) und zurück oder durcheinander. Der Grossvater rechnet dem Filmer die gesammeltern Zügeleien vor und braucht dafür alle Finger seiner beiden Hände. «Bergauf, bergab» kommt ohne Kommentare aus, die Kempfs erklären einem ihre Welt mit markanten und wohldosierten Weisheiten: «Hauptsache man ist gesund und mag schaffen.» und «Schaffen macht nicht alt, Probleme wälzen schon.» Warum wählen die Kempfs ein Leben prall gefüllt mit Arbeit, wo doch Monika Kempf verlautet, dass sie als junge Frau niemals vorhatte Bäuerin zu werden: «Einen Bauern heiraten? Nein, da hat man es zu streng.» Die Frage bleibt offen und die Antworten karg. Wahrscheinlich können sie nicht anders. Die Arbeit ist Lebensinhalt und ohne Inhalt ist das Leben keines. (gh) Bergauf Bergab
Dokumentarfilm
 
Regie: Hans Haldimann
101 Min., CH 2008
www.cede.ch/de/
 
  Alpidylle am See  
Schönheiten des Alpsteins

Ein Bijou ist sie, die Fählenalp im Alpstein, am Fählensee gelegen, wenige Luftkilometer von Appenzell entfernt, in gut zwei Stunden zu Fuss von Brülisau aus erreichbar. Thomas Rickenmann nimmt uns 100 Minuten per bequemen Kinosessel mit zum Alpteam, zeigt wunderschöne Landschafts- und Stimmungsbilder, begleitet die Hirtin beim Hüten, schaut dem Sennen ins Kessi und geht mit dem Zusennen zu den Schweinen. Vom Zuschauer verlangt dies Geduld, Mensch, Tier und Käse fügen sich unaufgeregt und harmonisch in den Alpalltag ein. Soviel Idylle erschlägt einem bisweilen – man wähnt sich plötzlich in einem Appenzeller Werbefilm. Schön, dass es wenigstens beim Alpabzug regnet, Plastickmänteli und Regenschirm die Folklore lindern. Intensität kommt beim Mithüten mit der Hirtin Karin Tanner auf. Wie sie von ihrer Liebe zu den Kühen, von ihrem Hund und der Arbeit erzählt, berührt einem runter bis in die Eingeweide. (gh)

Schönheiten des Alpsteins
Dokumentarfilm
 
Regie: Thomas Rickenmann
102 Min., CH 2008
www.extramilefilms.com
www.moviebizfilms.com
 
  De letscht Alpsummer  
e letscht AlpsummerNur ein Sommer
Der Älpler Albert Künzle verbringt seinen letzten Sommer auf der Alp Guetental ob Ebnat-Kappel im Toggenburg. Tobias Brunschwiler begleitet ihn durch den Sommer, lässt den Älpler Gadentüre und Käsekeller öffnen. Künzle erklärt alle Arbeiten vom Käsen bis zur Klauenpflege und lässt manchen – in einem langen Älplerleben gesammelten – urchigen Spruch fallen. Etwas befremdet wird einem bewusst, wie unspektakulär so ein Älplerleben ist, auch wenn es exotischer nicht sein könnte. Ein Film über gelebte Traditionen von Alpfahrt bis Alpabfahrt. Lehrreich für alle, die sich noch immer wünschen, auf der Alp dem Heidi zu begegnen. (gh) De letscht Alpsummer
Dokumentarfilm
 
Regie: Tobias Brunschwiler
120 Min., CH 2007
www.tobiart.ch
www.moviebizfilms.com
 
  Ende. Aus.  
Greina

Wir schreiben das Jahr 2005, für Giovanni Boggini das letzte Jahr, in dem er auf der Greina käsen wird. Das hier gezeigte Stück Bergwelt ist nicht nur im Prinzip anachronistisch, sondern ganz real dem Untergang geweiht. Die Agrar-Richtlinien der EU sind mit dieser Art von Käseerzeugung, und also mit dieser Art von Leben, nicht kompatibel. Schluss wird sein mit hygienisch unvertretbaren Praktiken wie Holzfeuern im offenen Kamin oder, das EU-Brüsseler Grauen schlechthin, mit der gemeinsamen Haltung von hochwertigen Schweizerkäsekühen und ordinären Schweinen. Villi Hermanns Film bleibt alldem gegenüber ruhig in erzählerischer Distanz – das wütende Aufschreien überlässt er dem Zuschauer. (Klappentext)

Greina
Dokumentarfilm

Sprachen: Italiano
Untertitel: Deutsch Français English
Regie: Villi Hermann
28 Min., CH 2006

 
  La montagne des reines «Alpköniginnen»  
La montagne des reines
«Alpköniginnen» ist die aufmerksame Beobachtung des Lebens auf einer Walliser Alp und des Verhaltens der ganz und gar nicht zahmen Kühe der Eringerrasse. Wir entdecken dabei diese einzigartigen, eigensinnigen, vifen und kampflustigen Tiere, die starke Bindung der Menschen an sie und die Bedeutung der Leitkuh, der Königin der Herde. Während der hundert Tage dauernden Alpzeit folgen wir der Herde und den Menschen bei Sonnenschein, im Regenmatsch und im Schnee bis auf die höchsten Bergweiden und teilen Einsamkeit und gesellige Zeiten, beschauliche und hektische Momente. (Klappentext) La montagne des reines
Dokumentarfilm
 
Regie: Barbara Erni
42 Min., CH 2006
http://swissdvdshop.ch/
 
  Ohne Parfumschleier und Spannteppichgeruch
Hirtenreise
Eine Errungenschaft des Wohlstandes ist, dass immer weniger Menschen schwitzen müssen. Kaum einer, der noch arbeitet – heute wird gedienstleistet. Der Wunsch – vielleicht auch der Drang – die Hände von Tastaturen und Steuerrad zu reissen, die Nase von Spannteppichgeruch und Parfumschleier abzuwenden, seinen Körper unter dem Regenschirm wegzuschieben wächst proportional mit dem Wunsch nach Bequemlichkeit und Sicherheit. Einmal wieder auf einer Südseeinsel stranden, irgendwas existenzielles erleben, einem Wolf begegnen, von der Brücke springen oder eben z’Alp gehen.
Langjahr begleitet den Wanderschäfer Thomas Landis durch den Winter. Er bleibt dabei mit der Kamera in sachlicher Distanz, zeigt wie die heutige Zeit in das Leben eines Wanderschäfer dringt – und auch, wie dieser sich davon nicht abwenden kann. Hirt Landis wird in Ausübung seiner archaischen Arbeit nicht glücklich, er erzählt vom Chrampf, vom Mühsal und nicht vom schönen richtigen Leben. (gh)
Hirtenreise ins dritte Jahrtausend
Dokumentarfilm
 
Regie: Erich Langjahr
124 Min., CH 2002
www.langjahr-film.ch
 
  Der Rhythmus täglicher Arbeit
Sennenballade
Die bäuerliche Lebensweise der Meiles steht in unvereinbarem Gegensatz zur Welt des Neokapitalismus mit seine Profitmaximierung, der Shareholder-Values, des New Management, des Konsumismus, des Raubbaus an den Ressourcen, der esoterischen Sinnsuche und des rasenden Werte- und Paradigmenwandels. Des Sennen Werner Meiles Dasein wird von ganz anderen Gesetzen als die «moderne Schweiz» und eine wildgewordene, entsolidarisierte Marktwirtschaft bestimmt: Vom Wechsel der Jahreszeiten, von den Bedürfnissen des Viehs, vom Rhythmus der täglichen Arbeit. Und dennoch steht Meiles Welt mitten in dieser Zeit. (Zoom, Franz Ulrich) Sennenballade
Dokumentarfilm
 
Regie: Erich Langjahr
100 Min., CH 1996
www.langjahr-film.ch
 
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  Ascharina Alp - Wie der Käse wachst  

Ascharina Alp - Wie der Käse wachst (2015) von wenedeux on Vimeo.

Drei Älplerinnen, 80 Milchkühe und das Kessi auf der Alp Ascharina im Prättigau GR. Der Film gibt einen guten Einblick ins Alpleben und die Herstellung von Alpkäse. Schön gefilmt von Georg Wenetiadis.
 
  Sarotla Alpe 2013, Vorarlberg, Montafon  

Der Film auf YouTube.

Markus Fischinger als Hirte mit 69 Rinder und 4 Rösser auf der Sarotlalpe in 48 Sekunden.
 
  Rinderalp im Wallis  

Alphirt 2010 on YouTube.

Ausschnitte aus dem Alltag auf einer Rinderalpim Wallis für einen Beitrag im deutschen MDR.
 
  Alp Lochegg 2012  

Alp Lochegg 2012 from Christoph Seiffert on Vimeo.

Impressionen von der Alp Lochegg ob Niderurnen im Kanton Glarus.
Für alle, die in der alpfreien zeit nicht ohne sein können.
 
  Blick nach Österreich  

Über die Almwirtschaft in Österreich von Ländliches Fortbildungsinstitut auf YouTube.

Die Almwirtschaft in Österreich ist seit jeher ein bedeutender Teil der heimischen Landwirtschaft und hat viele Funktionen inne.
 
  Give Away  

Give Away in Heidiland, 2004 from Christoph Seiffert on Vimeo.

Der Begriff «Give Away»stammt aus der Indianischen Kultur. Er bedeutet zu geben.
2004 findet sich im Wallis ein Alpteam zusammen um den Erlös ihrer Arbeit zu verschenken.
Diese Amateuraufnahmen zeigen den Abend des 19. August und den darauf folgenden Tag.
 
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Filme von neben der Alp nach oben
  Köhlernächte  
Köhlernächte

Die traditionelle Meilerköhlerei von Bramboden ist europaweit einzigartig. Die rauchenden Meiler, die Arbeit mit dem Feuer, der Vorgang im Verborgenen, die alchemistisch anmutende Verwandlung von Holz zu Kohle – all dies strahlt bis heute etwas Magisches aus. Im Verlauf der letzten fünf Jahre ist ein Film entstanden, der aus einer Innenperspektive in die Welt der Köhler Einblick gibt. «Köhlernächte» ist ein authentisches, intimes, zuweilen höchst amüsantes Porträt der unterschiedlichen Akteure geworden. Politisch unkorrekt wird getrunken, geraucht und geflucht – dabei beeindruckt der respektvolle Umgang der Menschen untereinander wie auch der Umgang mit der einheimischen Ressource Holz, mit Feuer und Rauch im harten Köhleralltag. Pressetext 

Köhlernächte
 
Dokumentarfilm
Regie: Robert Müller
Schweiz 2017
93 Min.
https://zeitraumfilm.ch/

 
  Petit Paysan  
Petit Paysan

Pierre, ein junger Milchbauer in der französischen Provinz, hat den
Bauernhof seiner Eltern übernommen. Bauer sein ist alles was er will,
Bauer sein ist sein ganzes Leben! Er und seine Kollegen beobachten
mit Sorge die tragischen Ereignisse im Nachbarland Belgien, wo eine
«Rinderseuche» ganze Existenzen vernichtet hat. Pierre’s Schwester
ist Tierärztin und überwacht den Viehbestand der Bauern in der
Umgebung. Nichts will Pierre mehr, als seinen Hof und seine Tiere
schützen.
Doch eines Tages ist es soweit: Pierre merkt, dass eines seiner Tiere
mit dem Virus infiziert ist. In einer Nacht- und Nebelaktionen setzt er
alle Hebel in Bewegung, ob ungesetzliche oder nicht, um seine
geliebten Kühe retten zu können!. Pressetext 

Petit Paysan
 
Spielfilm
Regie: Hubert Charuel
Frankreich 2017
90. Min.
www.looknow.ch

 
  Anders als die Väter  
Anders als die Väter

Der Film handelt von vier Pionier-Bauernbetrieben im Kanton Bern, die schon im letzten Jahrhundert auf exotische Grossviehhaltung umgestellt haben. Vorgestellt werden innovative Bauern, welche die Pfade ihrer Väter verliessen und einen neuen Weg eingeschlagen haben. Sie halten Tiere, die wir meist nur vom Zoo oder von Reisen in ferne Länder kennen: Bisons, Wasserbüffel, Lamas, Alpakas, schottische Hochlandrinder und Rentiere. Die auffallenden Herden finden sich verstreut über den Kanton Bern, und unsere Besuche führen von Les Prés d’Orvin im Berner Jura über Uetendorf bei Thun nach Aeschi ob Spiez bis hin nach Schangnau im Emmental. Pressetext 

Anders als die Väter
 
Dokumentarfilm
Regie: Hugo Sigrist
Schweiz 2017
Schweizerdeutsch
85 Min.
www.moviebizfilms.com

 
  Bauer Unser  
Bauer Unser
Der Dokumentarfilm zeigt gleichermassen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es auf Österreichs Bauernhöfen zugeht und wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Tausende Bauern haben heute ihren Beruf aufgegeben oder wirtschaften heute im Nebenerwerb. Die verbliebenen sind gewachsen, haben sich spezialisiert, ihre Produktion intensiviert, investiert. Doch selbstbestimmte Bauern sind selten geworden. Ein einst stolzer Stand steckt in einem System aus Zwängen, Abhängigkeiten und Propaganda, dem auch die offizielle EU-Politik zuarbeitet. Pressetext
 
Trailer: www.youtube.com/watch?v=7_nXbFiRYDE

Bauer Unser
Billige Nahrung – teuer erkauft
 
Dokumentarfilm
Regie: Robert Schabus
Österreich 2016
Österreichisch
92 Min.
www.filmladen.at/bauer.unser

 
  Weg mit Horn weg!  
Das liebe Rindvieh von Bertram Verhaag
Engagierter Film gegen das Enthornen der Kühe. Am Beispiel zweier Bauernfamilien aus dem Allgäu wird gezeigt, wie sich Bauersleute aus dem System von «immer mehr, immer effizienter, immer rationeller» ausklinken und ihren eigenen Vorstellungen nachgehen. «Lasst mich Bauer sein, früher war ich Zerstörer», sagt Franz-Josef Kögel, der eine Bauer. Der Film erklärt die Gründe und Geschichte des Enthornens und warum damit die Würde der Tiere und der Bauern draufgehen. Seine Message ist klar: Der schlaue, zeitgemässe Bauer enthornt nicht mehr. Das liebe Rindvieh
Dokumentarfilm
 
Regie: Bertram Verhaag
Deutsch
45 Min., DE 2014

CH-Bestellungen bei Armin Capaul, 032 493 30 25

 
  Wenn’s chrooset und rumplet  
Wenn’s chrooset und rumplet
Seit jeher spielt die Waldwirtschaft im Berggebiet eine wichtige Rolle. Ohne Schutzwald, Bauholz und Heizmaterial wäre das Leben dort wohl nur schwer möglich gewesen. Die Holzernte ist auch heute noch, allen modernen Maschinen zum Trotz, gefährliche Schwerarbeit. Doch wie nur haben die Altvorderen geholzt, die ohne all diesen Komfort arbeiten mussten? Das macht in eindrucksvoller Weise der Film «Wenn’s chrooset und rumplet» sichtbar. Die Protagonisten Franz und Toni Walker aus Flüelen zeigen, wie das Holzen im Bergwald zu Vaters Zeiten funktionierte, und spätestens wenn riesige Bäume, von Hand gefällt, als Stamm zu Tale gereistet werden, vergisst man, dass es sich eigentlich um einen Amateurfilm handelt. Absolut sehenswert! (aw) Wenn’s chrooset und rumplet
Holzen im Bergwald wie zu Vaters Zeiten
Dokumentarfilm
 
Regie: Toni & Franz Walker
DVD Schweizerdeutsch
53 Min., CH 2012

DVD ist erhältlich für CHF 25.– unter walker1943@bluewin.ch

 
  Winternomaden  
Hiver nomade

Der Film «Hiver nomade» zeigt die Schafhirten Pascal Eguisier und Carole Noblanc, wie sie im Winter 2010 mit 800 Schafen 400 Kilometer durch das Waadtland ziehen, entlang von Äckern und Siedlungen auf der Suche nach Futter. Pascal, der langjährige Profischäfer, und Carole, die Novizin, haben den Auftrag, die Lämmer auf Schlachtreife zu bringen, damit sie an Weihnachten reif auf dem Teller landen. Keine leichte Arbeit. Sie ringen mit Wind und Wetter, mit Verkehr und Hunden von Spaziergängern, mit Bauern, die keine Schafe auf ihren Feldern wollen. Romantische Momente gibt es, aber nicht viele.
Als Zuschauer stapft man mit durch den Schnee, ab und zu fröstelt einem, fortwährend staunt man über den abgeklärten Pascal und die engagierte Carole, die es sich nicht leicht machen miteinander, und ist oft froh, zu Hause in der warmen Stube zu hocken. Eindringliche Bilder, respektvolle Kamera, Fünf-Sterne-Film. (gh)

Hiver nomade
Dokumentarfilm
 
Regie: Manuel von Stürler
DVD Französisch
Untertitel: deutsch
90 Min., CH 2012

www.hivernomade.ch

 
  Die Wiesenberger  
Die Wiesenberger

Der Männer-Jodelchor vom Wiesenberg ist ein Chor wie viele. Als sie 2009 in der TV-Sendung «Die grössten Schweizer Hits» im Duett mit Francine Jordi mit dem Lied «Fiir vo dr Sehnsucht» gewinnen, ändert sich vieles. Für die Handwerker, Bauern und Angestellten aus Wiesenberg beginnt ein phänomenaler und ungewohnter Aufstieg. Sie sind plötzlich berühmt, bekommen von allerorts Engagements, tingeln im Bus von da nach dort. Ist das noch Brauchtum oder einfach nur Showbusiness?
Eine Anfrage für einen Auftritt in Shangai wird für den Chor zur Zerreissprobe. Der Film zeigt die bassisdemokratischen Entscheidungsprozesse in sehr persönlichen Bildern. Ein Teil des Chors geht nach China, die Reise wird zum unvergesslichen Abenteuer für die Wiesenberger. Das alles ist keine Minute langweilig. (gh)

Die Wiesenberger
No Business like Show Business
Dokumentarfilm
 
Regie: Bernard Weber und Martin Schilt
DVD Schweizerdeutsch
Untertitel: franz., deutsch, englisch
88 Min., CH 2012

www.diewiesenberger.ch

 
  Glückliche Kühe, glückliche Bauern  
Vom Glück der Kühe

Kein grosses Kino, aber ein sehenswertes Plädoyer für naturnahe Rinderzucht. Und das heisst: Züchten auf Lebensleistung statt auf Hochleistung. Dabei zeigen die zu Wort kommenden Bauern: Ein langes Kuhleben lohnt sich. Wer sich vom Druck des Immer-mehr-und-immer-Schneller zu lösen vermag, arbeitet letztlich wirtschaftlicher. Denn eine Kuh, die sich von Heu und Gras ernährt, hat eine viel effizientere Futterverwertung – und damit eine bessere Leistungsbilanz – als eine mit Kraftfutter gefütterte Hochleistungskuh, die nach wenigen Laktationsperioden schlappmacht. Ganz abgesehen davon, dass eine naturnah gezüchtete und gehaltene Kuh weniger Klauenprobleme hat, leichter kalbt und ein Stier sich im Gegensatz zum Tierarzt niemals mit dem Besamungszeitpunkt vertut. Eine Agrarindustrie jedoch, die möglichst viel Sperma ihrer Starbullen verkaufen will, hat kein Interesse an langlebigen Tieren. Der Film porträtiert Bauern, die dennoch ihren eigenen Weg gehen, denn: «Wenns keinen Spass macht, mit den Tieren zu arbeiten, dann hats keinen Sinn.» sd

Vom Glück der Kühe
Naturgemässe Rinderzucht
Dokumentarfilm
 
Regie: Bertram Verhaag
Deutsch
DVD 45 Min. DE 2011

www.denkmalfilm.tv

 
  Tanz und Kampf  
Kampf der Königinnen

Alles steuert auf das Kampfgeschehen hin. Die Kamera begleitet zwei Kampfkuhbesitzer, eine Kampfkuhbesitzerin, vier Motorräderjungs und einen Radioreporter wie sie sich fürs kantonale Finale der Kuhkämpfe im Wallis vorbereiten. Man merkt, die Kuh ist nicht aus dem Kopf zu bringen, ausser beim einen Motorradjungen, der sich mehr für die Kampfkuhbesitzerin begeistert. Am Kampftag steigen Spannung und Nervosität – der Tanz der Muskeln und Leiber und Blutdruckkurven beginnt. Intelligent plus witzig gefilmt und in schönstem Schwarzweiss.
Über Geschichte und Tradition der Kuhkämpfe hingegen erfährt man wenig. Hier gehts um Kuh, Mensch und beider Emotionen. (gh)

Kampf der Königinnen
Dokumentarfilm in schwarzweiss
 
Regie: Nicolas Steiner
DVD Schweizerdeutsch
deutsche Untertitel
72 Min., CH 2011

www.kampfderkoeniginnen.ch

 
  Hier oben  
Mont - vom Suchen und Brauchen

Mont, ein abgelegener Bergbauernhof im Valsertal, Bergzone 4 bildet den Mittelpunkt des Films. Vreni, die Bäuerin, lebt mit ihren drei Kindern Mathis (14), Toni (16) und Remo (18) auf dem steilen Flecken Land. Das Heu für die Milschschafe wird aus Überzeugung von Hand gemäht und auf dem Buckel eingetragen. Auch wenn die Söhne lieber auf Party machen, mit der Videokonsole spielen und Töffschanzen bauen, bei den schweren Arbeiten helfen sie mit. Unterstützung erhält Vreni zudem von Severin, der nach einem Time-Out Aufenthalt in Mont geblieben ist und zum fünften Familienmitglied geworden ist. Die Arbeit mit Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen und Biografien gehört neben der Landwirtschaft zum Broterwerb. -- Vreni reflektiert durch den Film hindurch die Arbeit, die Lebensweise einer Grossfamilie, ihr Ankommen in der Heimat Mont. Werte wie Grosszügigkeit, Vertrauen, Freiheit, Naturverbundenheit und das durch den Arbeitsschweiss erhaltene stärkende Selbstbewusstein, bilden die Lebensweisheiten, die Vreni und der Ort Mont gleichermassen inne haben und weitergeben. Während siebzig Minuten Filmzeit sind wir, leicht verzaubert, dabei, und hoffen, es bleibt etwas vom Geiste Mont in uns haften. (gh)

Mont
Vom Suchen und Brauchen
Dokumentarfilm
 
Regie: Sylvia Rothe
DVD Deutsch
72 Min., CH 2011

www.rubin-film.de
www.lebenswelt-mont.ch

 
  Am falschen Ort  
Coeur Animal

Das Buch «Von wegen den Tieren» von Noëlle Revaz, das dem Film als Vorlage diente, ist ein Schlag voll in die Magengrube. Selten habe ich etwas so Beklemmendes gelesen. Da wirkt der Film fade, psychologisch holpernd und spielt nervenderweise auf der Alp, wo, wie wir alle wissen, die bösen Buben daheim sind. Kurz: Es geht um den Bauer Paul, der seine Frau Rosie misshandelt, weil er mit sich und seinen Gefühlen nicht zu Rande kommt. Sein spanischer Knecht sagt was wichtig ist im Leben und meint damit Rosie. Paul läutert sich, Rosie kommt von Paul nicht los – am Ende liegen sie sich in den Armen. Was zwischendurch passiert, ist eine Lesepause wert. Also kauft das Buch und vergisst den Film. (gh)

Couer Animal
Spielfilm
 
Regie: Séverine Cornamusaz, mit Olivier Rabourdin, Camille Japy, Antonio Buil, Alexadra Karamisaris
DVD Französisch und Deutsch
91 Min., CH 2010

 
  Ärgerlicher Horror  
Sennentuntschi

Die Sage der Älpler, die sich eine Puppe aus Stroh und Lumpen basteln, um sich daran zu befriedigen ist eine der Einsamkeit und des Verlangens. Damit die Moral stimmt, wird die Puppe lebendig und rächt sich an den Älplern. Soweit so schön. Der Film Sennentuntschi verbiegt die Sage zu einem Thriller mit Horror-Elementen sowie Gegenwartsbezug und folgt einzig den Gesetzen der Effekthascherei. Das Gruseln wird mit Schmincke überdeckt, die Alp als Bühnenbild missbraucht, wovor die Hampelmänner ihrem Script folgen. Unstimmiges wird zum Ärger: Unten das Engadiner Dorf, oben die Innerschweizer Alp; die Dorfbewohner samt und sonders Trottel; der Pfarrer der Bösewicht; das im Verlies grossgewordene Mädchen ein Starlet. Sorry, aber so ist weder das Leben noch ein Film, der einem von Ersterem zwei Stunden losreissen soll. (gh)

Sennentuntschi
Spielfilm
 
Regie: Michael Steiner
mit Nicholas Ofcazarek, Carlos leal, Roxane Mesquida, Andrea Zogg
DVD Schweizer Dialekt, Engliche Untertitel
110 Min., CH 2010
 
  Horn, Huhn und Bueb  
Heimatklänge
Heimatklänge erzählt die Suche von drei Schweizer Musikern nach ihren Wurzeln. Während sich Stimmkünstler Christian Zehnder (Stimmhorn) mit dem Einfluss der Landschaft auf Musik und Leute auseinandersetzt, drückt das «verrückte Huhn» Erika Stucky mit ihrer Musik ihre beiden prägenden Herkunftsregionen USA und Wallis aus. Der Dritte, Noldi Alder, einst Mitglied der Appenzeller «Alder Buebe», zeigt, wie er sein traditionelles Erbe des Zäuerlens und Geigenspiels zu neuer Musik weiterentwickelt hat. Bei Begegnungen mit Improvisations-Musikern wie Paul Giger lotet er Wurzeln und Blätterspitzen aus.
So unterschiedlich die drei Charaktere sind, gleichen sie sich doch in der Ernsthaftigkeit, mit der sie auf der Suche nach ihrer ureigenen Musik sind. Das berührt und fasziniert. Es ist ein Genuss und heimatliches Schaudern zugleich, sowohl ihren Stimmen als auch ihren Worten zu lauschen. (Fabienne Baer)
Heimatklänge
vom Juchzen und anderen Gesängen
Dokumentarfilm
 
Regie: Stefan Schwietert
81 Min., CH 2008
www.heimatklaenge.ch
 
  Schafe für die geschwellte Brust
Schneeweisse Schwarznasen
Bergbauern sind sie keine mehr, Reinhold und seine Schafzuchtkollegen aus dem Walliser Dorf Eggerberg. Sie arbeiten im Tal in der Industrie, im Schichtbetrieb. Die Schwarznasenzucht betreiben sie in ihrer Freizeit. Dabei geht es nicht um Fleisch oder Wolle, sondern um die Schönheit der Tiere und das Prestige ihrer Besitzer. Schwarznasen sind Teil der Oberwalliser Identität.
Die urigen Schwarznasenschafe gewinnen unsere Herzen, doch sehen wir keine Bergromantik, sondern eine Welt von heute. Das Nebeneinander von industrieller Moderne und Zuchttradition, Stallarbeit und Ausgehen. Aber auch die Brüchigkeit dieser Existenz. Kinder, die sich nicht mehr für die Schwarznasen interessieren, und Frauen, die, statt Heu zu machen, lieber reisen würden. (gh)
Schneeweise Schwarznase
Dokumentarfilm
 
Regie: Sylviane Neuenschwander-Gindrat
86 Min., CH 2006
www.ghornuti.ch
 
  Shopville, Autobahn und Alphütte  
Das Alphorn
Wo gehört eigentlich das Alphorn hin? Auf eine Alp, in den Saal des Hotel Rigi, auf den roten Platz in Moskau, unter eine Strassenbrücke, in den Hauptbahnhof Zürich, ins Museum oder in einen Film? Es mag Leute geben, die wissen das genau und denen darf man getrost misstrauen.
Schwietert zeigt schweizerisches Musikschaffen entlang der langen Röhre durch viele Gefilde. Folkloreentstauber wie Hans Kennel und Balthasar Streif mit der Alphorn- und Büchelgruppe «hornroh» spielen frisch und ohne ideologischen Ballast in moderne Jazz- und Weltmusikgegenden vor. Der Komponist Hans-Jürg Sommer erzählt die Geschichte des «Moosruefs», der vielleicht alphornigsten Melodie, die jede noch rührbare Seele zum swingen bringt. Interpretiert in der Rückenschauerversion der Schönbächler Sisters. Gezeigt wird auch eine Japaneranimiertruppe mit Edelweisszähnen und Alpenrosenlächeln, bei der man nicht weiss, ob man lachen oder weinen soll. Das Alphorn gehört in die heutige Zeit, vielleicht. (gh)
Das Alphorn
Dokumentarfilm
 
Regie: Stefan Schwietert
76 Min., CH 2006
www.artfilm.ch
 
  Den Rücken hinunter  
Johle und Werche
Weisst du, wie man im Toggenburg singt? Und warum es die Schellen auch tun? Weisst du, wie man eine Schelle herstellt, warum man Durst dabei kriegt, und wie der letzte Schellenmacher in der Schweiz heisst? Weisst du, warum wortkarge Leute dem Gesang mehr trauen als dem Wort und warum man eine ernste Miene dazu macht? Warum das Johlen der Stille näher ist, als dem Fussballplatz und das Werchen ohne johlen nie aufhört? Weisst du, wie eine Zugtoilette singen kann und warum du sie noch nie gehört hast? Warum der Klang die vierte Dimension nach Melodie, Harmonie und Rhythmus ist? Und weder modern noch unmodern, weder alt noch neu ist? Weisst du, dass nach dem Verklingen der Schellen der Tod kommt? «Wenn es dich friert, kann es nicht mehr schöner werden.» (gh) Johle und Werche
Dokumentarfilm
 
Regie: Thomas Lüchinger
CH 2006
 
  Fünf Höfe und ihre Entwicklung seit 1994  
Bauern zum Trotz
Der eine sah für seinen Hof keine Zukunft mehr; der andere begann amerikanische Büffel zu züchten; und der dritte hatte noch keine Frau… Das war Mitte der Neunziger Jahre. Damals drehte der Berner Filmemacher Christian Iseli den erfolgreichen Dokumentarfilm «Der Stand der Bauern». Mehr als zehn Jahre später hat er die Höfe noch einmal besucht. Sein neuer Film zeigt, wie sich Bauern und Bäuerinnen der immer schwieriger werdenden Situation der Landwirtschaft angepasst und auch persönlich verändert haben. (Klappentext)
 
Bauern zum Trotz
Dokumentarfilm
 
Regie: Christian Iseli
53 Min., CH 2006
www.ifilm.ch
 
  Fünf Bauernbetriebe mal zwei Jahrzehnte  
Der Stand der Bauern
Christian Iseli portraitiert in seinem Film eindrucksvoll fünf verschiedene Bauernfamilien und liefert Hintergrundinformationen zur Stellung des Bauernstandes in der schweizerischen Gesellschaft, die den Mythos des staatserhaltenden Bauerntums weiterpflegt. Die Verwurzelung in der Tradition hindert jedoch die heutigen Bauern und Bäuerinnen nicht daran, nach sehr unterschiedlichen Überlebensstrategien zu suchen. Eine spannende und berührende Auseinandersetzung mit der bäuerlichen Schweiz.
Im Jahr 2004 hat Christian Iseli die Bauernfamilien noch einmal besucht und fünf Kurzfilme über die betrieblichen und familiären Veränderungen gedreht, die auf der DVD beiliegen. (Klappentext)
Der Stand der Bauern
Dokumentarfilm
 
Regie: Christian Iseli
53 Min, CH 2006
www.ifilm.ch
 
  Liebe eingeklemmt zwischen Brocken von Moral  
Brokeback Mountain
Zwei Cowboys kommen sich auf einer Schafalp in Wyoming näher, eher in Leidenschaft denn in Liebe. Sie heiraten, gründen Familien und kommen doch nicht voneinander los.
Die Älpler per Ross unterwegs, Schafe hüten entlang endloser Grenze in Wyoming, gegen Bär und Wolf verteidigen, den Alpmeister im Nacken, die Moralvorstellungen mustergültiger Amerikaner gegen sich. Das kann nicht gut gehen. Ein starkes Stück preisgekröntes Filmgeschehen für ÄlplerInnen, die wenigstens per Film mal ausserhalb der Schweiz hirten wollen. (gh)
Brokeback Mountain
Spielfilm
 
Regie: Ang Lee; mit Heath Ledger, Jake Gyllenhaal
130 Min., USA 2005
www.brokebackmountain.de
 
  Weit voneinander weg  
Q Begegnungen auf der Milchstrasse
Sommerstimmung auf einer Schweizer Alp: In matten Dunst gehüllte Schneegipfel, blauer Himmel, satte Wiesen, fette Kühe. Kuhglocken klingen. Ein Mann hockt auf einer Krete und versucht stumm, eine Kuh anzulocken. Das Bild wäre kitschig, handelte es sich bei dem Viehhirten nicht um einen Peul aus Burkina Faso.
Q zeigt drei Viehzüchter und Milchhändler aus Mali und Burkina Faso auf ihrer Reise in die Schweiz, wo sie mit ihren Berufskollegen, zwei Milchbauern im Seeland und einem Käsereiunternehmer im Berner Oberland, zusammentreffen. Dabei werden die unterschiedlichen Wahrnehmungen, die Schweizer von Afrika und Afrikaner von Europa haben, deutlich. Themen sind: Das Verhältnis zwischen Mensch und Vieh; die Kuh als Trägerin gesellschaftlicher Projektionen; Ansichten über die gute Viehhaltung; die Arbeit des Melkers und die Verarbeitung der Milchprodukte; Diskussionen über Milchmengen, Zucht und künstliche Besamung; Ernährung und Wasser; Markt und Globalisierung. (gh)
Q Begegnungen auf der Milchstrasse
Dokumentarfilm
 
Regie: Jürg Neuenschwander
115 Min., CH 1993
mit Zusatz DVD: Q besucht den Sahel, 52 Min. und pädagogischem
www.container-tv.com
 
  Runter an die Wurzeln  
Ur-Musig
Bilder, vor allem Bilder, Musik und Töne aus einer ursprünglichen Schweiz. Eine musikalische Reise in die Welten und Klanglandschaften der Innerschweiz und des Appenzellerlandes.
Die unkonventionelle und kompromisslose Machart dieses Musikfilmes stiess anlässlich seiner erfolgreichen Premiere im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Locarno 1993 beim Publikum auf grosse Aufmerksamkeit. Der preisgekrönte Schweizer Volksmusikfilm nahm an zahlreichen in- und ausländischen Musik- und Filmfestivals teil und hatte Erfolg bei einem Publikum, das weit über den Kreis der traditionellen Volksmusikfreunde reicht. UR-MUSIG war in der ganzen Schweiz ein Kino-Dauerbrenner und erlangte schliesslich seinen Kultstatus, nachdem der Film in Zürich mehr als zweieinhalb Jahre ununterbrochen als Sonntagsmatinee aufgeführt wurde. (gh)
Ur-Musig
Dokumentarfilm
 
Regie: Ciryll Schläpfer
115 Min., CH 1993
www.csr-records.ch
 
  Von wo kommt denn der Spruch her?  
Auf der Alp da gibt’s koa Sünd
So almig gehts in dem Film gar nicht zu und her. Der Klassiker aller nachkommenden Lederhosenfilme tummelt sich eher in Gasthäusern, auf Bauernhöfen und in Betten. Doch der Spruch «Auf der Alp, da gibts kei Sünd» sitzt bis tief in die Wurzel eines Älplers, einer Älplerin. Von der Story her geht es um einen in irgendeiner Lederhose verschwundenen Mikrofilm, der von einer Dame zwecks eigener Bereicherung gesucht wird. Das ist denn auch schon alles. Ein etwas lauer Witz ist der Produktion nicht abzusprechen und gegenüber heutigen Pornofilmen wird gesittet gevögelt und ohne grosses Make-Up, fast ein bisschen neue natürliche Welle. Als revolutionärer Freiheitsfilm, auf der Alp seine Lust auszuleben, taugt er aber nicht. (gh)
 
Auf der Alp da gibt’s koa Sünd
Softporno
 
Regie: F. J. Gottlieb
85 Min, DE 1974
 
   
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