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Neuling mit einigen Fragen

bearbeitet Januar 2016 in Alpneulinge
Halli hallo liebe Alpfreunde,

schon seit ein paar Jahren ist es ein großer Traum von mir einmal in meinem Leben Schafe zu hüten - eins mit der Natur, umgeben von Pflanzen, Bergen und "meiner" Herde. Dabei bin ich mir ganz bewusst, dass dieses Leben auch mit viel Arbeit verbunden ist. Aber genau das ist noch ein Grund mehr für mich, endlich heraus zu finden, ob ich mir das Leben abseits der Städte und im Einklang mit der Natur auch langfristig vorstellen kann. Auf meinen bisherigen Reisen in die Wildnis habe ich mich jedoch immer etwas mehr zu Hause gefühlt als in den Städten, auch wenn es nicht immer angenehm oder leicht war.
Daher interessiere mich sehr für eine Alpstelle als Hirte für den nächsten Sommer/Herbst 2016. Hier kommen meine Fragen ins Spiel: Zum einen, ob ich dafür schon zu spät bin und eher auf das Jahr 2017 setzen sollte?
Außerdem studiere ich der Zeit Freie Kunst und habe daher nur ein circa drei monatiges Zeitfenster in meinen Semesterferien vom 18.07. bis zum 16.10. in dem ich diesen Wunsch erstmalig ausleben könnte. Ist das schon zu spät und der Zeitrahmen zu knapp?
Und ist, ob es überhaupt die Möglichkeit gibt für einen Quereinsteiger ohne jegliche Vorkenntnisse im bereich des Schafehütens einen Stelle zu finden oder sollte ich lieber als Gehilfe auf einer Alp anfangen?
Meine einzigen landwirtschaftlichen Erfahrungen habe ich bis jetzt in Weinbergen und auf dem Acker gemacht. Da aber auch nur für einige Tage bis mehrere Wochen am Stück.
Und meine vorerst letzte Frage: Kann man sowas auch zu zweit machen oder ist die Hirtenarbeit immer nur auf eine Person zugeschnitten? Meine bezaubernde Weggefährtin und ich teilen nämlich diesen Wunsch und würden liebend gerne eine solche Reise gemeinsam antreten.
Ich bin gespannt und freue mich auf eure Antworten.

Malte

Kommentare

  • Hallo Malte

    1. Du bist noch nicht zu spät dran für eine Stelle auf Sommer 2015.
    2. Die Alpzeit ist meistens von Mitte Juni bis Mitte September. Wenn du dafür sorgst, dass du dann Zeit hast, zeigst du, dass es dir ernst ist.
    3. Fang als Gehilfe an. Geh mit einem Erfahrenen mit. Als Neuling mit Schafen ist verwegen bis verantwortungslos.
    4. Es gibt Hirtstellen für zwei Leute, die sind aber seltener. Wenn deine Freundin keinen Lohn will, werden die Bauern auch bei einer Einerstelle nichts dagegen haben, wenn sie dabei ist.

    Viel Glück!
  • Hallo zalpadmin,

    danke dir für deine klaren, direkten und zufriedenstellenden Antworten. Damit hast du mir auf jeden Fall schon einmal weitergeholfen.
    Es ergeben sich mir dennoch weitere Fragen daraus, die sich teilweise gegenseitig bedingen:
    1.: Worin bestehen die Aufgaben eines Gehilfen? Würde ich dann Aufgaben im Haushalt und im Stall übernehmen?
    2.: Wird das erste Mal auch bezahlt?
    3. und Letztens: Besteht die Möglichkeit nach einem Sommer als Gehilfe bei meinem nächsten als Hirte eingestellt zu werden?
    Mittlerweile habe ich mich auch etwas hier im Forum umgeschaut und immer wieder verschiedene Antworten auf diese Fragen gefunden. Oder ist das ganz einfach davon abhängig, zu was für einer Alp man geht?

    Liebe Grüße
    Malte
  • Hallo Malte

    1. Die Aufgaben der Hilfe sind je nach Alp unterschiedlich, meist geht es um Stall putzen, Mithelfen beim Zäunen, Kochen, vielleicht Helfen beim Käsen, Käse schmieren – so der Gang-go oder "Chasch mer no dies und das". Du musst das genau mit dem Bauern oder Alpmeister abmachen, der dich anstellt.
    2. Jede Arbeitskraft sollte ihren Lohn erhalten. Auch die Hilfen arbeiten, also sollten sie Lohn verlangen. Arbeitgeber, die keinen Lohn zahlen, schätzen ihre Arbeiter nicht, zumindest ist dies meistens der Fall.
    3. Wenn du als Hilfe einen Alpsommer Erfahrung gesammelt hast, weisst du vielleicht, was du dir zumuten kannst. Daher grundsätzlich ja: Du kannst dich als Älpler bewerben.
    4. Die Alpbetriebe sind sehr verschieden nach Grösse, Tierart, Mentalität der Älpler, Produktionsweise usw. Du findest aber viele Antworten auf deine Fragen im "Neues Handbuch Alp". Ich würde es dir empfehlen, auch wenn das jetzt Schleich- und Eigenwerbung ist.

    Weiter viel Glück!
  • Ich habe auch eine frage an dich. Zu was würdest du eher raten, eine größere Alp oder liebe eine kleinere Alp. Welche Tierart würdest du empfehlen. Würde mir gerne meinen Traum erfüllen und gern einen Alpsommer erleben, ist meine erste Erfahrung und habe mich auch schon etwas infomiert. Hatte auch schon ein Gespräch und wurde gefragt wie viel ich den verlange, aber darauf habe ich keine Antwort. Habe einige Erfahrung mit Melken da meine Oma einen Bauernhof besitzt und ich dort hin und wieder mall aushelfe, kann ich mich dann als Zusenn bewerben?

    Und was darf ich mir für einen Lohn vorstellen?
  • bearbeitet Dezember 2015
    Hallo Verena

    1. Ohne Erfahrung würde ich dir eine kleine Alp raten.
    2. Ohne Erfahrung würde ich dir eine Alp mit Kühen raten. Eine Milchkuhalp mit Käserei braucht am meisten Personal. Wenn die anderen ÄlplerInnen Erfahrung haben, passt auch eine unerfahrene Person mit rein.
    3. Zum Lohn: Schau hier: http://www.zalp.ch/index3.php?content=richtlohn oder diesem Kommentar angehängtes PDF "Merkblatt_und_Richtlöhne_2016D.pdf" von agrimpuls. Der Mindestlohn in der Landwirtschaft beträgt zirka bei 3200 CHF, ist aber nicht verbindlich. Wenn zuviele ÄlplerInnen auf dem Arbeitsmarkt sind, zahlen manche Bauern weniger.
    4. Wenn du gut melken kannst, steigen deine Chancen für eine Stelle. Du kannst dich als Hilfe oder Zusenn bewerben, aber schlussendlich kommt es auf das Vertragsgespräch mit dem Bauern oder mit dem Team an, was du zu tun hast.
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