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Zwischenmenschliches

bearbeitet März 2007 in Gästebuch
Was für Möglichkeiten hat man auf einer Alm, wenn es zwischenmenschlich nicht funktioniert??? Ich habe so etwas von Aussen schon einmal beobachtet und allen Beteiligten ging es dabei gar nicht gut - aber keiner wollte etwas daran ändern...
Schildert mir Eure Erfahrungen und wenn ihr wollt Lösungsvorschläge!

Kommentare

  • Aus meiner Erfahrung ist das wichtigste miteinander sprechen und diskutieren
    Das geht am einfachsten am Tisch beim Essen
    Gruss hensi
  • Bei uns war es immer so, dass ich den ganzen Tag über gedacht hab, dies und jenes müsste man heute mal beim Essen klären, weil es Spannungen gab. Saßen wir dann erstmal müd und fertig beim Essen, war es mir wichtiger, dass wir ein paar entspannte Momente zusammen hatten. Und am nächsten Tag wieder von vorn.
    Als die Alp vorbei war, und wir zerstritten, hab ich gedacht, mensch, die Dinge die da so anlagen, hätten
    vielleicht auch garkein Problem sein müssen. Stress den man nur hat, weil man zu viel Stress hat.
    Aber so ist es auf der Alp, Du hast immensen Stress, ich glaub es ist einfach zu viel verlangt. Die übliche Besetzung mal zwei, und es wäre für alle ein schöner Sommer. Für die Älpler, für die Kühe, und ich glaub auch die Bauern würden ruhiger schlafen.
    Das ist also die Lösung, die ich mir vorstellen kann: mit viel mehr Leuten hochgehen, und dann hat man auch Zeit und Lust, mit den Problemen umzugehen. Wer kann schon 18 Stunden am Tag arbeiten, und dabei auch noch ein netter Mensch sein?
  • Hallo,

    ich dachte vor diesen Sommer auch immer, wenn ich von Konflikten auf der Alp gehört habe, welche gibts denn da nicht zu lösen. Weil gerade doch erfahrenen àlpler wissen doch, welch harte Arbeit auf der Alp, da tut man sich doch nicht noch zusätzlich psychen Stress an. Und jeder weiss viel Arbeit, ein Team, man kennt sich nicht, wenn es dann auch nicht hand in hand läuft. Da kommt stress im besten Team auf.
    Dieses Jahr wurde ich eines besseren belehrt, meine Mitälpler Senn und Zusenn sind mit den Kühen aggressiv umgegangen, d.h. z.B. beim anbinden, wenn die Kuh nicht mit dem Hals runter gegangen ist, haben sie mit der Faust so lange auf den Nacken eingeschlagen bis sie runter ging. Das sah nur brutal aus oder beim Melken die kuh lag, ein geschrei, andere Kühe sind erschreckt, in die Haxen reingetreten.....So laut, ätzend. Ok jeder Mensch ist anders, vielleicht haben sie es so gelernt. Kurs gegeben, wie geht man ruhig, liebevoll mit Kühen um, wie bringt man eine Kuh die Liegt ruhig zum aufstehen ohne ihr dabei weh zu tun oder sie so zu erschrecken. Zwei Tage ging es gut, dann sie direkt angesprochen wenn sie wieder auf eine Kuh eingeschlagen haben, so nicht. Half leider auch nicht, die Stimmung kann man sich ja vorstellen. Mit Alpmeister geredet: der sagte nur lächelt es sei doch nicht so schlimm und es sei leichter neue Hirten zu bekommen als einen Senn und Zusenn. Wir konnten das nicht moralisch mit uns vereinbaren, das ist nicht unsere Moral das Tier unter den Menschen zu stellen und dann auch noch so zu behandeln. Also sind wir gegangen. Das hätte ich mir nie Träumen lassen, so etwas zu erleben.
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