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Schulbefreiung für Kinder

bearbeitet September 2007 in Diverses
Hoi zusammen, ich möchte gerne wieder nächstes Jahr mit meinen zwei schulpflichtigen Kindern (in Deutschland) z`Alp gehen und hätte gerne eure Erfahrungen mit Lehrern und Rektoren gewußt, wenn man die Kinder ca. 3 Wochen vor Ferienbeginn mit in die Schweiz nehmen will.
Danke

Kommentare

  • Geht ganz einfach. In Deutschland abmelden und für die Zeit in der Schweiz anmelden. Bis das einer in der Schweiz blickt das die Kinder in die Schule sollten ist schon Alpabzug und ihr zieht wieder nach Dütschland. Ich würde mir da echt nicht das Hirn verbrennen. Einfach machen.
  • Könnte klappen. Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Prüft sicher niemand nach.
  • Hallo Josi
    wie es in Deutschland ist, weiss ich nicht. In der Schweiz gibt keine allgemein gültige Vorgehensweise, wie man Kinder während der Alpzeit (teilweise) von der Schule freistellen kann, da jeder Kanton, ja zum Teil jede Gemeinde ein eigenes Schulgesetz hat. Üblich ist in der Schweiz, dass der zuständige Schulrat berechtigt ist, Urlaub bis zu insgesamt 15 Schultagen jährlich zu gewähren. Einen offeneren Umgang mit Dispensen pflegen Rudolf Steiner-, Waldorf- und Montessori-Schulen sowie die «Freien Schulen».

    Eine Sonderrolle nimmt der Kanton Uri ein. In grossen Teilen der Bevölkerung besteht ein enger Bezug zur Alpwirtschaft, viele Bauernfamilien haben eine eigene, oft abgelegene Alp. Für die Behörden ist es selbstverständlich, dass man Familien mit eigenen Alpbetrieben Schuldispensen für ihre Kinder ermöglicht, zumindest heute noch. In einzelnen Gemeinden kann Dispensation von PrimarschülerInnen für maximal 4 Schulwochen (vom Tag der individuellen Alpauffahrt bis zum Schuljahresende) bewilligt werden.

    Möchten ÄlplerInnen ihre Kinder für einen Teil oder die gesamte Alpzeit von der Schule dispensieren, schlagen wir folgende Vorgehensweise vor:
    - Sich über das Schulgesetz des entsprechenden Kantons, evtl. der Schulgemeinde informieren.
    - Mit den Lehrkräften im Vorfeld abklären, wie sie zu einer Schuldispens des betreffenden Kindes stehen und ob die Bereitschaft vorhanden ist, Wochenpläne für den Schüler zu erstellen.
    - Kommunikationsmöglichkeiten abklären: via Postweg, mit Faxgerät oder Computer und Mail (wenn auf der Alp ein Telefonanschluss vorhanden ist) oder Mailen übers Handy.
    - Persönliche Gespräche mit Schulräten, evtl. mit dem regionalen Schulinspektor, können eine Hilfe sein, um die Situation zu erklären.
    - Schriftliches Gesuch an den Schulvorstand stellen und begründen, warum es für das Kind das Beste ist, mit auf die Alp zu kommen.
    - Dem Gesuch eine Schulzeugniskopie beilegen.

    Leichter bekommt man eine Bewilligung, wenn die Kinder noch nicht in der Oberstufe sind.

    Gruss zalp
  • Hoi zusammen,
    ich wollte kurz meine Erfahrungen mitteilen. In einem Jahr durfte ich nach Antragstellung an die Schulleitung meine zwei Kinder ( damals 5. und 7 Klasse) zwei Wochen vor den offiziellen Sommerferien aus der Schule nehmen. Im Jahr darauf ging das nicht mehr, da rief mich sogar das Schulministerium an um mir mitzuteilen, dass dies eine einmalige Ausnahme war. Auf mein Nachfragen, was ich dann mit meinen Kindern in der Zeit machen soll, bekam ich keine Antwort. Auch auf den Hinweis dass ich nicht einmalig arbeiten müsste sondern jährlich auf den Lohn angewiesen bin, bekam ich keine Antwort.
    Dein Vorschlag holzer ist ein bißchen heikel für die Kinder. Sie einfach abmelden und im Herbst wieder anmelden, kann zur Folge haben, dass sie nicht mehr zu ihren Freunden in die Klasse kommen bzw. wir haben hier mehrere Schulen, es könnte sogar sein dass sie in eine andere Schule müssten, falls die Klassen zu voll sind.
    Am besten ist ein verständnisvoller Rektor, der das nicht an die große Glocke hängt und in Eigenverantwortung entscheidet. Aber die gibt es wohl nicht so oft.
    Gott sei Dank werden die Kinder älter und selbständiger.
    Herzlichen Gruß
    Josi
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