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Stiere

bearbeitet Juli 2008 in Tierisches
Kann mir jemand erklären, warum man einen ausgewachsenen Stier oder auch "Teenager" Stier mit auf eine Alp nimmt, auf der verschiedne Wanderwege die Weiden kreuzen? Warum geht man das Risiko eines Unfalls mit einem Wanderer ein?

Kommentare

  • Hallo Hansky
    Mutterkühe haben in der Schweiz zugenommen. Das ist gut, weil es der Kuh von der Haltungsform am nächsten kommt, eine Kuh sein zu dürfen. Milchkühe werden – etwas eng gesehen – als Nutztier nicht artgerecht gehalten. Daher hat es auf den Alp- und sonstigen Weiden mehr Mutterkühe mit Kälbern. Der Stier dazu regelt in der Mutterkuhherde auf natürlich Weise die Nachfolge. Eigentlich alles okay.
    Nicht nur die Mutterkühe, sondern auch die Wanderer haben zugenommen. Man findet wohl kaum mehr eine Weide, die nicht von Wanderern begangen wird. Es ist nun die Frage, ob man die Wanderer kanalisieren soll oder den Stier verbannen.
    Viele Konsumenten befürworten natürliche Fleischerzeugung, finden grundsätzlich Stiere toller als Besamungstechniker. Aber eben, der Stier sollte dann doch nicht auf dem Wanderweg stehen. Das ist ein Dilemma, wie wir es von anderen Risikogebieten her kennen, zum Beispiel vom Strassenverkehr oder bei der Nahrungsmittelerzeugnis.
    Du hast Recht: Man geht bewusst das Risiko ein, dass Wandersleute verletzt werden, versucht es mit Tafeln oder Abzäunungen zu vermindern, wird es aber nicht restlos los. Risiken sind ein Teil des Lebens.

    Ein Wort zum Stier: Der Stier ist nicht gefährlicher als eine Mutterkuh mit Kalb. Für Wandersleute ist er meist als Stier erkennbar und daher einfacher zu umgehen als eine Mutterkuh mit schnüssigem Kalb, die nicht als gefährlich eingestuft wird, ihr Kalb aber möglicherweise verteidigen wird.
  • ich hatte 4 stiere auf der alp und ingesamt über 100 tiere vorallem mk und kälber, hatte jedoch nie ein problem mit agressiven tieren. im gegenteil das viel grössere problem war dass die tiere so scheu waren. gerade dass behandeln oder untersuchen von krankheiten war teilweise schlichtweg nicht möglich. versuch mal ein 200 kilo kalb zu überwältigen, pah da schaut man auch zu zweit alt aus. zurück zu den stieren: die grossen mastrassenstiere sind ja so bullig dass sie sich kaum mehr schnell bewegen können, von da her wenig gefährlich. die teenie-stiere können evtl.mühsamer sein. wanderer aber waren nie ein problem, wanderer mit hunden schon viel eher, jedoch griffen die kühe denn hund an nicht die stiere.
    falls du als hirt ein tier nicht mehr für alptauglich hälst, muss es weg. das gilt auch bei krankheiten oder unfällen, das sind entscheidungen die du fällen must und dir keiner abnimmt.
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