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Panaritium Erfahrungen

bearbeitet Oktober 2006 in Tierisches
Hallo Leute
mir ist aufgefallen, dass Panaritium auf verschiedenen Alpen verschieden häufig, aber auch verschieden hartnäckig auftritt. Manchmal hilft Homöopathie gut, manchmal hilft Antibiotika gut, manchmal hilft beides nicht. Vor allem bei konstitutionell schwachen Tieren habe ich grössere Probleme.
Wir hatten einen Bauer, der hatte bei seinen Tieren über mehrere Jahre hinweg nie Panaritium – ???
Was sind eure Erfahrungen zu diesem Thema?

Kommentare

  • Hallo Kathrin
    bei uns auf der Alp haben vor allem die zweijährigen Tiere Panaritium, Kälber eher selten und Rinder fast nie. Es ist, als sei die hormonelle Phase (geschlechtsreif, stierig) auch ein Faktor. Hat jm. sonst dieselbe Erfahrung gemacht?
  • Hallo Leute
    Die von mir in diesem Sommer gegen Palusa behandelten Tiere waren hauptsächlich tragende Rinder. Was Hans schreibt, kann durchaus zutreffen.
  • bearbeitet Dezember 2006
    Wir haben die Beobachtung gemacht, dass das Vieh nur dann Panaritium bekam, wenn die Klauen nicht oder nicht genügend gepflegt waren. Durch die unterlassene oder mangelhafte Klauenpflege belastet "Hulda" die Klaue falsch. Es kommt zu Geschwüren im hinteren Bereich der Klaue und Entzündungen im Zwischenklauenspalt. Und der Erreger hat dann überhaupt erst die Möglichkeit einzudringen. Das erklärt auch, warum von manchen Bauern überhaupt keine Kuh erkrankt, bei anderen mehrere. Es versteht sich von selbst, dass Dir die Kuh "konstitutionell schwach" erscheint: Sie läuft durch die Fehlstellung permanent mit Schmerzen. Dummerweise ist das liebe Vieh sehr zäh und es braucht lange bis es humpelt. Unabhängig von der Erregerbehandlung wurden daher immer erst mal die Klauen geschnitten, was meistens bitter nötig war, aber nicht die Aufgabe des Älplers ist. Zu dem häufigen Auftreten bei trächtigen Rindern. Jeder kann sich vorstellen, welch ein Vergnügen es ist Rinder in den Klauenstand zu führen. Entsprechend oft sehen sie den Stand...
  • Bei uns war alles super, also bei 120 Viechern keine Lahmen, wie wir im Stall gemolken haben. Kaum waren wir im Melkstand mit einer grossen Mistpfütze davor, auch Warteplatz genannt, kamen sie alle nacheinander mit wehen Füssen. Wenn sich von hinten, vom Ballen weg, die Hornschichten lösen, freut das nur die Bakterien. Es gibt natürlich eine Menge Faktoren, die dazu beitragen. Aber ich denke, wenn ich die Tiere ruhig treibe, die Klauen gut in Schuss sind (dass waren sie bei uns alle), wärs eigentlich daran, als nächstes einen anständigen Warteplatz einzurichten, der sich abschieben lässt, oder vielleicht sogar alleine abläuft..... mmmh, wenn Hirten träumen.....
    Ich bin ein Fan von Homöopathie, aber wenn um die Anwendung bei den Kühen geht, wirds für mich schwierig, die Besonderheiten eines einzelnen Tieres so gut zu kennen, dass ich weiß, welches von den vielen Mitteln jetzt das richtige ist. Und den Arm-Drück-Test kann man ja auch schlecht machen- Ich schneide gut aus, und mit Salbe, Verband und Teer und Klötzchen helfe ich mehr physisch. Und dann red ich ihr noch gut zu, dass es besser wird, und dass sie in den Fuss jetzt besonders viel Kraft hinschicken soll- und hab sie besonders präsent, wenn ich an meine Herde denk. Und dann wird wirklich alles gut!
  • Bei mir sind´s die Brownswiss-Mesen, die am meisten Palusa haben. Mit Hepar sulfuris c 200 und Silicea c 200 habe ich sehr gute Erfahrung gemacht. Ich gebe immer erst Hs. In frühem Stadium führt es immer zur Heilung, später auch meistens, zumindest bremst es die Entzündung erheblich. Wenn es nicht zur Heilung reicht, gebe ich nach 3 Tagen Si. Das wirkt fast immer. Letztes Jahr allerdings ging fast gar nichts mehr. Hab dann wohl oder übel Antibiotika gespritzt. Auch das hat nicht immer den gewünschten Erfolg gebracht. Ob ein Zusammenhang mit der Blauzungenimpfung besteht, ist naheliegend, aber nicht erwiesen. Die zuständigen Stellen bestreiten das sowieso. Ich vermute jedoch, dass der Organismus der Tiere zu sehr mit dem Verarbeiten des Impfstoffs beschäftigt war, um noch Kraft für die Bewältigung einer zusätzlichen Krankheit zu haben.
  • ich meine beobachtet zu haben, das auf schattenseitigen alpen weniger fälle von riegel (panaritium) gibt.
    letzten sommer hatte ich bei ca. 100 tieren nur einmal riegel beobachtet und behandelt. (am letzten alptag) bei mutterkühen finde ich es etwas schwierig zu diagnostizieren, da die füsse bei älteren tieren nicht mehr so stark anschwellen wie bei mesen, kälber etc.
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