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Wie wird der Personalbedarf festgelegt?

bearbeitet September 2012 in Vertrag, Versicherung, Lohn
Hallo!
Der Sommer ist vorbei, der Käse gut geworden und alles im großen Ganzen rund gelaufen.
Für mich bleibt die Frage offen wie, der Personalbedarf einer Alp berechnet wird. Unser Bauer meinte, dieser wird mit der Anzahl der Kühe festgelegt.
(wir hatten 15 Milchkühe, 11 Kälber, und 28 Rinder zu betreuen). Unsere Alp war eher einfach, unser Lohn auch... Nach der Berechnung unseres Bauern handelt es sich aufgrund der 15 Kühe um eine Alp, die von EINER Person bewirtschaftet werden kann. (Wie das inklusive Käsen, tägliches Rinder einstallen etc. funktioniert, weiß ich nicht...).
Ich würde gern wissen wer so etwas festlegt, damit man beim nächsten mal Verhandeln eine Basis hat, anstatt an seinen Kapazitäten bezüglich der eigenen Arbeitskraft zu zweifeln.
Danke für eure Antworten!

Anemone

Kommentare

  • Hallo Anemone
    Bei grösseren Alpen kann der Personalbedarf einigermassen mittels Tabelle berechnet werden (siehe Alppersonalrichtlöhne auf der zalp-Startseite), bei kleinen Alpen finde ich das schwierig, da diese oft arbeitsaufwendig sind. Je nach Topografie, Einrichtungen, Anzahl Stafeln, Käsekeller nur an einem Ort usw. Die Anzahl Kühe bestimmen dann nicht so sehr, wieviel Arbeit anfällt. Die Anzahl nötiger Personen ergibt sich daher eher aus der Tradition: Wieviele Leute brauchte es in den letzten Jahren, um die Arbeit zu bewältigen.
    Aber klar, kleine Alpen mit wenigen Kühen ergeben weniger Produkte, weniger Sömmerungsbeiträge, also weniger Lohn für den Bauer - und von diesem Wenigen will er euch nicht alles geben.

    Wenn man einen Lohn nicht einfach aus der Tabelle klauben kann, braucht es Vertrauen zwischen Alpmeister und den Angestellten. Der Bauer muss sagen können, wieviel Arbeit es gibt und diese Arbeit einigermassen gerecht entlöhnen. Sonst findet er keine Leute - vor allem nicht, wenn diese sich vor Vertragsunterzeichnung bei den letztjährigen ÄlplerInnen nach der Alp erkundigen. Irgendwo muss man sich dann finden, eine vorgefertigte Lösung gibt es nicht. Insgesamt wird es aber weiterhin so sein, dass kleine Alpen schlechter entlöhnen (können) als grosse.

    Viel Glück beim nächsten verhandeln. Auf dass du auf einen vertrauensvollen Bauern triffst.
  • Danke für die Antwort!
    Ich könnte mir durchaus vorstellen, die gleiche Alp nochmal zu machen. Dann werde ich wohl verhandeln müssen. Kann aber nun anders argumentieren. Ich hatte das Gefühl, daß es sich mit dem Verhältnis Anzahl der Kühe und Lohn, um so ein ungeschriebenes Gesetz handelt...

    Viele Grüße,
    Anemone
  • Jetzt muß ich aber doch fragen... wie hoch sind denn die Sömmerungsbeiträge, bei einer Alp wie "meiner" im Berner Oberland.
    Merci.
  • bearbeitet November 2017
    Hallo Anmeone
    hier findest du die momentanen Angaben nach Kategorie:
    https://www.blw.admin.ch/blw/de/home/instrumente/direktzahlungen/kulturlandschaftsbeitraege/soemmerungsbeitrag.html
    Wenn du es noch genauer wissen willst, lies den Anhang Sömmerungsbeitragsverordnung.
    Gruss Giorgio
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