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bearbeitet November 2006 in Alpneulinge
Hallo,
ich hatte letzten Sommer meine erste Alperfahrung - es war ein Alptraum.
Die Arbeit auf einer Alp ist körperlich anstrengend und so ein Arbeitstag ist lang. Aber: Nicht die Arbeit hat mir den Rest gegeben, sonder der Senn, der sich als Despot entpuppte und die totale Unterwerfung von Mensch und Tier verlangte. Jede Kritik an seinem Verhalten hat er an uns zurückgegeben, wir würden nur auf ihn projizieren. Psychogelaber. Wenn einem reihenweise die Leute davonlaufen, sagen einem Verstand und Statistik, dass man vielleicht auch mal bei sich selbst gucken sollte.
Was also tun, um einem späteren Psychotrip aus dem Weg zu gehen ? Mein Bauchgefühl hatte mich damals getäuscht, ich dachte , wir kämen gut miteinander zurecht, zumal wir uns ja vorher getroffen hatten.
Mit meinem heutigen Wissen würde ich schon gleich absagen, wenn ich jemanden begegnen würde, der sich selbst gern in den Mittelpunkt stellt und bekannt gibt, dass er der Chef auf der Alp sei und er auch dem Bauern gegenüber gewisse Ansagen machen könne (mit Stolz in der Stimme). Hütet Euch vor Egomanen !
Letztendlich konnte ich nur noch flüchten, um mich nicht selbst bis zur Unsichtbarkeit kleinzumachen.
Probleme gab es nur mit dem Senn und seiner nicht viel besseren Hälfte, die schweizer Bauern dagegen waren allesamt nett und easy-going.
Mein Tip: lasst Euch vom Senn doch einfach mal die Adressen oder Telefonnummern der Leute geben, die mit ihm im Vorjahr auf der Alp waren, dann könnt Ihr Euch ein besseres Bild machen...
Viel Glück Euch allen.

Kommentare

  • Hallo "siehmohn",

    das klingt ja alles nicht so toll... auch die Erfahrungen im anderen Forum, wo's um die Bezahlung/den Lohn für geleistete Arbeit geht. Wo bleibt da bitteschön die Fairness? Bis jetzt war ich in Bayern auf der Alm und wollte eigentlich diesen Sommer mal die "Schweizer" Erfahrung mit der Alp machen... aber gewesene Älpler raten mir ab mit der Begründung, daß die Deutschen (ÄlplerInnen) überhaupt nicht beliebt sind... daß es Teams gibt, die sich nur Streiten... daß Psychoterror und strenge Hackordnung herrschen... Du berichtest ja auch davon.


    Vielleicht sollte das Forum hier eine sog. "SCHWARZE LISTE" einrichten, wo die ÄlplerInnen mitteilen können, auf welcher Alp man betrogen wird oder wo es menschlich nicht auszuhalten ist. Denn wenn "siehmohn" auf einer Alp war, wo "die Leute reihenweise davonlaufen", sollte man dort irgendwie einhaken können, damit andere nicht auch noch darauf reinfallen!


    Schade... ich wäre sehr sehr gerne auf die Alp gegangen, denn viel und schwere Arbeit macht mir gar nichts aus, aber unter solchen Voraussetzungen bzw. mit dem unguten Gefühl, eventuell genau so eine Alp zu erwischen, ist mir das Risiko zu groß! :-(

    Viele Grüsse
    und Danke, daß ich meine Meinung sagen durfte!
  • Naja, mit einer schwarzen liste ist es nicht so einfach. Ich denk es gibt auch viele Älpler die auf so eine Liste kämen. Man sollte halt den gesunden Menschverstand walten lassen. Nicht gleich bei der erst besten Alp ja sagen, sondern mal ein paar abklappern und immer fragen wie das mit den Vorgänger war. Wenn es in jedem Sommer andere hatte ist schon vorsicht geboten. Und das die Schweizer Deutschfeindlich sind kann ich leider nicht bestätigen. Ich bin selber einer und hänge nun seit 19 Jahren in dem Land rum und frag mich in der Zwischenzeit ob die Deutschen ein Problem mit den Schweizern haben. Eigentlich geht es ja nur darum den Mist auf die Seite zu schieben und zu melken und das der Käse gut kommt. Wenn dann noch ein wenig Zeit für Müsiggang bleibt, was will man mehr. Wer das nicht will, der soll halt auf einer Autobahn im Stau stehen oder bei Aldi Kartonschachtel stapeln. Wer nichts wagt hat später nichts zu erzählen......
  • ;-) ... das stimmt! Später, hat man sonst nichts zu erzählen... und das wäre sehr wenig... am Ende (s)eines Lebens!

    Mal schaun, wie ich mich entscheide! Allerdings hab ich schon 5 "Bewerbungen" -auf Wunsch per Mail- weggeschickt und bis heute keine einzigste Antwort erhalten... nicht mal eine kurze Absage!
  • bearbeitet Februar 2008
    Nun , mit der "schwarzen Liste" das wäre doch nicht so schlecht oder?So kann man von vornherein vermeiden betrogen zu werden-was leider immer öfters vorkommt.
    Ich war auf einer Alp mit 1800 Schafen -das ist ganz ok-
    Doch nach saison hies es den hof ,Rinder und Stall richten und versorgen-auch kein Problem .
    Doch dann plötzlich am Tag der Bezahlungen statt 3000 Sfr/Monat nur 1500Sfr usw.Die gewünschte Anmeldung bei der AHV gabs ebenfalls nicht. Und als Dankeschön für alles geleistete erfährt man von den im Ort ansässigen Bauern und Dorfschmied das er das bereits seit 5 Jahren so Handhabt -arbeiten lassen dann später nur die Häfte zahlen.
    Aber nach außen hin den großen Bigboss raushängen lassen.
    Seit 5 Jahren kommt keiner der bei Ihm gewesenen zurück und jeder im Ort bedauert einen dort zu arbeiten.
    Habs selbst erfahren und wünsch niemanden das die Vereinbarung der Bezahlung so ausgenutzt wird.Aus diesem Grund fänd ich ne schwarze Liste ganz gut denn selbst wollen viele die Arbeit nicht verrichten und nutzen lieber die Gastarbeiter aus und können es dann nicht mehr so leicht.
    Aber!-es gibt auch das Gegenteil mit korrektem Arbeitsklima und Umgang und glücklicher Weise ist dies aus meiner Erfahrung heraus der größere Teil der Schweizer Bauern
  • Hallo Brummbär,

    warum gibst Du nicht wenigsten den Namen dieser Alp preis? so kann keiner mehr auf diesen Bauern reinfallen!
  • Hallo,

    ich war diesen Jahr auf einer Alp, da schlagen Senn und Zusenn die Kühe, es wird tolleriert, man sieht ja noch kein Blut. Kann ich deswegen Gott spielen und sagen, ihr kommt auf die schwarze liste. Und ich bin so sauer das man so überheblich ist und meint der Mensch sei besser als das Tier und dann auch noch drauf los schlagen. Mein Freund und ich haben die Alp gemacht, wir sind gegangen, weil Hirten sind schneller austausch paar wie Senn und Zusenn. Hilflosigkeit. Wir haben oft und viel mit ihnen geredet, kurs gegeben,einen lieben umgang mit Kühen. Vielleicht bessern sie sich ja, oder andere àlpler können ihnen es besser verständlich machen. Ich finde jeder Mensch sollte die Möglichkeit bekommen sich zu ändern. ICh möchte auch nicht das man Vorurteile über mich hat nur weil ich mich anders anziehe als die Bürgerlichen Leute, wo fängt das dann an und wo hört es auf. Und wir haben doch alle unsere eigenart, der eine schlimmer der eine kommt damit zurecht,der andere nicht, jeder hat sein Film wir spielen Theater und wir haben immer die Freiheit zu gehen.
  • Hallo Maria,

    warum nicht ich kann es Dir nicht sagen hab ich vergessen.Nun werd ich euch diese Informationen gerne geben .Nun der Bauer um den es geht hatt Stallungen und Hof in Innertkirchen.Diverese koppeln und Hänge am hasliberg_Wasserwendi.
    Almbewirtschaftung macht er auf Mattenalp,Schrätteren und Rohrmatten.Nun er ist an und für sich ganz gut angeshene nur das ist "außen".Mittlerweile gab es sogar handgreifliche Übergriffe auf die jetzige Sennerin mit welcher ich noch Kontakt habe.Ich hoffe das er so nicht weiter kommt denn ohne die Arbeiter ist er ein nichts-schade nur das er genau diese mit füßen tritt.
  • Tja, zehn jahre zur alp gewesen und viele gute und schlechte erfahrungen gemacht. Ab und zu mich durch eine alpzeit gequält, streit gehabt, lieb gehabt, sogar im stall im stehen eingeschlafen vor mudigkeit. Eine alp ohne streit gibts nicht und braucht es auch nicht. Wichtig ist zu wissen dass mann selber auch nicht perfect ist und das ein team ein team ist und auch die leute braucht mit dem mann vielleicht nicht zu gut auskommt. Selber macht mann ab und so selber auch scheisse und wenn's gut is lernt mann weiter und wird's auf der nächste alp anders gemacht.

    Bauern sind oft nett aber wissen nie genau wass sich auf der alp abspielt, und dass ist auch gut so. Dass vieh muss in ordnung sein, wenn etwas kaputt is muss es repariert werden und nach der alp muss bezahlt werden wass schwarz auf weiss im vertrag steht. Dann kann's im herbst wieder mit 'ner tasche voller Franken wieder im urlaub. Ich freue mich schon wieder auf kommenden sommer!
  • bearbeitet Februar 2009
    Also erstmal begrüße ich es sehr, dass es hier nun ein forum gibt, in dem man sich austauschen kann! dem zalp-team vielen Dank dafür!

    was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist, dass hier bezüglich einer schwarzen liste "rumgeeiert" wird ...

    schreibt doch einfach hier ins forum welche erfahrungen ihr gemacht habt, wo es euch schlecht erging, aber auch wo ihr gute erfahrungen gemacht habt! da sich das bisher anscheinend niemand getraut hat, will ich mal mit zwei beispielen den anfang machen:

    Alp eins (Name von der Redaktion gelöscht): ich bin dort ein paar wochen nach alpbeginn überraschend hingekommen, weil die hirtin davongelaufen ist. es war mein erster alpsommer und ich konnte noch nicht mal melken. das und vieles andere habe ich dann rasch gelernt, und obwohl es ab und an mal gekracht hat, habe ich einen tollen alpsommer gehabt. ich konnte wie gesagt vieles lernen, wurde fair bezahlt und der alpmeister und die bauern waren wie der senn auch, in ordnung.

    Alp zwei (Name von der Redaktion gelöscht): das genaue gegenteil. ein schlechter team-leiter, der die nachmittage und abende hauptsächlich im wirtshaus verbracht hat, kein alpmeister der wirklich das sagen hatte. als ich es gewagt habe konstruktive kritik zu üben, wurde ich rausgeekelt und für den monat GAR nicht bezahlt. also auch nicht die hälfte vom lohn, wie ich das hier schon gelesen habe. einfach GAR NICHTS. geld gab es erst, nachdem ich klage am arbeitsgericht für den kanton wallis eingereicht habe und eine sogenannte "einigungsverhandlung" stattgefunden hat.

    also leute, mein vorschlag: eiert nicht rum, sondern tauscht euch hier konkret aus! das kann uns nur helfen gute alpstellen zu finden und schlechte zu boykottieren. die bauern die nicht zahlen wollen oder meinen die leibeigenschaft im neuen jahrtausend wieder einführen zu können, die sollen selbst auf die alp gehen und dort die arbeit selbst machen.

    dagegen sollen die bauern, die fair bezahlen, unterstützend mit rat und tat zur seite stehen und versuchen den alpsommer für das personal nach ihren möglichkeiten, nicht angenehm, aber doch erträglich zu gestalten, diese bauern sollten gute leute kriegen die auch gut arbeiten und wieder kommen.
  • bearbeitet Februar 2009
    Streitigkeiten privat lösen
    Wir haben es schon ein paarmal gesagt: Die zalp ist nicht der Austragungsort für private Streitereien. Bitte löst dies direkt im Alpteam oder mit dem Alpmeister. Alpnamen oder Namen von Alpmeistern werden im Forum ersetzt oder gelöscht. Wir finden es zudem nicht gerecht, wenn anonyme Forumsmitglieder sich über Alpmeister oder anderen ÄlplerInnen auslassen und ihre Namen nennen.
    Es gibt die schwarzen Schafe, aber es gibt sie bei Alpmeistern und ÄlplerInnen.
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